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Vickers Wellington Mk. III

(Trumpeter - Nr. 02823)

Trumpeter - Vickers Wellington Mk. III

Produktinfo:

Hersteller:Trumpeter
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:02823 - Vickers Wellington Mk. III
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:ca. 68,45 €
Inhalt:
  • 639 Spritzgussteile
  • 1 Fotoätzplatine
  • 3 Gummireifen
  • 1 Decalbogen
  • 1 Reprofilm für Cockpitinstrumente
  • farbiger Seitenriss
  • 20 seitige Bauanleitung

Besprechung:

Zum Original

Die Wellington wurde Anfang der 1930er Jahre bei Vickers-Armstrong entwickelt. Ihre aus Duraluminium und Holz bestehende und mit Stoff bespannte Struktur gibt der Wellington ihr markantes Aussehen. Der Prototyp absolvierte im Juni 1936 seinen Erstflug und ab Oktober 1938 wurden die ersten Muster an die Bombersquadrons der RAF ausgeliefert. Wellingtons waren in den ersten beiden Jahre des zweiten Weltkrieges die Standardbomber des Bomber Commands, bis sie von den größeren viermotorigen Bombern abgelöst wurden. Wellingtons der No. 9 und No. 149 flogen am 04. September 1939 einen ersten Angriff auf deutsches Gebiet, als sie Marineeinheiten vor Brunsbüttel angriffen. Wellingtons flogen 1940 auch den ersten Angriff auf Berlin und stellten über die Hälfte der Bomber beim ersten 1.000 Bomber Angriff auf Köln. 

Im späteren Verlauf des Krieges wurde das Muster vom Costal Command für die Aufklärung über See genutzt. Außerdem fand die Wellington im Fernen Osten sowie im Mittelmeer Verwendung, nachdem sie leistungsmäßig auf dem europäischen Kriegsschauplatz nicht mehr mithalten konnte. Insgesamt wurden von allen Varianten 11.464 Maschinen gebaut.

Zum Modell

Die Mk. III basiert auf dem bereits seit Herbst 2006 erhältlichen Bausatz der Mk. Ic. Die Änderungen des Originals im Bereich der Rumpfseitenfenster sowie die andere Motorisierung hat Trumpeter gekonnt in den Maßstab 1:48 umgesetzt. Wie auch die Mk. Ic besticht die Mk. III durch die hervorragende Detaillierung in allen Bereichen. So sind neben den exakt wiedergegebenen Hercules Motoren natürlich auch die Inneneinrichtung und der Bombenschacht sehr schön umgesetzt. Sämtliche Steuerflächen sowie die Landeklappen lassen sich im eingelenkten bzw. ausgefahrenen Zustand am Modell anbringen. Für die Beladung des wahlweise geöffnet oder geschlossen darstellbaren Bombenschachtes bietet der Bausatz 7 Konfigurationen an. Da nur eine umsetzbar ist, bleiben genügend Bomben übrig, um damit diverse Spitfire, Tempest o.ä. zu bestücken. Die sehr umfangreiche Inneneinrichtung ist allein schon ein Modell im Modell. Neben einigen Kabeln und Leitungen fehlen hier lediglich die Sitzgurte.

Doch wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Z.B. weisen die Innenseiten der Landeklappen und Wände des Bombenschachtes etliche - schwer zugängliche - Auswerfermarken auf. Diese müssen unbedingt beseitigt werden, wenn der Schacht geöffnet und die Landeklappen ausgefahren dargestellt werden sollen. Die aus Alu-Druckguss bestehenden Federbeine sind zwar eine gute Idee, was die Stabilität des schweren Vogels angeht, lassen aber einiges an Detaillierung vermissen. Zu guter Letzt - und das ist fairerweise eine subjektive Meinung - finde ich die spezielle geodätische Oberflächenstruktur der Wellington am Modell zu ausgeprägt wiedergegeben.

Doch genug der vielen Worte, lassen wir die Bilder für sich sprechen....

Rahmen B

Trumpeter - Vickers Wellington Mk. III

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Trumpeter - Vickers Wellington Mk. III

Rahmen C/D

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Rahmen E

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Rahmen F

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Rahmen G

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Trumpeter - Vickers Wellington Mk. III

Rahmen J

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Rahmen K

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Rahmen N

Trumpeter - Vickers Wellington Mk. III

Rahmen Q

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Trumpeter - Vickers Wellington Mk. III

Rahmen S/T

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Federbeine und Bereifung

Trumpeter - Vickers Wellington Mk. III

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Reprofilm / Seitenriss und Decals

Trumpeter - Vickers Wellington Mk. III

Trumpeter - Vickers Wellington Mk. III

Trumpeter - Vickers Wellington Mk. III

Darstellbare Maschinen:
  • X3662 der No. 115th Squadron RAF, 1942
  • X3763 der No. 425th Sqn RCAF, 1943
Stärken:
  • sehr gute und umfangreiche Detaillierung
  • sauberer Guss und feine Gravuren
  • sparate Steuerflächen und Landeklappen
  • offener Bombenschacht
  • umfangreiche Waffenlast
  • aufwendige Inneneinrichtung

Schwächen:
  • sehr ausgeprägt geodätische Oberflächenstruktur
  • störende Auswerfermarken
  • schlicht detaillierte Federbeine
Anwendung: nur für erfahrene Modellbauer geeignet

Fazit:

Wie die Mk. Ic ist auch die Mk. III ein toller Bausatz mit einer hervorragenden Detaillierung und einer Vielzahl an Optionen. Von der beiliegenden Waffenlast wird sicherlich eine Menge in der Ersatzteilkiste landen und für die Ausrüstung z.B. einer Spitfire zur Verfügung stehen. Was mir persönlich weniger gefällt ist die sehr ausgeprägte Oberflächenstruktur sowie der erforderliche Arbeitsaufwand, dutzende von Auswerfermarken zu beseitigen. Das tut dem Bausatz letztendlich aber keinen Abbruch, den er ist sehr empfehlenswert!

Diese Besprechung stammt von Christian Bruer - 09. Mai 2007

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