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Yak-18 T "Arctic"

(Decarli Model - Nr. 10)

Decarli Model - Yak-18 T

Produktinfo:

Hersteller:Decarli Model
Sparte:Flugzeuge Zivil
Katalog Nummer:10 - Yak-18 T "Arctic"
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Resin, Vacu, ...)
Erschienen:2014
Preis:ca. 39 €
Inhalt:
  • 24 Resinteile
  • eine Vaku-Kabinenhaube
  • ein Decalbogen
  • Bau- und Bemalungsanleitung

Besprechung:

In Deutschland zugelassene Jak-18T
In Deutschland zugelassene Jak-18T

Geschichte:

Die Jak-18T entstand 1966 aus dem Schul- und Sportflugzeug Jak-18. Der Erstflug war bereit 1967, wo die Jak-18T auch auf der Pariser Luftfahrtausstellung in Le Bourget gezeigt wurde. An der Entwicklung für die Aeroflot als Trainings- und leichtes Transportflugzeug war auch der Sohn von Alexander Jakowlew, Sergei beteiligt. Die Serienproduktion lief erst 1973 in Smolensk an. Zwischen 1973 und 1982 wurden 587 Maschinen produziert. Im Jahre 1993 gab es unter der Führung von Slawa Kondratjew (Technoavia) eine Wiederaufnahme der Produktion, wo noch einmal ca. 50 Flugzeuge gebaut wurden. Es gibt noch einige Liebhaber der robusten Jak-18T in Deutschland, die aber aus zulassungstechnischen Gründen mit russischen oder litauischen Kennzeichen fliegen.

Russisch registrierte Jak-18T, RA-3347K, in Bad Frankenhausen. Trittbügel und Haltegriffe im Kit nicht vorhanden.
Russisch registrierte Jak-18T, RA-3347K, in Bad Frankenhausen. Trittbügel und Haltegriffe im Kit nicht vorhanden.

Modell:

Martin Decarli, ein tschechischer Modell-Enthusiast, gießt schon einige Jahre fleißig Resin in seine selbstgemachten Formen und beglückt damit so manchen Modellfreund. Dabei entstehen immer exklusive Modelle. In der Hauptsache sind das Sport- und Ultraleichtflugzeuge im Maßstab 1:72. Die Jak-18T gibt es noch als zweiten Bausatz von Decarli, mit Decals der AEROFLOT in Blau, der litauischen Luftwaffe und einer ungarischen zivilen Bemalung. Unser Bausatz ist recht einfach gehalten und besteht aus lediglich 24 Teilen, inklusive einer tiefgezogenen Kabinenhaube. Der Propeller ist zweimal vorhanden, sicher ein Verpackungszufall. Verpackungstechnisch, eine Wellpapp-Faltschachtel, die Teile, getrennt in einzelne Abschnitte, in PVC-Folie eingeschweißt.

Decarli Model - Yak-18 T "Arctic"

Decarli Model - Yak-18 T "Arctic"

Decarli Model - Yak-18 T "Arctic"

Trotzdem ist die Gussqualität recht gut. Paneellienen und Ruderspalten sind fein angedeutet, obwohl man hier und da mal eine Linie nachgravieren muss. Im Cockpit ist zwar das Wichtigste vorhanden, aber hier kann man mit dem entsprechenden Vorbildmaterial noch eine Menge machen. Was dem Bausatz echt fehlt, ist eine Ätzteilplatine mit den vielen Kleinigkeiten, wie Trittbügel, Haltegriffe und ein paar Sitzgurten. Hier ist nun wieder die Kreativität des Modellbauers gefragt. Die Fahrwerksbeine sind aus schwarzem Resin hergestellt. Ob darin eine Versteifung aus Draht eingegossen ist, konnte ich nicht feststellen. Das Modell wird ohnehin schon schwerer, zumal der Hinweis auf ein Ballastgewicht im Rumpfbug fehlt. Der Decalstreifen von Arktic Decals ist für zwei Bemalungsvarianten sauber auf einem dünnen Trägerfilm gedruckt. Eine einfache farbige Bauanleitung zeigt auch den Flugzeugunkundigen, wo jedes Bauteil hingehört. Die Farben werden mit Humbrol angegeben.

Decarli Model - Yak-18 T "Arctic"

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Weitere Bilder

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Yak-18 T "Arctic"

 

Darstellbare Maschinen:
  • Jak-18T, CCCP-44315 einer Flugschule im russischen Arktisgebiet, 1983
  • Jak-18T, OK-YAK, mit ziviler tschechischen Zulassung, 2014
Stärken:
  • kompakter Resinbausatz
  • klare Kabinenhaube
  • gute Decals
Schwächen:
  • fehlende Kleinteile im Cockpit und außen
  • kein Hinweis auf die Verspannung des Höhenleitwerks
  • Hinweis auf Ballastgewicht fehlt
  • das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht
Anwendung: Der erfahrene Modellbauer wird sich mit diesem Kit bestimmt leichter tun, zumal einige kleine Bauteile, dem Vorbild zu Liebe, selber anzufertigen sind.

Fazit:

Es gab schon einmal 2008 einen Resinbausatz der Jak-18T von einem anderen Kleinhersteller. Der hier von Decarli ist zwar der teurere Bausatz, aber auch der qualitativ bessere, weil er im Detail stimmiger ist. Trotzdem hätte ich mir für den Preis noch ein paar Ätzteile gewünscht.  

Diese Besprechung stammt von Bernhard Pethe - 08. November 2014

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