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French Armoured Carrier UE

(Tamiya - Nr. 35284)

Tamiya - French Armoured Carrier UE

Produktinfo:

Hersteller:Tamiya
Sparte:Militärfahrzeuge bis 1945
Katalog Nummer:35284 - French Armoured Carrier UE
Maßstab:1:35
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2007
Preis:ca. 30 €
Inhalt:
  • 8 Rahmen aus graugrünem Kunststoff
  • 1 Decalbogen
  • Anleitung als Faltblatt in Schwarz-Weiß
  • 1 Pinzette
  • 8 Polycaps

Besprechung:

French Armoured Carrier UEFrench Armoured Carrier UEFrench Armoured Carrier UEFrench Armoured Carrier UEFrench Armoured Carrier UEFrench Armoured Carrier UEFrench Armoured Carrier UE

French Armoured Carrier UE

 

Als die französische Armee in den 1920er Jahren die Motorisierung vorantrieb, bestand auch Bedarf an einem kleinen, gepanzerten Fahrzeug, das Nachschub und Waffen an die Frontlinien transportieren und leichte Artillerie ziehen konnte. Im Oktober 1930 entschied sich die französische Armee unter verschiedenen konkurrierenden Entwürfen für Renaults gepanzerten Transporter UE und die Fertigung der ersten 60 einsatzfähigen Fahrzeuge war im September 1932 abgeschlossen.

Bei 2,8m Länge, 1,74m Breite und einem Gewicht von 2,6 Tonnen voll beladen, war es eine stabile, kompakte Konstruktion. Sie wies einen genieteten Rumpfaufbau auf, mit zuverlässiger Aufhängung an Gartner-Schwingen, welche die Laufräder trugen. Die 2-Mann Besatzung aus Fahrer und Navigator saß in einem zentralen Abteil, da aber ihre Köpfe aus dem Fahrgestell ragten, waren spezielle, kuppelförmige Luken montiert, um die 9mm Panzerung des Transporters gegen Feuer leichter Waffen und Schrapnell zu erweitern. Ein 38PS Benzinmotor ermöglichte eine Geschwindigkeit von 30km/h auf der Straße, wobei mehr als 1 Tonne Last auf dem kippbaren Hinterdeck und einem gezogenen Anhänger mitgeführt werden konnte.

Etwa 4.900 gepanzerte UEs wurden bis Juni 1940 hergestellt, einschließlich der Variante UE2, die anstelle des 3-Gang- ein 4-Ganggetriebe aufwies und Zugschäkel anstelle des Zughakens.

Als Frankreich kapitulierte, mussten 3.000 erbeutete UEs für die deutschen Streitkräfte Dienst tun, welche sie bis Kriegsende als Transporter, Artillerie- und Flugzeug-Zugmaschinen und abgewandelt als Selbstfahrgeschütze verwendeten.

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French Armoured Carrier UE

 

Im Jahre 2007 entschied man sich bei Tamiya, einen zeitgemäßen Bausatz dieses ungewöhnlichen Fahrzeuges herauszubringen. Davor gab es in Großserie nur das Modell von Mirage Hobby, welches in zahlreichen Versionen aufgelegt wurde und immer noch erhältlich ist. Der Bausatz von Tamiya kostet mehr als das Doppelte dieses Modells, was für dessen Größe schon recht viel ist.

Allerdings hat sich Tamiya wie immer etwas einfallen lassen, um dies zu rechtfertigen. In dem praktischen, sehr stabilen Stülpkarton befinden sich acht mehr oder weniger große Teilerahmen in der üblichen graugrünen Farbe. Dazu kommen noch einige Polycaps für die Treibräder des Zugfahrzeuges. Neben dem UE ist natürlich auch der Anhänger Bestandteil des Bausatzes.

Was das Ganze dann richtig interessant macht ist einerseits jede Menge Zuladung für das Fahrzeug und die vier Figuren. So etwas sucht man dann bei Mirage Hobby vergeblich. Zwei der Figuren sind stehend ausgeführt, die beiden anderen sind nur Halbfiguren, von denen man streng genommen nur die Köpfe sehen kann.

