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M984A1 Wrecker

von Thomas Bautze (1:87 Roco - Minitanks)

M984A1 Wrecker

Als Einstieg möchte ich euch gerne meinen Trident M984A1 Umbau auf Basis Roco (Herpa) Minitanks vorstellen. Ich baue seit ca. einem Jahr, nach einer längeren Pause, wieder diese sehr schönen Modelle im Maßstab 1:87. Ein Maßstab den ich wegen der großen Auswahl an Modellen, gerade im US Fahrzeugsektor, sehr zu schätzen weiß und hoffe, ich kann euch hier mal zeigen, was man aus so einem Winzling alles rausholen kann...

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M984A1 Wrecker

 

Kurz zum Vorbild:

Der M984 ist die Wrecker (Berge) -Variante des M977 HEMTT (Heavy Expanded Mobility Tactical Truck) der US Army. Der HEMTT wurde zwischen 1981 und 1987, vom Prototypen über die ersten Vorserienfahrzeuge im Truppentest, als Nachfolger des M559 GOER, in die Army eingeführt. Hergestellt von der Oshkosh Truck Corporation gewann er die Ausschreibung für die neue 10 Tonnen Truck Generation. Bis heute wurden von Oshkosh ca. 18.000 HEMTT in den verschiedensten Varianten gefertigt, wovon ca. 13.000 im aktiven Dienst sind. Der M984E1 (später umklassifiziert in A1 - gleiches Fahrzeug!) ist ein Bergefahrzeug mit einer Automatikwinde, die eine Zugkraft von 27,5 t aufweist, eine hydraulische Hub- und Abschleppvorrichtung am Heck, mit der Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 18,9 t geborgen werden können und einem Grove MHC984 Teleskopkran, der knapp 2,8 t heben kann. Natürlich hat solch ein Multibergetalent auch eine große Auswahl an Werkzeugen und eine vollständige Schweißausrüstung an Bord. (Quelle: Tankograd No 3003 HEMTT)

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Das Modell

Das Modell war schon lange auf meiner Wunschliste. Nachdem ich den Umbausatz von Trident erworben hatte, konnte es dank eines schon wartenden Roco M977 Bausatzes direkt losgehen. Der erste Blick auf den Zurüstsatz von Trident ließ auch gutes hoffen. Eine schön gegossene Bergewinde mit fotogeätztem Schutzgitter und allen wichtigen Wrecker Baugruppen in Resin machten einen guten Eindruck. Anfänglich war ich tatsächlich der Meinung hier relativ schnell ein schönes Ergebnis hinzubekommen. Leider ein kleiner Irrtum, wie sich später herausstellte. Die ersten Schritte der Anleitung zeigten ein schönes Bild mit Abmessungen, wie der M977 zu kürzen ist, um die richtige Fahrzeuglänge für den M984 zu bekommen.

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Die Anbauteile am Rahmen, wie der Tank und die Staukästen/Winde, müssen hierfür vorher abgetrennt werden. Gesagt, getan - runter damit, Säge raus und schon war der HEMTT einen "Kopf" kürzer. Beim Anpassen der Aufbauten kamen nun aber schon die ersten Zweifel auf. Irgendwie passt das nicht. Als ich dann die Anbauteile wieder an das gekürzte Fahrwerk anbringen wollte zeigte sich, dass mindestens 1cm fehlte. Arrrg - nun gut, also wieder auseinandergnommen und das was raus gesägt wurde fast in gänze wieder rein. Endlich passte nun der Aufbau und ich konnte die seitlichen Anbauten inkl. nachgerüsteter Schmutzfänger richtig anbringen. Aber kein Grund nun entmutigt zu sein - dies war eigentlich die einzige wirkliche Hürde, bei der sicher Trident gefordert ist, die Maße nochmal neu anzugeben. Das Heck des M977 Rahmens wurde ebenfalls - obwohl nicht in der Anleitung angegeben - entfernt, da die Aufnahme für den Grove Kran dort fehl am Platze ist.

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Bei der Kontrolle der Resinteile fiel als nächstes die doch etwas rudimentäre Detaillierung auf. Hier habe ich mit Draht und viel Plastik-Sheet einiges getan. Die hydraulischen Stützen sollten nicht von Trident sondern vom Roco Grundbausatz übernommen werden. Da der Teil zwischen dem Windenaufbau und dem Motordeck gut einsehbar ist, habe ich auch hier mit einem angedeuteten Getriebestrang und ein paar Kabeln etwas mehr fürs Auge getan. Leider fehlen die seitlichen Anbauten der Bergeeinrichtung bis auf die Warnlichtstangen in Gänze. Hier habe ich ebenfalls alles neu aufgebaut und verkabelt. Die Schleppstange der Bergeeinrichtung wurde ebenfalls komplett neu gemacht und mit ein paar netten Ketten etwas lebendiger gestaltet.

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Die Bemalung

Die Bemalung wurde im sogenannten CARC Tarnschema durchgeführt. Nach einem Original-Tarnplan habe ich nach der Grundfarbe Nato-Green von Tamiya per Airbrush die Streifen in Nato-Black und Nato-Brown (ebenfalls Tamiya) mit dem Pinsel aufgebracht. Wichtig, wenn ihr Tamiya Farben mit dem Pinsel aufbringt - stark verdünnen und ein Gefäß benutzen, bei dem nicht allzuviel Luft direkt an die Fare kommt. Ich nehme hierfür kleine Plastikschnapsgläser aus dem Supermarkt. Tamiya Farben sind, wie alle Acrylfarben, schnall trocknend. Dies führt einmal zu häßlichen Schlieren wenn sie unverdünnt ist, und zum zweiten könnt ihr die Farbe nach einigen Minuten nur nach als schleimige Masse verarbeiten. Passiert gerne, wenn man sie aus dem Deckel aufnimmt. Die Alterung wurde mit Darkwash von MIG, einem Drybrush mit aufgehellter Grundfarbe und Tamiya Buff sowie MIG Pigmenten Dry Mud gemacht. Die Rostflecken wurden mit dunkelroter Pastellkreide verwirklicht.

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Die Decals

Die Decals sind ein Sammelsorium von verschiedenen Herstellern. Die Bumper Codes (Einheit und Fahrzeug Nummer Front/Heck) stammen von TL-Decals. Die Battalion Number ist von Roco und die Warntafeln sind aus einem Tamiya Bausatz geklaut. Ich denke mal hautsache am Ende sieht alles schön stimmig aus!

M984A1 Wrecker

Thomas Bautze

Publiziert am 08. April 2011

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