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IJN Yamato

von Rainer Michalek (1:350 Tamiya)

IJN Yamato

Technische Daten:

Abmessungen:

  • 263,5 m Länge über alles
  • 38,9m Breite
  • 10,4m Tiefggang

    Panzerung:

  • Wasserlinie 406 mm,
  • Deck, 196 mm,
  • Haupt-Geschütztürme 507-511 mm.

    Bewaffnung:

  • 9 45,7-cm- Geschütze in Drillingstürmen,
  • 6 15,5-cm in Drillingstürmen,
  • 24 12,7-cm-Flak,
  • 150 2,5-cm-Flak,
  • 8 Torpedorohre 60,9cm.
  • 7 Bordflugzeuge.

    Besatzung 3332 Mann

    Max. Geschwindigkeit: 27 Knoten

    Verdrängung: 63721 ts.

  • Geschichtliches über die Yamato

    Die Yamato lief am 8. September 1940 auf der Marinewerft in Kure vom Stapel. Die Bauzeit betrug insgesamt rund 49 Monate. Am 16. Dezember 1941 erfolgte schließlich die Indienststellung. Vom 3. bis zum 6. Juni 1942 nahm die Yamato an den Kämpfen um Midway teil, wo sie jedoch ihre Schlagkraft nicht zeigen konnte. Im Juni 1943 wurde sie nach Truk verlegt, wo sie am 25. Dezember 1943 einen Torpedotreffer durch das amerikanische U-Boot Skate erhielt, bei dem ca. 3.000 t Wasser einliefen. Daraufhin kam sie zur Reparatur wieder nach Kure, wobei man gleich die 15,5 cm Seitentürme ausbaute. Durch die Luftüberlegenheit der USA wurde die Flakbewaffnung verstärkt und das Type 21 Radar eingebaut. Am 24. Oktober 1944 nahm die Yamato zusammen mit ihrem Schwesterschiff, der Musashi, an der Schlacht um Leyte teil. Bei diesen Kämpfen erhielt die Yamato drei Bombentreffer, die jedoch nur geringen Schaden verursachten. In der Schlacht von Samar setzte sie das erste Mal ihre 46,0 cm Hauptbewaffnung ein. Dabei versenkte sie den amerikanischen 7.920 t Begleitträger Gambier Bay und einen Zerstörer, wobei sie 104 Schuss der schweren Artillerie verschoss. Am 11. November 1944 lief sie erneut in Kure ein, wo ihre Schäden behoben wurden und die Flakbewaffnung weiter gesteigert wurde. Am 1. April 1945 begann die Schlacht um Okinawa. Die kaiserliche Marine versuchte mit letzten Kräften eine Invasion zu verhindern. Der Plan "Ten" wurde vom Generalstab genehmigt, welcher vorsah, dass die Flotte bei einer Invasion Okinawas eingreifen sollte. Die Flotte litt aber unter starkem Treibstoffmangel, zudem waren nicht mehr viele Schiffe einsatzbereit. So kam es, dass ein Kampfverband aus dem Schlachtschiff Yamato mit nur 2.500 t Treibstoff, dem leichten Kreuzer Yahagi und acht Zerstörern nach Okinawa auslief. Seine Aufgabe war es, die amerikanische Flotte anzugreifen oder im schlimmsten Fall auf den Strand aufzulaufen und als Küstenbatterie tätig zu werden, denn für eine Rückkehr waren die Treibstoffvorräte zu gering. Auf dem Weg dorthin wurde der Verband am 7. April 1945 von 386 Trägerflugzeugen angegriffen. 13 Torpedotreffer und acht Bombentreffer brachten die Yamato nach 2 stündigem Gefecht zum Sinken. Sie sank 340 m tief und riss dabei 2.498 Besatzungsmitglieder in den Tod.

    IJN Yamato

    Das Modell:

    Ich habe mich bei diesem exzellenten Bausatz des Schlachtschiffs Yamato von Tamiya im Maßstab 1: 350 entschlossen, einen Ätzteilsatz von Eduard mit einzubauen, da einige Teile doch recht grob ausgefallen waren. Die Spritzlinge sind recht gut gegossen, so dass man kaum Nacharbeit hat. Die Teile wie Kräne und Katapultanlagen müssen ersetzt werden, wenn man ein vernünftiges Ergebnis haben möchte. Es ist natürlich eine Preisfrage, ob man das Geld ausgeben möchte oder nicht. Aber das Ergebnis ist wenn man die doch recht zierlichen Teile ordentlich verarbeitet ein Augenschmaus.

    IJN Yamato

    Der Bau

    Ich habe mich entschieden ein Vollrumpfmodell zu bauen, obwohl Tamiya eine Wasserlinienmarkierung innen zum Auftrennen des Rumpfes dargestellt hat. An der Stelle ist im Schiffsrumpf eine Sollbruchstelle, so dass man den Rumpf ohne Schwierigkeiten trennen kann. Der Rohbau des Schiffes geht eigentlich recht gut von der Hand. Bei der Hauptartillerie wurden diverse Teile abgetrennt und durch Ätzteile ersetzt. Auch bei den Barbetten der 15 cm Mittelartillerie wurden mehrere Teile des Ätzteilbogens verwendet. Leitern, Lüftungen, Türen und vieles mehr werden abgetrennt oder abgeschliffen und durch die entsprechenden Teile ersetzt. Dieses Verfahren hat mich während des ganzen Baues der Yamato begleitet. Da der Ätzteilsatz auf den Bausatz abgestimmt ist und die Bauanleitung von Eduard sehr verständlich und gut bebildert ist, muss man an dieser Stelle der Firma ein großes Lob ausprechen. Was mich an dem Bausatz der Yamato wirklich stört, dass das Deck getrennt ist, und wenn man es nicht haargenau zusammensetzt eine hässliche Naht zu sehen ist. Ich habe sie mit Spachtelmaße geschlossen, was mich aber nicht wirklich befriedigte. Mal sehen ob ich sie mit einigen Washings kaschieren kann.

