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1963 Chevrolet Impala SS Sport Coupé

"Jet Smooth Chevrolet"

von Ingo Degenhardt (1:25 Revell)

1963 Chevrolet Impala SS Sport Coupé

Das Original

Auch 1963 sollte wieder ein "Impala-Jahr" werden, wenn auch ohne dramatische Styling-Änderungen.

Die Modellpflege für den 63er Impala behielt die massive Frontstoßstange, aber die darüber liegenden Doppelscheinwerfer haben jetzt Einzeleinfassungen und zwei orangefarbene "Parklichter" sind auch noch dazugekommen. Die Windschutzscheibe ist noch flacher geworden, und so verliert ab diesem Modelljahr die A-Säule auch die letzte Rundung und zieht sich gerade vom Kotflügel zum Dach.

Die seitlichen Zierleisten sind sehr schmal geworden und befinden sich nun mittig auf den Wagenflanken, was dem Impala ein massigeres Aussehen verleiht. Am Heck finden sich die sechs runden Rückleuchten erneut in einem großen Aluminiumeinsatz, der der Rückansicht eine interessante Note gibt.

Insgesamt wirkt der 63er Impala größer und luxuriöser als sein Vorgänger, insbesondere in der Frontansicht - "big and bold" nannte Chevrolet dieses Auftreten des neuen Impalas.

1963 Chevrolet Impala SS Sport Coupé

Aber es gab 1963 nicht nur ein neues Blechkleid, es war auch das erste Jahr für selbstnachstellende Bremsen, ein auf Wunsch seitlich abklappbares Lenkrad und bei den Sport Coupés konnte man weiße oder schwarze Vinyldächer als Sonderausstattung ordern.

Wiederum eine brandheiße Option: Impala Super Sport: vorne Einzelsitze mit Vinylbezug, eine glänzende Mittelkonsole, Sportlenkrad und all die äußerlichen Attribute natürlich nicht zu vergessen. Hatte man sich dazu verleiten lassen, die 161,40 $ für die SS-Ausstattung auszugeben, musste man sich natürlich auch noch für einen passenden Motor entscheiden. Auch wenn die V8-Aggregate dominierten, gab es immer noch genug Käufer, die sich traditionell oder aus Sparsamkeitsgründen für den Sechszylinder entschieden. Diesen Kunden spendierte Chevrolet 1963 einen brandneuen Reihenmotor, der endlich den noch vom uralten "stove bolt six" (Ende der 20er) abstammenden Vorgänger ablöste und 140 PS leistete.

1963 Chevrolet Impala SS Sport Coupé

Gleich danach der beliebteste von allen, der 283er small block V8 - nun dank verbesserter/geänderter Zylinderköpfe und Nockenwelle mit 195 PS. Die beiden 327er leisteten 250 oder 300 PS, während der 409 jetzt in drei Versionen erschien: Die gemäßigte 340PS Variante und die beiden "high performance" Krawallbrüder mit 409 bzw. 425 PS. Alle 409-Impalas hatten verchromte Ventildeckel, verchromte Luftfiltergehäuse und einen Drehzahlmesser, aber nur der 340PS Motor konnte noch mit der Powerglide Automatic bestellt werden; die anderen beiden gab es nur mit 3- oder 4-Gang-Schaltgetriebe. Noch passend zur Motorisierung und bevorzugtem Fahrstil eine von sechs Getriebeübersetzungen ausgewählt und endlich hatten auch die Ehefrauen ein Wörtchen mitzureden - die Wahl zwischen 18 Uni- und elf Zweifarblackierungen war sicherlich nicht die Einfachste.

1963 Chevrolet Impala SS Sport Coupé

Wer Wert auf etwas mehr Komfort und Sicherheit legte, bestellte sich von der wie immer schier unendlichen Sonderausstattungsliste noch die Powerglide-Automatik (199,10$), den zweistufigen Scheibenwischer (17,25$), getönte Scheiben (37.70$), gepolsterte Armaturenabdeckung (18,30$), Beckengurte (18,85) oder linken und rechten Außenspiegel (10,-$).

Einer der wenigen Kritikpunkte der Käufer am 63er Impala war die Verwendung von Warnleuchten ("Idiot lights") anstelle von echten Anzeigeinstrumenten für Öl, Temperatur und Batterieladezustand. Neben dem Tacho war die Benzinanzeige das einzige richtige motorbezogene Instrument. Vom Kauf schien das allerdings kaum jemanden abzuhalten, denn der Erfolg des Impala hielt unverändert an. 832.000 Stück werden in diesem Modelljahr verkauft, davon allein etwa 150.000 Super Sport Coupés und Convertibles. Die mit Abstand meistverkauften Varianten sind aber die weniger auffälligen viertürigen Sedans und Sport Sedans (ohne B-Säule).

Am 10. Juni 1963 wird in der GM-Fabrik in Tarrytown, N.Y. der 50millionste Chevrolet (ein Impala SS) gebaut.

1963 Chevrolet Impala SS Sport Coupé

Das Modell

Das Revell-Modell kann, wie viele andere Impala-Bausätze auch, entweder als Serien- oder Lowridervariante gebaut werden. Für mich kam allerdings wie immer nur die Serienversion in Frage, weil ich es nicht ausstehen kann, wenn die schönen Autos mit furchtbaren Chromfelgen, Niederquerschnittsreifen und anderem Schnickschnack verschandelt werden.

Dargestellt ist ein Sport Coupé mit SS-Ausstattung und 327er V8. Als Lackierung habe ich die "two-tone option" Daytona Blue/Ermine White zum Vorbild genommen und wie immer anhand von Ditzler-Farbchips angemischt; wobei das Weiß hier schlichtes Humbrol Glanzweiß ist. Auch bei diesem Wagen konnte ich nicht widerstehen, ihm meine Lieblingsinnenraumfarbe Rot zu verpassen. Seidenmattrot simuliert das leicht glänzende Vinyl der Super Sport-Polsterung, während rote Viskosefasern den Teppich darstellen. Als kleinen Showeffekt hat dieser Impala die Sonderausstattung "dummy left rear antenna", also eine völlig funktionslose Antenne auf dem hinteren linken Kotflügel, die einfach nur gut aussieht und sonst nichts.

1963 Chevrolet Impala SS Sport Coupé

Das damals alle Chevrolet-Motoren in "Chevy engine red" lackiert waren, bringt etwas Farbe in den Motorraum, den ich noch mit einigen Kabeln und Schläuchen zusätzlich detailliert habe.

Das Kühlerbauteil und die SS-Radkappen bekamen noch einen "Wash" in verdünntem Mattschwarz, um die jeweiligen Öffnungen darzustellen.

Der Zusammenbau des Modells verläuft ohne nennenswerte Schwierigkeiten, nur Motorhaube und Kofferraumdeckel lassen sich nicht so gut öffnen und schließen wie vorgesehen, weshalb ich die Kofferraumklappe verklebt habe.

1963 Chevrolet Impala SS Sport Coupé

Quellen

  • American Classics - Impala 1958 - 2000, D. Burger & R. Genat
  • ww.348-409.com
Chevrolet, Chevy, Impala, BelAir, the Bowtie, all related emblems and vehicle body design are trademarks of General Motors Corporation.

Ingo Degenhardt

Publiziert am 14. Juli 2011

Die Bilder stammen von Lutz Degenhardt.

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