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L-29 Delfin

(Eduard - Nr. 8099)

Eduard - L-29 Delfin

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:8099 - L-29 Delfin
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Dezember 2017
Preis:ca. 32 €
Inhalt:
  • 5 graue Spritzlinge
  • 1 Klarsichtteilspritzling
  • 3 Ätzteilplatinen, farbig bedruckt
  • 1 kleiner Bogen vorgestanzte Abdeckmasken
  • 3 Decalbögen
  • farbige Bauanleitung

Besprechung:

Die Aero L-29 Delfin

Anfang 1957 wurden die ersten fünf Prototypen der L-29 produziert. Drei dienten der Flugerprobung, einer diente für Tests der Zelle und eine nicht fertiggestellte Maschine diente als Technologiedemonstrator. Der Erstflug mit Prototyp Nr. 3 fand am 5. April 1959 statt. Die L-29 konnte sich als Schulflugzeug gegen seine beiden direkten Kontrahenten, die polnische TS-11 Iskra und die sowjetische Jak-30, durchsetzen und wurde so zum meistgenutzten Schulflugzeug ihrer Zeit im Bereich des Warschauer Paktes.

Die L-29 wurde jedoch nicht nur zur Schulung eingesetzt, sondern auch als leichtes Kampfflugzeug. Sie flog unter anderem in Syrien, Nigeria, Uganda und Ägypten. Insgesamt wurden 3.665 Exemplare der Maschine produziert, die in 24 Ländern zum Einsatz kamen.

Der Bausatz

Auf der Basis des bekannten Bausatzes von AMK bringt Eduard als ProfiPack die Aero L-29 Delfin mit Fotoätzteilen in den Handel. Darstellbar sind fünf verschiedene Maschinen.

Im Karton liegen sauber verpackt fünf graue und ein Klarsichtteilspritzling mit 104 Einzelteilen, drei farbig bedruckte Ätzteilplatinen, drei Decalbögen und dazu noch die farbige Bauanleitung. Zusätzlich sind, wie üblich, vorgestanzte Abdeckmasken beigelegt.

Rumpfseiten und CockpitteileHöhenleitwerk und diverse KlappenTragflächen und KlappenTriebwerk, Sitz, Räder und AußentanksDie KlarsichtteileDie vorgestanzte Abdeckmaske

Rumpfseiten und Cockpitteile

Rumpfseiten und Cockpitteile 

Die Qualität der Einzelteile sowie die modellbautechnische Ausformung der AMK-Bausatzteile sind bekannt und können durchaus überzeugen. Feine Oberflächengravuren und eine hervorragende Detaillierung zeichnen den Bausatz aus. Die Fahrwerksschächte sind ausreichend mit Details versehen und auch die Oberflächen der Tragflächen weisen wunderbare Einzelheiten auf. Klappen, Seitenruder und Luftbremsen sind separat ausgeführt und können so in jeder Position angebaut werden. Auch die Cockpitseitenwände und das Fahrwerk sind schön detailliert und können mit den beiliegenden Ätzteilen noch weiter aufgewertet werden. Die Reifen und Felgen der Haupträder sind getrennt, was das Bemalen erleichtert. Hierfür liegen aber auch Abdeckmasken bei. Etwas unglücklich ist das bereits an der Tragfläche angegossene Staurohr, das dadurch extrem bruchgefährdet ist. Die Wartungsklappe vor dem Cockpit kann geöffnet dargestellt werden und bietet auch einige Details.

Außer zwei Außentanks gibt es keinerlei Außenlasten, mit denen die Maschine bestückt werden könnte. Auch Eduard hat dies leider so belassen. Damit bleibt nur der Griff in die berühmte Restekiste oder der Zubehörhandel, wenn man eine bewaffnete Maschine bauen möchte.

Die gute Qualität setzt sich bei den Klarsichtteilen fort. Die Cockpithaube lässt sich sowohl geschlossen als auch geöffnet darstellen. Da die vordere Haube aufgeklappt wird und die hintere eine Schiebehaube ist, ergeben sich interessante Darstellungsmöglichkeiten. Wie immer gibt es vorgestanzte Abdeckmasken zum einfachen Abkleben der Klarsichtteile.

