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Boeing B-314 Clipper

(Airfix - Nr. 4172)

Airfix - Boeing B-314 Clipper

Produktinfo:

Hersteller:Airfix
Sparte:Flugzeuge Zivil
Katalog Nummer:4172 - Boeing B-314 Clipper
Maßstab:1:144
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2007
Preis:ca. 13 €
Inhalt:
  • hellgraue Gussäste mit 48 Teilen
  • 1 Klarsichtgussast mit 27 Teilen
  • 1 Decalbogen mit 24 Elementen
  • 4-seitige Bauanleitung
  • Besprechung:

    Zur Geschichte des Clippers:

    Der Linienverkehr über den Pazifik wurde 1938 von der PanAm mit sechs Maschinen dieses Typs aufgenommen. Landflugzeuge mit einer Reichweite, die den Pazifik oder den Atlantik überqueren konnten, gab es vorher noch nicht. So schrieb die PanAm einen Wettbewerb aus, den Boeing gewann. Der Bau dieses Wasserflugzeuges begann 1937 und hatte am 7. Juni 1938 seinen Erstflug. Auf vier Decks, man sieht sie deutlich am Modell, genossen 74 Passagiere den Flug. Berühmt wurde eine PanAm-Maschine unter dem Namen „Dixie Clipper“, die Maschine, mit der der U.S. Präsident Roosevelt 1943 von der Gipfelkonferenz aus Casablanca nach Hause flog. Soweit der rein zivile Anstrich. Militärischer gab sich aus Großbritannien Premier Churchill mit seinem B.O.A.C „Berwick“-Clipper, der neben der zivilen Kennung G-AGCA einen Tarnanstrich trug!

    Der Clipper war ein Gigant seiner Zeit mit einer Spannweite von 46,33 Metern, bei einer Länge von 32,51 Metern. Die vier Wright-Doppelsternmotoren mit je 1700 PS brachten das Flugzeug auf 335 Km/h. Eine B-314 ging durch Unfall verloren, alle anderen überlebten die Kampfhandlungen im zweiten Weltkrieg.
    (Quelle: AIRFIX Bauanleitung)

    Besprechung:

    Durch diese Wiederauflage eines Bausatzes der erstmals 1964 erschien, kann der Modellbauer seine Sammlung mit einem sehr seltenen Modell, einem Wasserflugzeug, aufwerten. Der Vergleich mit dem Altmodell zeigt, die Neuteile sind identisch. Trotz feinster erhabener Gravuren auf den Flügeln, überraschenderweise dagegen feinste versenkte Gravuren am Rumpf, werden heutige Ansprüche erfüllt. Mit einem Modellbaukameraden habe ich bei einem Clubtreffen das im Vergleich festgestellt. Der neue Bausatz kommt nicht mehr aus England sondern aus Frankreich. Inhaltlich gleicht die Wiederauflage dem vorausgegangenen Modell. Alle Teile sind sauber und gratfrei gespritzt.

    Airfix - Boeing B-314 Clipper

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    Airfix - Boeing B-314 Clipper

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    Deutliche Verbesserungen weist der neue Decalbogen in der Filmqualität auf. Jetzt hauchdünn schmiegen sich Decals mit glänzender Oberfläche an. Auf der Flügelober- und Unterseite sollte mit Weichmacher gearbeitet werden, ähnlich wie bei einer Ju-52 oder der Junkers G-38, damit die Feinstrukturen sichtbar werden.

    Bauplan:

    Auffallend sind hier die vielen unterschiedlichen Fenster, Position 1 - 22, die bei der Montage höchste Konzentration verlangen. Die Farbgebung wird erschwert, da nur die Farbnummern von Humbrol ohne Farbton angegeben sind. Vor dem Bau muss man auf die Suche nach einem Farbentschlüsselungscode gehen. Es stellt sich die Frage: die Farbangaben von 1964 entsprechen welchen von 2007? Wer von den Modellbauern kann hier Abhilfe schaffen?

    Airfix - Boeing B-314 Clipper

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    Airfix - Boeing B-314 Clipper

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    Stärken: Der mitgelieferte Ständer, die stabile Konstruktion vom Rumpf, mit den Flügeln, kein Fahrgestell, und die wenigen Teile überhaupt machen das Modell für die Jugend und für Wiedereinsteiger interessant. Wer keine zu hohen Ansprüche stellt, hat diese Maschine in kurzer Zeit gebaut, muss aber auf keine Details verzichten. Der Doppelsternmotor ist sehr fein wiedergegeben, nur sieht das nachher keiner. Oder doch? Durch die mitgelieferten Fenster entfällt die eigene Herstellung. Die Farbgebung des PanAm-Clippers ist Alu über alles mit einem dekorativen roten Feld auf der Flügeloberseite. Die im Wasser liegende Rumpfunterseite ist schwarz lackiert. Mit etwas Geschick und gut verlaufender Farbe ist das auch für den Anfänger ohne Schwierigkeiten zu erbringen.
    Schwächen: Auf die feinen Gravuren muss man beim Bau aufpassen. Besonders der Rücken macht hier etwas Kummer, hier muss ein bisschen gespachtelt und dann nachgraviert werden. Auch bei den Propellernaben müssen die Durchmesser erheblich vergrößert werden, wie auf dem Kartonbild und am Modell zu sehen.

    Fazit:

    Das äußerst seltene Modell als Zeugnis aus den Pioniertagen der Langstreckenfliegerei über See. Ein Vergleich ist nur mit einem Wasserflugzeug möglich, der Dornier Do X. Die offenen Rumpfzugänge lassen Hawaii-Klänge vermuten, nachdem die Fluggäste den Landungssteg betreten haben. Bei dem Diorama wieder ein Muss für jeden Airlinerfan.

    Weitere Infos:

    Anmerkungen: Besprechung durch: Alfred Dürr (Diorama ca. 20 Jahre alt, Literatur, Vergleichstabelle), Norbert Ruhland (Gesamttext und Bilder)

    Diese Besprechung stammt von Norbert Ruhland - 09. September 2013

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