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Sikorsky H-34G

Mittlerer Transporthubschrauber der Heeresfliegerstaffel 855

von Hauke Ahrendt (1:72 Italeri)

Sikorsky H-34G

Das Vorbild

Der Hubschrauber wurde von Sikorsky mit der Bezeichnung S-58 auf den Markt gebracht, später aber aufgrund von Bezeichnungsmodifikationen der amerikanischen Armee in H-34 geändert.

Noch vor den ersten Einsätzen auf amerikanischer Seite im beginnenden Vietnamkonflikt wurde der H-34 durch die Franzosen in Algerien der Feuertaufe unterzogen. Hierbei zeigten sich einige Schwächen des Entwurfes. Dazu gehörten die im Boden liegenden Tanks, die dem Abwehrfeuer vom Boden aus sofort ausgesetzt waren. Ein weiterer Nachteil war die Position der Piloten. Diese erschwerte die Sicht nach vorne in die Landezone und bildete einen relativ großen toten Winkel.

Die  Reisegeschwindigkeit lag bei 160 km/h, 200 waren jedoch möglich. Die Dienstgipfelhöhe betrug 2.925 m, die Reichweite 435 km. Auch wenn verschiedene Quellen von einer Transportkapazität zwischen 2+11 und 2+18 sprechen, glaube ich, dass sie bei 2+12 oder 2+14 lag. Aber beschwören kann ich es nicht.

Sikorsky H-34G

Einsatz bei der Bundeswehr

Der H-34 wurde in drei Losen bei der Bundeswehr ab Herbst 1956 den Heeresfliegern, der Luftwaffe und den Marinefliegern zugeführt. Das letzte und größte Los erhielt die Truppe bis 1963. Den größten Anteil bei der Nutzung hatten die Heeresflieger. Insgesamt wurden über 100 H-34 bei der Bundeswehr eingesetzt. Da verschiedene Quellen die Stückzahlen mit 110, 121 und 144 beziffern und ich nicht weiß, wer die Zahlen von wem hat, kann ich hier auch keine genaue Angabe machen.

Zwei modifizierte H-34 wurden von der Flugbereitschaft genutzt. Unterscheidungsmerkmale waren die große Scheibe der Schiebetür, Einstiegstritte unter der Tür, ein zusätzliches Fenster auf der linken Kabinenseite sowie eine geänderte Innenausstattung.

Sikorsky H-34G

Der Einsatz der H-34 G bei der Luftwaffe und dem Heer endete 1974, bei der Marine ein Jahr später. 24 Maschinen wurden im Rahmen der Militärhilfe an Israel geliefert und weitere 76 an nichtmilitärische Nutzer verkauft. Der Rest ist in verschiedenen Museen oder auf Sockeln gelandet.

Abgelöst wurde der H-34 G bei der Bundeswehr durch den Bell UH1-D, den wohl jeder kennt und der auch heute noch mangels Anzahl einsatzbereiter Nachfolger noch ein klein wenig in Dienst bleiben wird.

Sikorsky H-34G

Das Modell

Das Modell ist der H-34 J von Italeri. Da der Bausatz auf dem Deckel auch Bundeswehrkennungen versprach und nicht teuer war, habe ich ihn mir vor längerer Zeit mal gezogen. Nun fiel er mir wieder in die Hände. Der Blick in die Schachtel versprach zum einen den schnellen Bau, und - oh Wunder – scheinbar hatte ich mal was besonderes damit vor, denn ich hatte damals wohl auch schon ein paar Ätzteile von Eduard in die Schachtel gelegt. Wusste ich gar nicht mehr. Dadurch sollte sich die Bauzeit etwas verlängern, wusste ich nun. Aber es war nicht so wesentlich, wie sich zeigte.

Zunächst aber erst mal wieder eine Internetrecherche, denn so gut kannte ich das Vorbild nicht. Es gibt einige zeitgenössische Einsatzbilder, im wesentlichen der Heeresflieger (klar, war ja auch der größte Nutzer), und viele davon in Farbe.

Der Bau ist eigentlich unkompliziert, die Passgenauigkeit gut und Nacharbeiten nur unwesentlich. Ein paar minimale Ergänzungen habe ich vorgenommen, und den größten Teil der Ätzteile. Ratz-fatz war der Hubschraubern an einem verregneten Wochenende gebaut.

Sikorsky H-34G

Lack

Die Lackierung ist recht simpel mit Revellfarbe durchgeführt. Das ging schnell, denn wie zu dieser Zeit üblich waren die Hubschrauber unifarben.

Sikorsky H-34G

Decals

Die Markierungen stammen zum Teil aus dem Bausatz, vieles aber aus der Grabbelkiste. Insbesondere die „HEER“-Schriftzüge sind extrem zu groß. Auch wegen der alten Kennung habe ich mangels Alternative auf die Restebox zurückgegriffen.

Weitere Bilder

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Sikorsky H-34G

 

Hauke Ahrendt

Publiziert am 11. Mai 2011

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