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Was den Zusammenbau angeht gibt es gemäß dem Bauplan keine allzu großen Überraschungen, man kann sich wohl auf ein entspanntes Projekt freuen. Die Wanne des UE wird aus acht Einzelteilen aufgebaut. Zwar gibt es keine Inneneinrichtung aber die beiden Luken für die Besatzung könnte man rein theoretisch geöffnet bauen. Je nachdem welche der drei Markierungsoptionen man bauen möchte sind einige Bohrungen an der Wanne zu setzten für die entsprechenden Alternativteile.

Das Laufwerk ist recht simpel aufgebaut, Tamiya macht uns die Sache hier wieder sehr einfach, da man Baugruppen sinnvoll zusammengefasst hat, wie z.B. die schon angespritzten Blattfederpakete. Die Kette wird aus Segmenten aufgebaut, das obenliegende Segment hat seine Durchhängung bereits "mitbekommen". Die Vorgehensweise ist im Bauplan ausführlich beschrieben. Na wenn Theorie und Praxis hier harmonieren, dürfte das ja ein Kinderspiel werden!

Eine ganze Reihe von Anbauteilen komplettiert den vorderen Wagen. Die Detaillierung liegt auf dem für Tamiya üblichen Niveau, will heißen man bekommt eine hervorragende Grundlage für ein super detailliertes Modell.

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Der Anhänger ist ebenfalls recht simpel aufgebaut und besteht exklusive der Kette aus knapp 20 Einzelteilen. Auch hier wurde wieder sinnvoll zusammengefasst, wenn ich da an das Mirage Hobby Modell denke eine echte Wohltat.

Auch die Kette des Anhängers wird aus Segmenten zusammengesetzt, auch hier ist beim oberen Segment die Durchhängung bereits vorhanden. Als Zuladung für das Gespann sind vier Fässer, sechs Holzkisten und je zwei große und zwei kleine zusammengerollte Planen oder Decken enthalten. Außerdem noch etwas Kleinkram wie Helme usw. Bei den beiden stehenden Figuren handelt es sich um französische Infanteristen, die mit leichtem Gepäck unterwegs sind.

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French Armoured Carrier UE

 

Wie oben schon angedeutet kann eines von drei Fahrzeugen gebaut werden, es handelt sich um einen UE2, einen UE der Serie 3 sowie einen weiteren UE der Serie 4. Alle drei Fahrzeuge stammen aus dem Jahre 1940, nähere Angaben zur Einheit macht die Bauanleitung nicht. Alle drei Fahrzeuge sind in dem einheitlichen Khaki XF-51 lackiert.

Der Decalbogen enthält neben den Nummernschildern lediglich noch die beiden gelben Dreiecke, die auf einer senkrecht angebrachten Platte mittig hinter der Besatzung angebracht sind. Bei meinem Exemplar sind diese beiden Elemente verdruckt, so dass sie eigentlich unbrauchbar sind (naja es sind ja nur Dreiecke).

Die Bauanleitung ist wie immer sehr vorbildlich. Bei kaum einem anderen Hersteller sind derart viele Kommentare und Hinweise in Textform vorhanden. Die Bemalungshinweise sind ebenfalls sehr zahlreich. Es sollten keine Fragen offen bleiben. Die Decalanleitung ist zwar sehr klein, mehr braucht man aber bei einer einzigen Außenfarbe und den drei Decals nicht. Dem Bausatz liegt noch eine einfache Pinzette bei, nun denn, wer sie brauchen kann…

Darstellbare Fahrzeuge:
Drei Fahrzeuge, ein Renault UE2, ein UE Serie 3 und ein UE Serie 4, alle von der französischen Armee im Jahre 1940
Stärken:
  • Sehr gute Detaillierung 
  • Geschickte Aufteilung der Bauteile für einen einfachen Zusammenbau
  • Segmentkette mit teilweise vorgeformten Abschnitten
  • Vorbildliche Bauanleitung
  • Umfangreiches Zubehör (Zuladung, Figuren)
Schwächen:
  • Keine

Fazit:

Trotz des etwas höheren Preises ein uneingeschränkt empfehlenswerter Bausatz. Man bekommt ein sehr gut detailliertes Modell mit reichlich Zubehör in Form von Ladung und Figuren. 

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 04. August 2017

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