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F-80 Shooting Star

(Lindberg - Nr. 70552)

Lindberg - F-80 Shooting Star

Produktinfo:

Hersteller:Lindberg
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:70552 - F-80 Shooting Star
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:1990
Preis:ca. 15 €
Inhalt:
  • ca. 30 Bauteile aus silberfarbenem Kunststoff, 1 Klarsichtteil
  • 1 Debcalbogen
  • Anleitung in Schwarz-Weiss

Besprechung:

Lindberg - F-80 Shooting Star

Dieser Bausatz weist zwar ein sehr hohes Alter auf ist aber nach wie vor noch erhältlich. Er ist durchaus immer noch eine Alternative zu den wenigen anderen Bausätzen dieses ersten US-Kampfjets. Das wichtigste ist hier die Tatsache dass er nicht so kostspielig ist, finde ich. Denn der Anfänger, der ins immer beliebter werdende 1/48- oder neudeutsch "Quaterscale" - Segment überwechseln möchte wird es sicherlich zu schätzen wissen sich anfangs vorerst an einigen einfacheren und vor allen günstigeren Kits versuchen zu können. Genauso wie der Nachwuchs bzw. all diejenigen, die evtl. noch nicht vollkommene Experten sind können hier in einer viel kürzeren Zeit zu einem fertigen Modell gelangen. Und natürlich all diejenigen die sich letzten Endes von den "modernen" Bausätzen mit ihren oft mehreren hundert Teilen etwas abgeschreckt fühlen.

Lindberg - F-80 Shooting Star

In den frühen 1950er Jahren hatte sich der US-Unternehmer Paul Lindberg bereits zum sehr respektablen Produzenten von Plastikmodelbausätzen gemausert. Freilich gab es auch damals schon mehrere Mitbewerber, jedoch begann sich sein florierendes Unternehmen zunehmend mehr auf einen konstanten Maßstab zu konzentrierten. So wurde die Firma  aus Illinois dann auch zu einem der ersten Anbieter von Flugzeugmodellen im Maßstab 1:48. Eines der ersten Modelle (welches noch unter dem alten Firmennamen Olin herausgkam) war die beinahe schon legendäre F-80. Später, in den 1960er Jahren, überarbeitete man die Gussform und spendierte dem Modell zusätzlich noch viele schöne Oberflächendetails. Meiner Meinung nach ein doch recht seltener Fall in unserem Hobbybereich, da quasi eine hervorragend gelungene Verjüngungs-Kur! Dadurch schrumpfte gleichzeitig auch der Abstand zum jüngeren Monogram-Baukasten. Insbesondere da es in beiden Fällen stets "nur" erhabene Blechstoße und Objekte an der Zelle gibt, diese wirken bei beiden Kits aber sehr unaufdringlich.

Lindberg - F-80 Shooting Star

Aufgrund einer sehr übersichtlichen Teilezahl wie sie hier vorliegt kann ein Jeder zügig zum Ziel gelangen. Und das recht einfach zu bauende Resultat sieht noch dazu sehr gut aus, finde ich. Lediglich die "Beine" des Hauptfahrwerks wären als auffällig vereinfacht zu bezeichnen, während der Steuerknüppel wohl etwas zu groß geraten ist. Auch wäre die Pilotenfigur jetzt kein (heute) typischer Düsenjägerpilot sondern nur eine vergrößerter 1/72 Standardpilotenfigur ohne den signifikanten Jet-Helm. Aber sowas ist ja jetzt nicht so schlimm weil es letztlich sicherlich leicht behoben werden kann. Die Cockpitausstattung ist  erwartungsgemäß etwas grobschlächtig, zumindest an aktuellen Standards gemessen. Aber sie stellt eine solide Basis dar die dann je nach Lust noch verfeinert werden könnte. Auch die Form des Bugs wäre kritisch betrachtet zu hinterfragen, da das Modell bereits ungefähr in etwa jener Zeit entstand als das Vorbild oft noch in der "F 80-A"- Ausführung flog. Während hier eigentlich nunmehr aber wohl die spätere C-Baureihe angepeilt wurde die allerdings de facto nur suggeriert werden kann. Aber das sind alles nur Kleinigkeiten meine ich, die einzig und allein dem Entstehungsalter geschuldet sind. Derjenige welche diese Problematik im Detail hinterfragt dem sei Frank Richter‘s Besprechung der neueren Hobby Boss F-80 empfohlen.

Lindberg - F-80 Shooting Star

Die aktuelle Decalvariante ist fotografisch belegt und identisch mit einer der beiden Optionen des ursprünglichen Monogram-Bausatzes. Der Bogen ist allerdings nicht sehr umfangreich ausgestaltet worden. Auch die Badges der berühmten "Top Dogs"- Einheit sind nicht astrein, aber auch das wäre schlussendlich  ja noch hinnehmbar bzw. kann mit Decals aus dem Zubehör behoben werden.

Lindberg - F-80 Shooting Star

Lindberg - F-80 Shooting Star

Deshalb bleibt als abschließendes Fazit nur zu sagen das hier ein grundsolider, sehr ordentlicher gemachter Einsteigerbausatz vorliegt der auch aus der Schachtel gebaut schon etwas hergibt. Mit ein wenig "Supern" lässt sich leicht das Monogram-Niveau erreichen. Die äußeren Konturen sind ordentlich nachempfunden was insbesondere auch für die beiden seitlichen Lufteinlässe und deren Übergange an die Rumpf- Außenwände zutrifft.

Oben: Lindberg, Unten Links: Hobby Boss, Unten Rechts: Hobbycraft (T-33)
Oben: Lindberg, Unten Links: Hobby Boss, Unten Rechts: Hobbycraft (T-33)

Darstellbare Maschinen:
  • F-80 Shooting Star, AF 44-85041, FT-041, 56th FG
Stärken:
  • Authentische Konturen
  • wenig Teile
Schwächen:
  • Decals mit Versatz und Köpfe der Bulldogen weiß statt braun,
  • schlechte Verfügbarkeit

Fazit:

Da das Modell des bekannten ehemaligen nationalen Mitbewerbers nicht mehr so oft erhältlich ist, zuletzt meist nur von Revell USA, stellt die gute alte Lindberg sogar letztlich eine halb so gute aber eben auch nur halb so teure Alternative zur Hobby Boss dar. Denn mehr Kits gibt´s von diesem recht schönen Flugzeug das in einzigartiger Weise den Übergang vom Propeller- zum Düsenjäger offenbart in 1/48 derzeit komischerweise (noch?) nicht.

Diese Besprechung stammt von Josef Nevole - 13. Mai 2019

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