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Bristol F.2B Fighter

von Stefan Moser (1:32 Wingnut Wings)

Bristol F.2B Fighter

Eine Vorgeschichte

Ich gehöre jenem Typ Modellbauer an, der Bausätze eher hortet als sie wirklich zu bauen. Mein letztes fertiggestelltes Flugzeugmodell liegt sicherlich zehn Jahre zurück. Flugzeuge des ersten Weltkriegs und ihre Darstellung im Modell haben immer schon eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt, und so fanden auch zwei Bausätze des neuseeländischen Herstellers Wingnut Wings ihren Platz in meinem Stapel.

Vor zwei Monaten überkam es mich. Ich wollte „etwas bauen“ und es sollte ein Doppeldecker werden. Da ich mich vor den eher komplizierten (und teuren) WNW Bausätzen etwas fürchtete, beschloss ich „zum Üben“ einen „idiotensicheren“ Doppeldecker in Gestalt des Tamiya Swordfish zu bauen. Nach zwei Wochen wurde ich für meine Bemühungen mit einem schiefen Plastikklumpen voller abstehender Photoätzverspannungen belohnt, dessen Ähnlichkeiten mit dem Original überschaubar waren. Ich blickte auf das entstandene Desaster, dachte mir, dass jetzt ohnehin alles egal sei und stürzte mich auf den WNW Bristol Fighter.

Bristol F.2B Fighter

Das Vorbild

Der Bristol Fighter wurde ab Dezember 1916 vom RFC eingesetzt. Anfangs waren die Erfolge der als "Biff"  bekannten Maschine eher gering. Durch aggressivere Taktik wurde aus dem Bristol Fighter jedoch bald eines der erfolgreicheren Jagdflugzeuge auf Seite der Entente. Bei den Luftwaffen des Commonwealth blieben die Flugzeuge zum Teil bis Mitte der 30er Jahre im Einsatz.

Bristol F.2B Fighter

Der Bausatz

Das WNW Modell stellt die Variante F.2B des Bristol Fighters dar, die ab April 1917 zum Einsatz kam. Ausgeliefert wird es in einer großen, stabilen Schachtel in der die acht einzelverpackten Spritzgussrahmen gut untergebracht sind. Des Weiteren gibt es eine kleine Ätzteilplatine, einen großen Bogen mit den von Cartograph gedruckten Markierungen für fünf Maschinen und einen kleineren Bogen für die Markierungen von Propeller und Streben. Die Anleitung liegt in Form eines 26 Seiten umfassenden, farbig gedruckten Hefts vor. Dieses beinhaltet sehr klar dargestellte Arbeitsschritte, die es selbst für einen Anfänger möglich machen, den Bau gut über die Bühne zu bringen sowie eine Vielzahl von Photos der Maschinen im Einsatz und von einem erhaltenen Original.

Die Passgenauigkeit der Teile ist extrem gut. Für einen Anfänger zum Teil sogar fast zu gut, denn es genügt schon ein etwas zu dicker Farbauftrag oder ein kleiner Fehler, um Teile nicht mehr wie geplant verbauen zu können. Besonders problematisch war dies beim Einbau der Rolls Royce "Falcon" Motors, der nicht unter die Haube passen wollte. Es ist am Schluss dann doch gegangen, wobei zu sagen ist, dass der Motor eigentlich ein eigenständiges Modell mit über 30 Einzelteilen darstellt. Es ist eigentlich schade, dass man von ihm beim fertigen Modell nicht mehr all zuviel sieht. Für die Verspannung und die Steuerseile habe ich die vom Hersteller angebotenen elastischen Fäden verwendet, die für diese Arbeit ideal sind. Bemalt wurde mit Tamiya Farben, wobei ich erstmals fast komplett mit einer Airbrush gearbeitet habe.

Bristol F.2B Fighter

Fazit

Die Qualität des WNW Bausatzes ist beeindruckend. Immerhin ist es mir als praktisch völligem Anfänger gelungen ein Modell zu bauen welches (trotz einiger Baufehler) eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Vorbild aufweist.

Bristol F.2B Fighter

Bristol F.2B Fighter

Stefan Moser

Publiziert am 15. Dezember 2011

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