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Boeing P-8A Poseidon

von Marco Coldewey (1:144 Revell)

Boeing P-8A Poseidon

Infos zum Original:

Der momentane Standard-Aufklärer der amerikanischen Marine ist ein Muster, die Lockheed P-3 Orion, welches sich schon seit 1962 im Einsatz befindet. Mitte der 80er wurde eine Ausschreibung gestartet, um diese alternde Flotte zu ersetzen, um die ansteigenden Betriebskosten zu verringern. 1989 bekam, wieder Lockheed, den Auftrag dieses neue Flugzeug zu bauen. Nachdem Lockheed eine Kostenüberschreitung von $300 Mio. bekannt gab, wurde dieses Projekt, nur ein Jahr später, ersatzlos gestrichen.

Nach dem Ende des Kalten Krieges, gab man, aus Kostengründen, eine P-3 Nachfolge auf. Nach einigen Modernisierungsmaßnahmen wurde allerdings schnell klar, dass die ansteigenden Kosten keinen längeren Betrieb der P-3 mehr zuließen.

Boeing P-8A Poseidon

Im Jahre 2000 wurde ein neues Anforderungsprofil erstellt, welches unter anderem eine höhere Reichweite und auch die Steuerung von zukünftigen Drohnen umfasste. Lockheed und Boeing meldeten sich für die Ausschreibung an.

Lockheed wollte mit dem Projekt Orion 21 die P-3 umfassend überarbeiten. Zwischenzeitlich bot sich auch BAe Systems mit einer überarbeiteten Version ihrer aus dem Jahre 1969 stammenden Nimrod an. Boeing hingegen plante ein Konzept auf Grundlage der Boeing 737-800 aus ihrer zivilen Sparte. Was keine neue Idee ist, die Lockheed P-3 Orion basiert auf der Lockheed L-188 Electra. Am 14.06.2004 erhielt Boeing den Zuschlag für den neuen Seeaufklärer Boeing P-8 Poseidon.

Boeing P-8A Poseidon

Das Auftragsvolumen für 123 Flugzeuge dieses Typs beträgt rund $16,8 Mrd., für die technischen Systeme fungieren Firmen wie u.a. Raytheon, Northop Grumman, GE Aviation Systems und BAe Systems. Das Flugzeug wurde strukturell verstärkt, ein Waffenschacht hinter den Flügeln eingebaut, Antennen und Sensoren angebracht und die Möglichkeit für die Mitführung von externen Waffen gegeben, mittels je zwei Aufhängepunkten unter den Flügeln. Bereits drei Nationen (Australien, Indien und Kanada) haben Aufträge gegeben, um ihre alternde Seeaufklärerflotte zu modernisieren.

Boeing P-8A Poseidon

Infos zum Bau:

Lange gab es keine Boeing 737-800 mehr von mir, nun kommt sie als militärische Variante. Die Idee, dieses Flugzeug zu bauen, hatte ich schon seit dem ich von dem Projekt erfuhr. Erst jetzt sind die nötigen Teile erschienen, um das auch umzusetzen. Als Basis dient eine Revell 737-800, die Triebwerke  wurden durch Contrails ersetzt, da diese die Form deutlich besser treffen. Ich bin langsam auf den Geschmack von Ätzteilen gekommen, Extratech aus Tschechien bietet da einiges, um auch dieses Flugzeug noch etwas aufzuwerten. Für den Umbau nutzte ich ein Set von Contrails, welches alle relevanten System beinhaltet. Ich habe allerdings später fast alle kleinen Antennen durch eigene ersetzt, da diese entweder zu dick waren oder die falsche Form hatten. Die Decals stammen von Draw Decals.

Der Bau verlief recht problemlos, die Fenster wurden komplett verschlossen, ebenso musste die Gravur des vorderen Notausgangs entfernt werden. Die 737 besitzt erstmalig Raked Wings, welche sonst nur bei der 767, 777 und 787 angebracht wurden. Das Heck musste abgesägt werden, dort fand ein neues Resinteil seinen Platz, welches u.a. den M.A.D. Sensor beherbergt. Zudem wurde auf das Leitwerk noch eine Satcom Antenne aufgesetzt. Die Waffen stammen aus der Restekiste. Lackiert wurde das Flugzeug ausschließlich mit Xtracolor Farben.

Weitere Bilder

Boeing P-8A PoseidonBoeing P-8A PoseidonBoeing P-8A PoseidonBoeing P-8A PoseidonBoeing P-8A PoseidonAuch der Patch der neuen P-8A darf nicht fehlen.

Boeing P-8A Poseidon

 

Marco Coldewey,
modellbau.mc84.de

Publiziert am 07. März 2012

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