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Lysander Mk.III

(Eduard - Nr. 1138)

Eduard - Lysander Mk.III

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:1138 - Lysander Mk.III
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:September 2008
Preis:ca. 45 Euro
Inhalt:
  • 3 hellgraue Spritzlinge
  • 1 Klarsichtteilspritzling
  • 14 Resinteile
  • 2 Ätzteilplatinen, teils farbig
  • Maskierfolie, vorgestanzt
  • Decalbogen
  • Bauanleitung

Besprechung:

Das Original

Die Westland Lysander diente seit Ende 1938 als Verbindungsflugzeug bei der Royal Air Force. Der Erstflug war im Juni 1936; insgesamt wurden 1.593 Flugzeuge gebaut.

Sie kann als das britische Gegenstück zur Fieseler Storch gesehen werden. Beide waren Hochdecker, großzügig mit Auftriebshilfen versehen, mit starrem Fahrwerk. Beide hatten eine sehr kurze Start- und Landestrecke. Die Lysander war jedoch größer und stärker, so dass sie neben den Verbindungsaufgaben noch eine Reihe anderer Rollen spielen konnte: Zielschleppflugzeug, Seenotrettungsflugzeug, Schleppflugzeug für Segelflugzeuge und sogar leichter Bomber. Am bekanntesten wurde sie aber wahrscheinlich als das Flugzeug, mit dem die SAS ihre Agenten im besetzten Europa absetzte.

Die letzten Exemplare wurden 1948 von der RAF ausgemustert.

Der Bausatz

Das Modell stammt aus den Formen von Gavia. Eduard hat sich der guten Formen bedient und das Modell mit Fotoätzteilen und finnischen Decalvarianten versehen in der Limited Edition herausgebracht. Während Gavia die englische Version mit Zusatztanks versehen herausbrachte, hat Eduard auf den Tank verzichtet und dafür Resinteile, u.a. für Schneekufen, beigelegt.

Die Spritzgussteile sind recht sauber ausgeführt und Auswerfermarken finden sich nur an nicht sichtbaren Stellen. Die Detaillierung ist als gut zu bezeichnen, wobei die fein versenkten Gravuren und Oberflächendetails vor allem der Tragflächen und des Rumpfes besonders gut gefallen.

Viele der Spritzgussteile für das Cockpit können durch die beiliegenden Fotoätzteile ersetzt bzw. aufgewertet werden. Insgesamt zeigt sich das Cockpit reichhaltig detailliert. Die Außendetaillierung braucht sich da auch nicht zu verstecken, hier gefällt vor allem das gut wiedergegebene Fahrwerk mit den Federbeinen aus Resin.

Der Rumpf mit den Teilen für das Fahrwerk
Der Rumpf mit den Teilen für das Fahrwerk

Tragflächenoberseite und Höhenruder
Tragflächenoberseite und Höhenruder

Tragflächenunterseite und Motorteile
Tragflächenunterseite und Motorteile

Die Fotoätzteile

In gewohnter Eduard-Qualität enthält der Bausatz zwei Ätzteilplatinen. Die farbig bedruckte Platine enthält die Teile zur Aufwertung des Cockpits. Eine zweite noch umfangreichere Platine enthält unbedruckte Teile zur Aufwertung des Innenraumes und des Exterieurs.

Ätzteile für außen und farbig bedruckte für die Cockpitdetaillierung
Ätzteile für außen und farbig bedruckte für die Cockpitdetaillierung

Die Klarsicht- und Resinteile

Die Klarsichtteile sind sauber gegossen und recht dünn und transparent. Zum Abkleben der vielfach abgestrebten Kanzel liegen dem Bausatz vorgestanzte Eduard-Masken bei.

Zur Vervollständigung liegen noch sauber gegossene Resinteile bei. Diese sind einmal die Kufen für das Fahrgestell, ein MG und Munitionstrommeln, Teile für den Motor und das Fahrwerk.

Die sauber gegossenen Klarsichtteile
Die sauber gegossenen Klarsichtteile

Resinteile für Kufen, Motor und Bewaffnung
Resinteile für Kufen, Motor und Bewaffnung

Die Decals und die Bemalung

Wie die Fotoätzteile präsentieren sich die Decals in ebenso hoher Qualität. Der sauber und versatzfrei gedruckte Bogen enthält Markierungen für vier verschiedene finnische Maschinen. Hier liegt auch das einzige Manko des Bausatzes. Zumindest für den deutschen Markt. Denn das finnische Hoheitszeichen bis 1945 war ein blaues Hakenkreuz. Und leider lassen sich mit dem beigelegten Decalbogen nur finnische Versionen darstellen. Wer also sein Modell präsentieren möchte, muss entweder diese Decals abdecken oder andere verwenden, und kann dann eben keine finnische Version mit Schneekufen darstellen.

Die Bauanleitung führt übersichtlich durch den Bau des Modells. Recht detailliert wird auf die Bereiche eingegangen, die durch Fotoätzteile verfeinert werden können. Fragen sollten hier so gut wie nicht auftauchen. Wie bei allen aktuellen Eduard-Bausätzen enthält auch dieser sehr schöne Seiten- und Aufrisse der einzelnen Markierungsvarianten, leider aber nur in Schwarz-Weiß. Wir sind halt schon verwöhnt von den ansprechenden farbigen Anleitungen, die sonst beiliegen.

Decalbogen für vier finnische Versionen (entschärft!)
Decalbogen für vier finnische Versionen (entschärft!)

Die Bemalungsanleitung mit den Hinweisen für die Decals
Die Bemalungsanleitung mit den Hinweisen für die Decals

Bild vom Karton mit den darstellbaren Varianten
Bild vom Karton mit den darstellbaren Varianten

Darstellbare Maschinen:
  • LY-116, 2/LeLv 16, Wintertarnung, Hirvas, Januar 1943
  • LY-118, 2/LeLv 16, Tiiksjärvi, August 1945
  • LY-119, 2/LeLv 16, Viiksjärvi, Februar 1942
  • LY-120, 2/LeLv 16, Nurmoila, Juni 1942
Stärken:
  • feiner Guss
  • gute Detaillierung
  • umfangreiches Zubehör in Form von Fotoätzteilen, Resinteilen und Masken
Schwächen:
  • Vom Bausatz her keine ersichtlichen, aber leider nur finnische Decalvarianten mit den beschriebenen Problemen

Fazit:

Die bereits gute Basis der Spritzgussteile wurde hier mit der Zugabe von Resin- und Ätzteilen aufgewertet. Die Darstellung der Lysander in finnischen Diensten und mit Schneekufen ist sicher interessant, man muss sich aber eine Lösung für das Decalproblem einfallen lassen. Trotzdem ist dieser Bausatz auf alle Fälle sehr empfehlenswert.

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Herbert Engelhard - 08. März 2010

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