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Albatros C.III

von Sebastian Rosenboom (1:48 Special Hobby)

Albatros C.III

Nach einigen Jets der Bundesluftwaffe wollte ich mich wieder einmal den fliegenden „Drahtverhauen" des Ersten Weltkrieges widmen. Hierbei fiel mir ein Bausatz der tschechischen Firma Special Hobby aus dem Jahr 2009 in die Hände, der einen vielversprechenden Eindruck machte. Neben den sauber gegossenen Bauteilen enthielt der Karton zahlreiche Ätzteile, mit denen das Modell verfeinert werden konnte.

Albatros C.III

Das Original der Albatros C. III erschien im Frühsommer 1916 und war bei den Mittelmächten bis weit ins Jahr 1917 an allen Fronten im Einsatz. Die zweisitzige Maschine war mit einem bis zu 180 PS starken Reihenmotor ausgestattet und verfügte über zwei Maschinengewehre. Ein Spandau LMG 08/15 schoss synchronisiert durch den Propeller, wohingegen ein Parabellum LMG 14 auf einem Drehkranz vom Beobachter bedient wurde. Diese Bewaffnung diente nicht nur zum Beschuss von Bodenzielen im Tiefflug, sondern auch zur Verteidigung gegen angreifende Jagdeinsitzer. Ein wehrloses Opfer stellte die C. III daher keinesfalls dar. Das vielseitige Flugzeug kam als Aufklärer, leichter Bomber und als Erdkampfflugzeug zum Einsatz und leistete dabei wegen seiner Zuverlässigkeit und Robustheit gute Dienste. Auch nach 1918 blieb die Maschine bei den polnischen und baltischen Luftstreitkräften noch im Dienst.

Albatros C.III

Der Bau ging anfangs schnell von der Hand. Die damals recht spartanische Cockpitausstattung ist gut wiedergegeben und wurde durch Ätzteile noch verfeinert. Gleiches gilt für die Motorsektion. Ob der dargestellte Bombenschacht in Form von vier Löchern im Cockpitboden wirklich so aussah, entzieht sich meiner Kenntnis. Auch der weitere Bau verlief ohne größere Probleme, lediglich beim Zusammenfügen der Rumpfhälften kam etwas Spachtelmasse zum Einsatz. Die Anlenkungen für die Leitwerke entstanden aus gezogenem Gussast.

Albatros C.III

Eine echte Geduldsprobe war das Anbringen der Tragflächenverspannungen. Diese entstanden aus einem 0,2 mm dicken Nylonfaden, der wiederum aufgespalten wurde. Auf diese elastischen Fäden wurden jeweils die Spannschlösser aus Ätzteilen aufgefädelt und an den entsprechenden Streben mit Sekundenkleber fixiert. Zum Schluss wurden noch Propeller, Kühler und das Beobachter-MG angebracht und die Maschine etwas gealtert. Da ich ansonsten eher sauber gehaltene Sonderlackierungen baue, hielt sich dieser Vorgang aber in einem überschaubaren Rahmen. Nach dem Anbringen der Decals erfolgte abschließend noch eine Versiegelung des Modells mit mattem Klarlack.

Albatros C.III

Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Modell. Zusammen mit einigen weiteren Fliegern des Ersten Weltkrieges wird diese Albatros C. III übrigens bald ihren Platz in einem kleinen Diorama finden.

Albatros C.III

Albatros C.III

Sebastian Rosenboom

Publiziert am 15. März 2012

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