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Hawker Hurricane Mk.IIc

von Stefan Zimmermann (1:72 Revell)

Hawker Hurricane Mk.IIc

Mein heutiger Rollout zeigt eine Hawker Hurricane Mk.IIc in Afrika-Tarnung. Der Prototyp der Hurricane hatte seinen Erstflug am 6. November 1935. Die Indienststellung bei der RAF begann ab 1937, wobei es sich um große Stückzahlen des Typs Mk.I handelte, der mit acht .303-in.-MGs bewaffnet war. Zu Beginn der "Luftschlacht um England" besaß das RAF Fighter Command 30 Einsatzstaffeln mit Hurricanes. Und auch wenn die legendäre Spitfire als Symbol des "Battle of Britain" gilt, so lag doch die Hauptlast des Kampfes bei den "Hurries".

Die erste Mk.IIc, bewaffnet mit vier 20-mm-Bordkanonen, flog im Dezember 1940 und wurde ab April 1941 an die Einsatzstaffeln ausgeliefert. Von den 4.700 produzierten Maschinen des Typs Mk.IIc wurde eine große Anzahl für den Tropeneinsatz umgerüstet und auf die Kriegsschauplätze in Afrika, Nahost und Fernost gesandt. Ebenso erhielten die Sowjetunion, die Türkei, Irland und Portugal Hurricanes verschiedener Versionen. In Portugal waren die Hurries sogar bis 1951 im Dienst.

Hawker Hurricane Mk.IIc

Die Mk.IIc wurde von einem 1280 PS starken Rolls-Royce-Merlin XX-Motor (oder einem 1460 PS XXII-Motor) angetrieben und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 544km/h in 6700m Höhe. Neben der Primärbewaffnung von vier 20-mm-MKs konnten zwei 225kg-Bomben oder zwei 200l-Zusatztanks mitgeführt werden.

Ich denke, man kann die Hurricane als zuverlässiges Arbeitstier bezeichnen, welches sich höchster Beliebtheit bei seinen Piloten erfreute.

Hawker Hurricane Mk.IIc

Unsere Kumpels von Revell haben mit diesem Bausatz mal wieder bewiesen, dass aus Bünde wirklich tolle Kits kommen können. Die Bauform stammt zwar auch "schon" aus den 90ern, ist aber, meiner Meinung nach, durchaus auf der Höhe der Zeit und bildet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Passform ist klasse, Detaillierung soweit ausreichend, dass auch OOB-Bastler wie ich ein zufriedenstellendes Endergebnis erzielen können. Einziges Manko ist, nach meinem Dafürhalten, die Canopy, die zwar zweigeteilt ist, aber bei der Darstellung eines geöffneten Cockpits nicht richtig passt. Ihr werdet das bei meinem Modell sehen...

Hawker Hurricane Mk.IIc

Die Hurricane wurde von mir in ein kleines Afrika-Display gesetzt, dass ich mit einer Bofors-Flakstellung und Palmen etwas aufgepeppt habe. Als Grundlage für das Display diente ein Steakteller aus unbehandeltem Holz. Dieser wurde von mir mit Leim eingeschmiert und dann mit Vogelsand zugeschüttet. Eine Zeit gewartet und dann den überschüssigen Sand einfach abgeklopft und schon haben wir einen Wüstenboden. Die Bofors-Flak stammt übrigens von Airfix und die Sandsackmauer habe ich aus Salzteig selbst gemacht.

Hawker Hurricane Mk.IIc

Die Palmen habe ich selbst gebastelt. Zuerst einen Stock, frisch aus dem Unterholz, in drei "Stämme" zerteilt, mit Leim eingestrichen und dann mit Paketband von unten nach oben stramm umwickelt. Am oberen Ende des Palmenstammes dann ein paar Wicklungen extra. Nun ging es an die Blätter. Dazu habe ich mir auf grünem Bastelpapier die groben Umrisse der Palmblätter mehrfach ausgedruckt und dann ausgeschnitten.

Dann habe ich mit einem scharfen Krickmesser jedem einzelnen Blatt die Seiten mehrfach diagonal nach unten eingeschnitten. Danach wurde dünner Basteldraht mittig auf die Rückseite jedes Palmenblattes geklebt, auf der unteren ca. 1cm über das Blattende hinaus ragend. Als nächster Schritt wurden die Stämme mit brauner Airbrushfarbe (Vallejo) grundiert und dann mit Wasserfarbe und Pastellkreide behandelt.

Mit einem kleinen Bohrer habe ich Löcher als Aufnahme für die Palmenblätter in die Köpfe der Stämme gebohrt, diese mit Sekundenkleber gefüllt und dann die Blätter aufgesteckt und in Form gebogen.

Jetzt wurden die Blätter mit "Gunship Green" (Vallejo) lackiert, anschließend mit Pastellkreide bearbeitet und zum Schluss mit Emsal Glänzer versiegelt. Emsal sorgt nebenbei auch noch für einen seidenmatten Glanz.

Hawker Hurricane Mk.IIc

Der Zusammenbau der Hurricane verlief problemlos und nur an den Klebenähten kam etwas verdünnter Flüssigspachtel ("Mr. Putty") zum Einsatz. Hier kann man auch erkennen, dass der hintere Teil der Canopy leider nicht ganz passt - schade. Habe mir aber schon Ersatz in Form einer Vacu-Haube bestellt.

Da mein Modell eine Maschine der 336. Squadron in Nordafrika darstellt, wollte ich bei den Abnutzungserscheinungen nicht sparen, da das Wüstenklima seinen Tribut von Mensch und hier speziell Maschine forderte. Deshalb wurde das Modell im Bereich der metallenen Bauteile mit Aluminium von ModelMaster grundiert, um später Lackschäden plastischer darstellen zu können.

Hawker Hurricane Mk.IIc

Für die Airbrusharbeiten benutzte ich Farben von Gunze und Vallejo. Fürs Interieur kam ModelMasters "RAF Interiour green" per Pinsel zum Einsatz. Für weitere Pinseleien griff ich auch noch auf Revells Aqua Colors zurück. Die Unterseite wurde zuerst lackiert. Hier kam das "Azur Blue" aus Gunzes RAF-Set zum Einsatz. Die Tarnung auf der Oberseite erstellte ich mit Farben von Vallejo. Zuerst sprühte ich "Sand Yellow" frei Hand auf. Nach dem Trocknen der Farbe klebte ich die Ränder mit Pattafix ab und trug nun "Marron" auf.

Hawker Hurricane Mk.IIc

Nachdem die Farben getrocknet waren, habe ich mit Hilfe eines Zahnstochers und einer Feile an einigen Stellen und den Tragflächenvorderkanten vorsichtig die obere Lackschicht weg gekratzt und so die darunter befindliche Aluschicht zum Vorschein gebracht. Dann gab es eine Schicht Emsal Glänzer drüber.

Dann ging es an die Decals. Diese waren von guter Qualität und ließen sich einfach verarbeiten, natürlich kam wie immer Decal Soft zum Einsatz. Jetzt gab es erneut eine Schicht Emsal Glänzer.Alterung und Verschmutzung habe ich mit Pastellkreide erstellt. Der Antennendraht besteht aus gezogenem Gussast.

Hawker Hurricane Mk.IIc

Abschließend habe ich dann alles mit mattem Klarlack aus der Sprühdose (Humbrol) versiegelt. Das letzte Foto habe ich mit einem netten Freeware-Tool ("PhotoScape") bearbeitet und etwas "nostalgiert".

Stefan Zimmermann,
www.zimmosflugwelten.de

Publiziert am 18. März 2011

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