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Avia B.534 III. Serie

(Eduard - Nr. 70101)

Eduard - Avia B.534 III. Serie

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär bis 1939
Katalog Nummer:70101 - Avia B.534 III. Serie
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Januar 2016
Preis:ca. 16 €
Inhalt:
  • zwei graue Spritzrahmen
  • ein tranzparenter Spritzling
  • eine Ätzteilplatine
  • Maskierbogen
  • Decalbogen
  • Bauanleitung

Besprechung:

Eduard - Avia B.534 III. Serie

Geschichte:

Ausgangspunkt dieser Entwicklungslinie war die B-34, die 1934 gute Erfolge zeigte. Drei weitere Modifikationen, B.234, B.334 und B.434, unterschieden sich nur in der Auswahl unterschiedlicher Triebwerke. Das erste Serienmodell Avia B.534 Serie I war ähnlich dem Entwurf des zweiten Prototyps. Aber anstatt eines Metallpropellers wurde ein Holzpropeller verbaut und wie beim ersten Prototyp war das Cockpit offen. 100 Flugzeuge B.534 der 1. Serie wurden produziert.

Während des Einsatzes ab 1935 im 4. Fliegerregiment hatte sich gezeigt, dass der obere Flügelkasten nicht stark genug war und zu Verformungen führte. Diese Schwachstelle wurde sofort in der Produktion korrigiert. Diese Änderungen führten zur der Avia B.534 Serie II, von der 47 Exemplare gebaut wurden. Bei dieser 2. Serie waren alle vier Maschinengewehre an den Rumpfseiten eingebaut und man hatte die Seitenverkleidung vergrößert. Unter dem Flügel wurden Halterungen für leichte Bomben installiert. Mit zwei Serienmaschinen gab es im Frühjahr 1938 Versuche durch ein geschlossenes Cockpit die Aerodynamik des Flugzeugs zu verbessern.

Bei der Serie III der B.534 gab es einige Triebwerksänderungen und den Lufteinlass für den Vergaser hatte man nach vorne unter die Nase verschoben. Die 3. Serie wurde nur von März bis April 1937 gebaut. Das Flugzeug gehörte mit seiner hohen Geschwindigkeit und guten Manövrierfähigkeit zu den besten Doppeldecker-Jagdflugzeugen ihrer Zeit. Vier Maschinengewehre vom Kaliber 7,92 mm bedeuteten damals eine starke Feuerkraft. Bis zum Ende der Produktion im Jahr 1938 wurden 445 Maschinen aller Serien gebaut. Die B.534 wurde von der tschechischen Armee-Luftwaffe als Standardjäger verwendet. Die Avia flog auch bei den Fliegerkräften der Slowakei, Ungarn, Bulgarien, Griechenland und bei der deutschen Luftwaffe. Hier vor allem in den Fliegerschulen, beim F-Schlepp von Lastenseglern, bei Versorgungsflügen für eingeschlossene Truppenteile und bei der Erprobung von Trägerdecklandungen.

Bausatz:

Die von Eduard ausgerufene 72er Scale Revolution geht weiter. Nachdem für die Serie III die preiswerte Weekend Edition erschienen war, ist nun die ProfiPack Edition an der Reihe. Dieses Vermarktungssystem findet man bei anderen Herstellern so nicht. Unterschiedliche Varianten mit ständig wechselnden Bemalungsmöglichkeiten und, je nach Preisklasse, mit differenzierten Ergänzungen. Das ist sicher die eine Seite der initiierten Revolution. Die andere ist zweifelsohne die hohe Qualität, die sich Eduard auf seine Fahne geschrieben hat. Auch dieser Bausatz bildet da keine Ausnahme. Die Spritzrahmen waren ja schon in der Royal Class „Erstausgabe“ der Avia B.534 zu finden.

Eduard - Avia B.534 III. Serie

Eduard - Avia B.534 III. Serie

Auf den zwei grauen Spritzrahmen findet man 59 Teile. Davon werden neun Teile für die III. Serie nicht benötigt. Auch von den acht transparenten Haubenteilen wird lediglich der Windschutz für das offene Cockpit gebraucht. Das Teil ist glasklar aber bei diesem Maßstab doch etwas zu dick. Die Spezies haben da schnell einen Windschutz aus einer dünnen Plastikfolie zugeschnitten. Trotzdem, alles sauber und perfekt gespritzt. Die Oberflächendetails sind, wie von Eduard nicht anders zu erwarten, einfach exquisit. Die Paneellinien sind sehr fein, die Oberflächen glatt und die Darstellung der Bespannung am Rumpf und Flügel sauber dargestellt. Die prägnanten Rippenbänder auf den Tragflügeln kann man mit feinem Schleifpapier oder Stahlwolle etwas herunterschleifen. Die Maschinengewehre und Abgasstutzen sind ein Teil der Rumpfhälften und gleich angeformt. Obwohl das nicht Jedermanns Sache ist, es lässt sich aus Erfahrung gut bemalen. Was gibt es noch im Stülpkarton? Eine farbig bedruckte Ätzteilplatine mit 21 Teilen, darunter Sitzgurte, Gerätetafel, Visiereinrichtung, Seitenruderpedale und Kühlersiebe. Der eingetütete gelbe Papierbogen ist die Maskierfolie für Räder und Flügelrandbogen.

Die zwölfseitige, geheftete und farbig gedruckte Bauanleitung ist der Fahrplan, nachdem man das Modell Punkt für Punkt, beginnend mit dem Cockpit, zusammensetzt. Auf der Seite 7 findet man auch einen Plan zum Verspannen der Tragflügel. Das in diesem Bausatz die Ätzteilplatine für die Spanndrähte nicht dabei liegt, bedeutet wohl, und so muss ich das schon deuten, dass dies keine „Profi“ Option für das Modell darstellt.

Der Decalbogen hat eine Größe von 138x 92 mm, ist sauber und glänzend gedruckt. Vier Modellvarianten hält er bereit. Neben zwei tschechischen Avias gibt es noch eine slowakische und eine Schulmaschine der Deutschen Luftwaffe.

Weitere Bilder

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Avia B.534 III. Serie

 

Darstellbare Maschinen:
  • B.534, c/n.158, geflogen von Cpt. Josef Duda, No.45 Flight, Air Regiment 3, Pieštany Air Base, Februar 1938
  • B.534, c/n.162, No.32 Flight, Air Regiment 4, Pardubice Air Base, Juli 1937
  • B.534, c/n.158, Slovak Air Force, Pieštany Air Base, 1939  
  • B.534, Deutsche Luftwaffe, Winter 1939-40    
Stärken:
  • sehr kompletter Bausatzinhalt
  • gute Passgenauigkeit
  • vier Decaloptionen
Schwächen:
  • Windschutzscheibe zu dick
Anwendung: Wer auf die Verspannung verzichten kann, findet hier ein einfach und schnell baubares Modell

Fazit:

Logische Fortführung der 72er Scale Revolution bei Eduard. Wen das Thema Flugzeuge der 1930er Jahre interessiert oder ein passgenaues Doppeldeckermodell sucht, dem kann man dieses Modell mit gutem Gewissen empfehlen.

Diese Besprechung stammt von Bernhard Pethe - 03. Februar 2016

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