Detailaufnahmen der Bausatzteile

Die linke Tragflächenoberseite mit dem angegossenen StaurohrDie CockpitwanneDie linke Cockpitseite mit dem FahrwerksschachtDie rechte HeckseiteDie beiden HauptfahrwerksschächteDie beiden InstrumentenbretterDie Seitenteile des Schleudersitzes

Die linke Tragflächenoberseite mit dem angegossenen Staurohr

Die linke Tragflächenoberseite mit dem angegossenen Staurohr 

Die farbigen Fotoätzteile

Eine farbig bedruckte Ätzteilplatine enthält alle nötigen Teile für das Cockpit, wie Instrumente, Seitenruderpedale und diverse Schalter. Zwei identische weitere Platinen enthalten das sehr schön detaillierte Gurtzeug für die beiden Schleudersitze.

Die farbigen Ätzteile zur Aufwertung des Cockpits
Die farbigen Ätzteile zur Aufwertung des Cockpits

Die beiden Platinen mit dem Gurtzeug für die Schleudersitze
Die beiden Platinen mit dem Gurtzeug für die Schleudersitze

Bauanleitung, Bemalung und Markierung

Die in der typischen Eduard-Qualität gehaltene Bauanleitung im A5-Format zeigt auf 20 Seiten in übersichtlicher Art den Zusammenbau des Modells. Sie ist wie gewohnt komplett in Farbe gehalten. Hinweise zur alternativen Verwendung von Bauteilen finden sich ebenso wie die erforderlichen Farbangaben. Diese beziehen sich auf die Farbpaletten Gunze Mr.Color und Gunze Aqueous Color.

Eduard weist in der Bauanleitung zwar auf das notwendige Buggewicht hin, damit das Modell nicht hecklastig wird. Aber gerade dem nicht so versierten Modellbauer wäre eine genaue Gewichtsangabe sicher hilfreich. AMK gibt in seiner Bauanleitung für die Delfin das Buggewicht mit 15 Gramm an. Hieran kann man sich ja orientieren, wenn man keine schweren Resinteile verbaut.

Der Bogen mit den individuellen Markierungen der fünf MaschinenDer Decalbogen mit den StencilsDer kleine Korrekturbogen

Der Bogen mit den individuellen Markierungen der fünf Maschinen

Der Bogen mit den individuellen Markierungen der fünf Maschinen 

Die von Eduard sauber und versatzfrei gedruckten Decalbögen lassen die Darstellung von fünf farblich sehr interessanten Maschinen zu. Die Decals sind auf glänzendem Trägermaterial gedruckt, das sollte ein späteres Silbern weitgehend ausschließen. Neben dem Bogen mit den Hoheitszeichen und einem Bogen mit den Stencils gibt es noch einen kleinen Korrekturbogen.

Darstellbar sind zwei tschechische Maschinen in Hellgrau und in Silber, eine ägyptische Maschine in Brauntönen, eine amerikanische Delfin in Aggressor-Tarnung und eine Maschine der internationalen Pilotenakademie in Kosice in einer blau-rot-weißen Sonderlackierung.

Die fünf darstellbaren Maschinen
Die fünf darstellbaren Maschinen

Darstellbare Maschinen:
  • L-29, 4902, 11. Fighter Regiment, Žatec, Tschechische Republik, 1993
  • L-29, 1597, Ägyptische Luftwaffe, Bilbais, späte 80er Jahre
  • L-29, 3246, 1. Fighter Regiment, Planá Air Base, Tschechoslowakei, 1969-1970
  • L-29, N179EP, Reno AFB, USA, 2009
  • L-29, 3250, Internationale Pilotenakademie, Košice, 1993
Stärken:
  • hervorragende Detaillierung
  • sauber verpackte Einzelteile
  • übersichtliche Bauanleitung
  • sauber gedruckte Decals
  • farbige Fotoätzteile
  • vorgestanzte Abdeckmasken
Schwächen:
  • keine nennenswerten

Fazit:

Hervorragender Bausatz der Aero L-29 Delfin, der jedem Interessierten nur empfohlen werden kann. Auch für Anfänger ist dieser Bausatz von Eduard sehr empfehlenswert!

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Herbert Engelhard - 16. April 2018

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