    IJN Yamato

    Die Bemalung

    Ich benutzte ausschließlich Farben von Revell oder Humbrol. Den Rumpf wurde mit der Airbrush lackiert, die Aufbauten pinsellackiert, indem die Farbe mit viel Feuerzeugbenzin verdünnt wurde, damit die Pinselstriche verlaufen. Da ich das Modell zum Schluss noch altern wollte, kam es mir nicht darauf an den richtigen Farbton zu treffen, da es bei dem späteren Aussehen nicht ins Gewicht fällt.

    IJN Yamato

    Das Altern

    Beim letzten Finish kann man eigentlich genau so vorgehen, als wenn man einem Panzer den letzten Schliff gibt. Nur ist dabei zu beachten, dass man bei einem Schlachtschiff behutsam die Farben einsetzt. Das Washing bestand aus Feuerzeugbenzin und Künstlerölfarbe schwarz. Diese machte ich so flüssig, dass sich die schwarze "Brühe" in alle Ritzen verteilt. Zuerst denkt man, oooh ist das Dunkel, aber wenn das Benzin verflogen ist, wird der Eindruck besser. Wenn man das ganze Schiff so behandelt hat, kommt das Beste vom Ganzen. Man kann dazu Künstlerölfarbe, aber auch Modellbaufarben benutzen. Ich bevorzuge Schminke Ölfarben da diese nicht so schnell eintrocknen. Zuerst habe ich mit Weiß angefangen das Schlachtschiff trocken zu bemalen. Da dieses zu intensiv war, bin ich auf Hellgrau umgestiegen. So habe ich dann die Highlights des Modells hervorgehoben. Ich benutze dafür allerdings keinen Borstenpinsel sondern einen Haarpinsel der Größe 0 um die bereits befestigte Reling zu schonen. Nun ging es an die Roststellen, für die ich Acrylfarben der Firma Vallejo benutze. Ich mixte die Farben 982 Cavalry Brown und 941 Burnt Umber zu einem rostroten Farbton.

    IJN Yamato

    Takelage

    Für die Takelage habe ich schwarzen, dünnen Zwirn benutzt der eigentlich in jedem Haushalt anzutreffen ist. Ich habe bei der Arbeit festgestellt, dass wenn man den Zwirn nach dem Abschneiden von der Rolle noch ein paar Mal durch die Hände gleiten lässt, er rauer wird und im Ganzen dicker erscheint. Also gleich von der Rolle ans Schiff. Mittlerweile bin auch ich zu der Erkenntnis gekommen, dass der Zwirn zu dick ist. Ich werde für mein nächstes Schiff zu Haaren oder dünnem Draht greifen.

    IJN Yamato

    Der Flugzeughangar

    Die Yamato führte 7 Bordflugzeuge mit sich.Es waren die Typen: Mitsubishi F1M2 `Pete` und Aichi E13A `Jake`. Die Planen auf den Kuttern habe ich aus Alufolie gefertigt.

    IJN Yamato

    Die Brücke

    Hier nun ein Blick auf die Brücke und die Barbette mit dem 15,5 cm 60cal 3 ´NENDO SHIKI´ Drillingsturm. Im Vordergrund die 12,7 cm 40cal ANTI-AIRCRAFT Zwillingstürme Model A-1-3. Unten die Type 96 `SHIKI`25mm Drillingstürme.

    IJN Yamato

    Die Hauptbewaffnung

    Die Gravuren bei den Planen sind von Tamiya sehr schön gearbeitet worden. Man kann sie gut hervorheben, indem man etwas verdünnte Farbe reinlaufen lässt. Das Weiß ist ein wenig abgedunkelt worden, damit es eher dem Orginal entspricht.

    IJN Yamato

    Fazit:

    Dieses Modell des Schlachtschiffes Yamato von Tamiya ist ein tolles Modell, wenn es richtig gebaut wird. Das Preisleistungsverhältnis geht in Ordnung. Wenn man sich das Heck anschaut, kann man doch nur in den Laden gehen und zuschlagen.

    Referenzen:

    Für den Bau ist richtige Literatur unumgänglich. Ich habe mir extra für dieses Modell das Buch THE BATTLESHIP YAMATO von Janusz Skulski aus der Reihe Anatomy of the Ship gekauft. Es ist in englischer Sprache gehalten, was aber nichts macht, da es hauptsächlich aus Risszeichnungen und Querschnitten besteht.

    ISBN 0-87021-019-X, zu beziehen bei www.amazon.de

    Rainer Michalek

    Publiziert am 13. Februar 2005

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