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IAI Dagger A

von Christian Lehmann (1:72 High Planes Models)

IAI Dagger A

Hier nun der Baubericht zur IAI Dagger des Herstellers HPM. Der Bausatz wurde ja von mir bereits vorgestellt, so dass ich mich auf den Bau und die Lackierung beschränken kann.Gemäß Bauanleitung wurde mit dem Cockpit und dem aus fünf Teilen bestehenden Schleudersitz begonnen. Dieser besitzt bereits angespritzte Polster, Sitzgurte mit Schnallen, sowie den Abzugshebel zum Auslösen des Sitzes. Wenn man hier sauber arbeitet, erhält man bereits einen ausreichend detaillierten Sitz. Als Farbangabe für Cockpit und Sitz gibt HPM Schwarz über alles vor. Zur farblichen Gestaltung sollte deshalb zusätzliches Quellenmaterial zu Rate gezogen werden.

IAI Dagger A

Die weiteren Schritte bereiten keine Probleme. Besonderes gelungen finde ich die konstruktive Lösung für die Montage des Rumpfrückens (Baustufe 5). Dieser liegt als ein Teil bei, welches in die Rumpfhälften eingesetzt wird. Dadurch gibt es zum einen keine Trennfuge auf dem Rumpfrücken, die mühsam gespachtelt und verschliffen werden muss, und es ergibt sich andererseits am Übergang von Rumpfrücken zum Rumpf eine scharfe Kante.

IAI Dagger A

Etwas Spachtelarbeit fällt an der Unterseite der Tragflächen sowie am Tragflügel-Rumpf-Übergang an.

IAI Dagger A

In Baustufe 6 muss entschieden werden mit welcher Außenlastkonfiguration das Modell versehen werden soll, da die entsprechenden Löcher in Rumpf und Tragflächen geöffnet werden müssen. Hinweise bezüglich möglicher Außenlastkonfigurationen gibt Baustufe 17 der Bauanleitung. Hier ist meiner Meinung nach allerdings ein Schwachpunkt des Bausatzes. Es werden neben verschiedenen Abwurftanks als mögliche Konfiguration auch Bomben und Luft-Luft Raketen angegeben. Aber weder die Bomben noch die Pylone dafür sind im Bausatz enthalten. Ebenso fehlen Angaben für die Position der Pylone der Bomben.

Laut "Wings of the Malvinas" von Santiago Rivas bestand die Standard Jagdbomber Konfiguration aus drei Stück 1300 l Zusatztanks (2x Tragfläche + 1xRumpf) + 2 Bomben unter dem Rumpf. Leider liegen dem Bausatz nur zwei Stück 1300 l Zusatztanks bei. Ich habe mich für einen Kompromiss entschieden und zwei Unterflügeltanks vorgesehen.

Die Konfiguration mit den Luft-Luft Flugkörpern ist nach o.g. Quelle in der Anfangsphase des Falklandkrieges eingesetzt worden. Da nur einige Flugzeuge so ausgerüstet waren, ist für diese Konfiguration ein Quellenstudium notwendig, um das Modell mit der korrekten Kennung zu versehen. Für den Bau dieser Konfiguration liegen dem Bausatz zumindest die entsprechenden Pylone bei, allerdings wird auf die Verwendung dieser Teile in der Bauanleitung nicht eingegangen. Die Flugkörper (und auch die Bomben) könnte man dem PM Models Bausatz der Mirage IIIEA entnehmen.

In Baustufe 12 sind anstatt der Bauteile A45 und A46 die Bauteile E45 und E46 zu verwenden.Zur Anbringung der Blattantennen (C15 und C16) an der Rumpfunter- und Rumpfoberseite findet sich kein Hinweis in der Bauanleitung, jedoch ist die dafür vorgesehene Stelle eindeutig am Rumpf zu erkennen. Hier helfen auch Fotos der Originale weiter.

Das Modell wurde abgesehen von den obligatorischen Bremsleitungen am Fahrwerk und den um 4 mm verbreiterten Steuerflächen an den Zusatztanks aus der Schachtel gebaut. Um die eleganten Linien dieses Flugzeuges besser zur Geltung zu bringen habe ich die Cockpithaube geschlossen dargestellt.

IAI Dagger A

Ich habe mich für die Markierungsmöglichkeit Nr. 2 entschieden. Dabei handelt es sich um die Maschine mit der Kennung C-430 der Grupo 6 de Caza, Escuadron I "Avutardas Salvajes", stationiert in San Julian. Sie wurde am 24.05.1982 durch die Sidewinder einer Harrier abgeschossen. Dabei wurde sie von Capitiano Raul Diaz, der den Abschuss überlebte, geflogen.

Die in der Anleitung dargestellten blauen Identifikationsmarkierungen waren in Wirklichkeit türkisgrün. Der Farbton entstand, da die ursprünglich gelben Markierungen mit grüner Farbe überspritzt wurden. Der Befehl dazu erfolgte am 24.05.1982. Das bedeutet, dieses Flugzeug existierte nur wenige Stunden mit dieser Markierung.

Von der Maschine gibt es in dem o.g. Buch ein Farbfoto. Dieses habe ich auch bei der Lackierung der Zusatztanks herangezogen. Das ist notwendig, da die Tanks nicht einheitlich lackiert waren.

Den korrekten Farbton der türkisgrünen Markierung habe ich ebenfalls nach Fotos in diesem Buch erzeugt. Dafür habe ich die abgeklebten Bereiche zuerst gelb und anschließend nicht deckend mit Life Color UA 126 überspritzt. Da auf dem o.g. Foto erkennbar ist, dass die Farbe nicht gleichmäßig gedeckt hat, habe ich die Haarspraymethode eingesetzt, um einen entsprechenden Effekt am Modell zu erzielen.

Die Lackierung erfolgte mit Humbrol Hu29, Hu116, Hu 118, Tamiya XF-58, XF-3 und Life Color UA 126.

Abschließend erfolgte ein dezentes Pin Washing mit fertigen MIG Washes und die Anbringung leichter Strains mit Ölfarbe.

Für die Markierung wurden ausschließlich die sauber gedruckten, gut haftenden Wasserschiebebilder des Bausatzes verwendet.

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IAI Dagger A

 

Alles in allem ließ sich der Bausatz ohne Probleme in ein Model der IAI Dagger verwandeln. So fanden alle Gravuren einer Rumpfseite ihr entsprechendes Pendant an der gegenüberliegenden Rumpfseite bzw. dem Rumpfrücken (für mich ein Qualitätsmerkmal). Da keine Passstifte vorhanden sind, ist beim Verkleben der Bauteile erhöhte Sorgfalt notwendig. Dieses sollte aber auch den ungeübteren Modellbauer nicht vor Probleme stellen.

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Fazit:

Ein gelungener Einstand für HPM den ich guten Gewissens empfehlen kann.

Quellen:

Christian Lehmann

Publiziert am 30. Juli 2012

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