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Focke Fulf Fw 190 A-4

(Hasegawa - Nr. 09091)

Hasegawa - Focke Fulf Fw 190 A-4

Produktinfo:

Hersteller:Hasegawa
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:09091 - Focke Fulf Fw 190 A-4
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:ca. 22,45 €
Inhalt:
  • 104 Spritzgussteile
  • 5 Klarsichtteile
  • eine Bauanleitung
  • ein Decalbogen

Besprechung:

Zum Original

Neben der Messerschmitt Bf 109 zählt die A Baureihe der 190 wohl zu den bekanntesten deutschen Flugzeugen. Die Fw 190 A-4 basiert im Wesentlichen auf der Baureihe A-3. Bei der A-4 wurde das wenig zuverlässige Kurzwellen-Funksprechgerät gegen ein besseres Ultrakurzwellen-Funkgerät ausgetauscht. Das führte zum einzigen optischen Unterscheidungsmerkmal der beiden Baureihen, das neue Funkgerät erforderte eine T-Antenne. Zwischen der Cockpithaube und einer, als Mast bezeichneten Aufnahme an der Seitenflosse, führte das T-Stück des Antennenkabels in den Rumpf. Die A-4 fand ab Juni 1942 bei den Jagdverbänden der Luftwaffe im Westen sowie an der Ostfront Verwendung. Insgesamt wurden 974 A-4 von Focke Wulf in Marienburg (Bremen), Ago in Oschersleben, Arado in Warnemünde und Fieseler in Kassel gebaut.

Das Modell

Nach der A-3 bietet Hasegawa nun die A-4 an. Da das Unterscheidungsmerkmal der Baureihen lediglich den Antennemast an der Seitenflosse betrifft, sind die Bauteile identisch mit denen der A-3. Hasegawas Formenbauer haben dem Rechnung getragen und den Mast bzw. die Antennenaufnahme als separates Bauteil ausgeführt. Nach dem Öffnen des Kartons präsentieren sich Bauteile, die von der Form und Aufteilung irgendwie bekannt vorkommen. Es gibt erstaunliche Ähnlichkeiten zu Dragons 190. Ob hier eine Kooperation vorliegt, konnte ich nicht recherchieren. Nichtsdestotrotz finden sich an den Spritzrahmen gut detaillierte Bauteile in gewohnter Hasegawa Qualität, deren Oberflächen fein versenkte Gravuren und teilweise Nietenreihen aufweisen. Die Aufteilung von Rumpf und Tragflächenanschluss scheint auf den ersten Blick kompliziert, da neben einer mehrteiligen Motorverkleidung auch der Flächenanschluss aus mehreren Bauteilen besteht. Das ist der Preis für möglichst viele gleiche Teile für eventuell noch folgende Varianten. Hier wird sicher einiges zu spachteln sein.

Hasegawa - Focke Fulf Fw 190 A-4

Hasegawa - Focke Fulf Fw 190 A-4

Ansonsten bietet der Bausatz ein recht gutes Cockpit mit einem schön detaillierten Sitz. Die an einem anderen Spritzling befindliche Cockpitwanne samt Seitenkonsolen ist ebenfalls sehr schön wiedergegeben. Die separaten Radschächte weisen im Wesentlichen alle Strukturen auf, wer möchte kann hier noch die ein oder andere Leitung ergänzen.

Hasegawa - Focke Fulf Fw 190 A-4

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Sehr schön sind die separaten Querruder, diese können mit Einschlag versehen am Modell angebracht werden. Die unteren Radabdeckungen liegen in zwei Ausführungen mit und ohne unterem Abdeckblech bei.

Hasegawa - Focke Fulf Fw 190 A-4

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Das breitspurige Fahrwerk der 190 ist schön wiedergegeben, die Federbeine sollten lediglich mit Bremsleitungen nachdetailliert werden. Die Detaillierung des Motors beschränkt sich auf das Wesentliche, das ist nicht weiter schlimm, da von dem Aggregat, bedingt durch das Lüfterrad, nachher sowieso nichts mehr zu sehen ist.

Hasegawa - Focke Fulf Fw 190 A-4

Hasegawa - Focke Fulf Fw 190 A-4

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Weiterhin enthält der Bausatz etliche Teile wie Bombenaufhängung ETC 501 und als Außenlasten dafür einen 300 Ltr. Zusatztank und eine 500 Kg Bombe. Diese Teile werden für die A-4 nicht benötigt und deuten auf weitere Varianten hin. Für die Abdeckung der Flächenbewaffnung liegen unterschiedliche Bauteile bei. So findet sich neben der Standardabdeckung (ohne Bewaffnung in der Außenfläche) auch die Abdeckung für den Rüstsatz mit zwei MG FF/M in den Außenflächen wieder.

Hasegawa - Focke Fulf Fw 190 A-4

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Die Klarsichtteile sind sauber, klar und ausreichend dünn. Lediglich das Visier ist etwas rudimentär dargestellt und sollte gegebenenfalls ersetzt werden.

Hasegawa - Focke Fulf Fw 190 A-4

Der Decalbogen enthält Markierungen für zwei Maschinen des JG 54. Eine in Wintertarnung, geflogen vom Kommodore des Geschwaders Major Hannes Trautloft Winter 1942-1943. Die andere, ebenfalls eine Maschine der Kommodores, hier nun von Major Hubertus Bonin geflogen im Sommer 1943. Die strukturierte und übersichtliche Bauanleitung lässt keine Fragen offen. Die Farbangaben beziehen sich auf Farbnummern von GSI Creos Aquenous Hobby Color und Mr. Color.Glue

Hasegawa - Focke Fulf Fw 190 A-4

Darstellbare Maschinen:
  • JG54 Geschwaderkommodore Major Hannes Trautloft Winter 1942/1943
  • JG54 Geschwaderkommodore Major Hubertus Bonin Sommer 1943
Stärken:
  • saubere Gussqualität
  • feine Detaillierung
  • zwei Varianten A-3 und A-4 baubar
  • viele optionale Teile
  • separate Querruder
Schwächen:
  • Aufteilung Rumpf- und Tragflächenanschluss
Anwendung: Auch für Modellbaueinsteiger mit etwas Geduld zu bewältigen.

Fazit:

Ein guter Bausatz zu einem vernünftigen Preis mit etlichen Teilen für die Ersatzteilkiste, der auf jeden Fall empfehlenswert ist!

Diese Besprechung stammt von Christian Bruer - 30. Oktober 2006

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