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Flakpanzer E-50 Falke

von Erich Rauthe (1:35 Trumpeter)

Flakpanzer E-50 Falke

Geschichte:

Mit der wachsenden Überlegenheit der alliierten Luftstreitkräfte begannen ab 1942 die Verluste der deutschen Panzereinheiten spürbar anzuwachsen. Dieser Umstand führte zur Entwicklung von Selbstfahrlafetten (Sfl) mit Flak-Geschützen auf Fahrgestellen des Panzer I-A, Panzer 38, Halbkettenzugmaschinen aller Gewichtsklassen, Schützenpanzer-Wagen, Raupenschlepper Ost und geeigneten Beutefahrzeugen.

Ein großer Nachteil der bis 1943 gefertigten Flak-Fahrzeuge war der unzureichende Schutz der Mannschaft, die oft wie auf einem Präsentierteller saß. Erst der ab Herbst 1943 gefertigte Flakpanzer „Wirbelwind“ und ab 1944 der „Ostwind“ auf dem Gw IV hatte einen Drehturm, der wenigstens gegen Infanteriewaffen Schutz bot.

Um den Anforderungen gerecht zu werden, verlangte das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) vom Heereswaffenamt den Entwurf eines Flakpanzers auf dem Fahrgestell des Panzer  „Panther“. Rheinmetall entwarf einen geschlossenen Drehturm mit zwei 3,7 cm Flakkanonen, den „Coelian“. Da aber das OKW während der Fertigung der Prototypen den Einbau von 5,5 cm Kanonen verlangte, kam es zu keiner Serienfertigung. Durch die Kriegsereignisse, Bombenschäden und Materialknappheit kam auch der „Coelian“ mit der 3,7 cm Flak über einen Modellversuch nicht hinaus.

Flakpanzer E-50 Falke

Gegen den Widerstand der Waffenhersteller versuchte das Heereswaffenamt ab 1943 mit wenig Erfolg eine Standardisierung der Panzertypen durchzusetzen. Die Baureihe E-50 sollte den „Panther“ ablösen, die Baureihe E-75 den Tiger I und II. Auf Basis des E-50 waren noch ein Jagdpanzer, ein Flakpanzer „Falke“ und ein schwerer Schützenpanzer „Büffel“ in der Planung. Der Flakpanzer der E-50 Reihe sollte einen 5,5 cm Flakzwilling „Gerät 58“ (von Rheinmetall entwickelt) in einem modifizierten Turm vom „Coelian“ bekommen. Die Feuergeschwindigkeit vom „Gerät 58“ betrug 140 Schuss/min bei einer Vo von 1.050 m/s. Funkmessgestützte Messeinrichtungen, die die Daten direkt in die Visiereinrichtung übertrugen, machten eine E-Messstelle am Geschütz überflüssig. Das Richten erfolgte mittels Hydromotor über eine Steuersäule. Die Erprobung von „Gerät 58“ erfolgte im Frühjahr 45, war bei Kriegsende aber nicht abgeschlossen.

Flakpanzer E-50 Falke

Modell:

Erwartungsgemäß hat Trumpeter aus der Serie „Entwicklungsfahrzeug E-50“ noch einmal nachgelegt und den Flakpanzer „Falke“ auf den Markt gebracht. Der Bausatz 01537 ist in gewohnter Trumpeter-Qualität, die Detailgenauigkeit kann man nicht beurteilen, da es kein Original gab, die Bauanleitung lässt wieder keine Wünsche offen. Da es außer der Visiereinrichtung keine Innereien gibt, ist das Fahrzeug auch relativ schnell fertig. Wie beim E-50 und E-75 sind die Gleisketten eine Katastrophe. Mit dem klebrigen Kunststoff konnte ich absolut nichts anfangen, außerdem passen die Führungszähne nicht in die Schachtelanordnung der Laufräder und der Leiträder. Da wären Einzelgliederketten aus Kunststoff schon besser, auch wenn man damit mehr Arbeit hat. So habe ich wieder einmal in die Friul-Metallketten ATL-92 vom Geschützwagen VI investiert, die ich schon am E-50 und E-75 montiert habe. Ich denke es hat sich gelohnt! Auf die Kettenabdeckbleche habe ich zugunsten der Friul-Ketten verzichtet. Wer ein repräsentatives Modell, das nicht viel Arbeit erfordert, in seine Vitrine stellen möchte, ist mit diesem Modell gut beraten, da auch der Preis stimmt. Die Antennen am Turm sind willkürlich, genauso wie das Tarnmuster, da ein Vorbild fehlt.

Für die Farbgestaltung war wieder Humbrol-Acryl-Spray und Revell-Aquacolor verantwortlich. Die Friul-Ketten bekamen eine Lackierung mit Dupli-Color-Acryl-Auto-Spray.

Flakpanzer E-50 Falke

Das Modell zeigt einen Flakpanzer der Reihe E-50, wie er bei der geplanten Auslieferung Ende 1945 in der Herbsttarnung ausgesehen haben könnte.

Erich Rauthe

Publiziert am 14. Oktober 2010

Die Bilder stammen von www.PhotALo.de.

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