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Cruisership AIDAdiva, AIDAbella, AIDAluna

(Revell - Nr. 05200)

Revell - Cruisership AIDAdiva, AIDAbella, AIDAluna

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Schiffe Zivil
Katalog Nummer:05200 - Cruisership AIDAdiva, AIDAbella, AIDAluna
Maßstab:1:400
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Dezember 2011
Preis:ca. 60 €
Inhalt:
  • zwei Rumpfschalen
  • zwei Aufbautenwände
  • 17 Spitzlinge, davon 4 aus Klarmaterial
  • ein Modellständer
  • Decalbogen
  • 28seitige Bauanleitung

Besprechung:

Original:

Die AIDAdiva ist ein auch als „Clubschiff“ bezeichnetes Kreuzfahrtschiff der Reederei AIDA Cruises, einer Tochtergesellschaft des amerikanischen Konzerns Carnival Corporation & plc. Sie ist das erste von sieben geplanten, weitgehend baugleichen Schiffen der „Sphinx“-Klasse. Zum Zeitpunkt der Indienststellung war die AIDAdiva das größte Schiff der Reederei. Sie wurde vom Germanischen Lloyd nach „100 A5 with freeboard 2.305 m Passenger Ship with Cabins IW ERS BWM-S P7D22 Environmental Passport MC AUT RP3-50%“ klassifiziert und ist im italienischen Schiffsregister mit dem Heimathafen Genua eingetragen. Wie alle Schiffe der Reederei wurde auch die AIDAdiva, AIDAbella und AIDAluna in erster Linie für den deutschsprachigen Kreuzfahrtmarkt konzipiert. Die typische Bemalung mit Mund, Augen und Lidstrich entwarf der Grafiker Feliks Büttner bereits 1996. Die AIDAdiva verfügt über insgesamt 1.025 Passagierkabinen unterschiedlicher Kategorien, davon sind 666 Außenkabinen (ca. 65 %), der größte Teil davon hat einen Balkon. Unter den Außenkabinen befinden sich 18 Suiten, die im vorderen und hinteren Bereich der Decks 6–9 liegen. Sie bieten eine Fläche zwischen 24 und 44 Quadratmetern und können mit bis zu vier Personen belegt werden. Elf Kabinen sind barrierefrei ausgebaut und bieten auf einer Grundfläche von bis zu 27,5 Quadratmetern Platz für maximal drei Personen. In allen Kabinen steht sogenanntes interaktives Fernsehen („iTV“) zur Verfügung. Über dieses System lassen sich Informationen über Reiseverlauf, Wetter sowie Nachrichten abrufen. Gegen Gebühr können auch Kinofilme abgespielt werden. (Quelle: Wikipedia)

Besprechung:

Wer auf einem Schiff der Aida.-Flotte bereits unterwegs war, diverses auf den Reisen erlebt hat oder einfach nur einmal ein ziviles Schiff bauen möchte, für den ist dieser Bausatz ein Muss! Vor dem fertigen Modell allerdings haben die Entwickler aus Bünde etwas Mühe und Schweiss mit eingebaut, denn ein einfaches Unterfangen die ca. 370 Teile inklusive der entsprechenden Bemalung zu montieren ist es nicht! Es bedarf schon einer gewissen Ausdauer und natürlich Zeit zum Ziel zu kommen. Dennoch. Ein Prunkstück in der Virine wird es allemale sein. Warum? Weil das Modell in Punkto Detaillierung und Filigranität noch besser ist als zum Beispiel die QM2 im gleichen Maßstab.

Der Rumpf ist zweiteilig und sauber strukturiert. Leider gibt es innen keine Wasserlinienschnittkante. Der Waterliner wird aber wissen, was zu tun ist. Bordwände und Decks sind aus einem Stück, so dass es keine sichtbare Klebekanten geben wird. Neben den hoch filigranen Kleinteilen gibt es auch wieder Relings aus Spritzguss. Diese fallen produktionsbedingt etwas solider aus, was den Standardmodellbauer nicht stören wird. Der Aftermarket wird in Kürze sicherlich dazu eine Lösung haben, oder vielleicht der Hersteller selbst?

Eine Vielzahl an Klarsichtteilen gilt es zu verbauen. Gerade im Bereich des Theatriums macht das Sinn, denn die verglaste Rotunde bietet wie beim Original Einblick auf das Interieur, das natürlich dann auch sauber zu bemalen ist, es sei denn man duscht diesen Bereich mit “Smoke-Lackierung” wie beim Original, denn es gibt Beriche, die mit getöntem Glas ausgeführt sind. So wie ich es überblicken kann, gibt es in der Bauanleitung dazu keinen Hinweis. Denoch: Die Bauanleitung ist sehr üppig ausgefallen. 82 Baustufen warten auf den Modellbauer. Dabei ist die Anleitung genau zu studieren, damit man auch alles lackiert, was später noch sichtbar sein wird.

Eine Besonderheit bilden die Klarsichtteile für den hinteren Sportbereich. Dieser hat im Original eine an einen gebogenen oberen Rahmen aufgehängte Netzsstruktur. Diese wird bausatzseitig mit netzartigen Decals, die auf die Klarsichteile aufgebracht werden sollen, dargestellt. In diesem Sportbereich befinden sich die Spielfelder für Volleyball und Basketball, die mit Decals wiedergegeben sind, sowie der Bereich mit den Squashcourts. Dieser besteht im Original aus einer quadratischen Pfosten-Riegel-Konstruktion, der Bausatz wartet mit einem glatten Klarsichtteil auf. Auch produktionsbedingt und wegen der Materialbeschaffenheit durch Klarsichtteile nur schwer zu realisieren ist, dass die verglasten Balkonbrüstungen Sprossen haben. Im Original gibt es Stöße zwischen den einzelnen Glasscheiben der Brüstungen. Die auf den Bausatzteilen aufgeprägten Sprossen gewährleisten natürlich die Haltbarkeit und Be- und Verarbeitungsfähigkeit dieser Teile optimal.

Auf dem Decalbogen zu finden ist außer den erwähnten Teilen noch der Kussmund, die an der Bordwand befindlichen Schlangen, die Schiffsnamen, das blaue Band, Rumpfmarkierungen, Sonnenschime, Wasserdarstellung für die Pools (leider wieder mit der witzigen Wellenmimik), Markierungen für die Beiboote, Flaggen und vieles andere mehr.

Auf eine Besonderheit der unterschiedlichen Schiffe wurde eingegangen: Die AIDAluna hat auf dem Pooldeck eine große LED-Wand. Diese ist natürlich Bestandteil des Bausatzes.

Revell - Cruisership AIDAdiva, AIDAbella, AIDAluna

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Darstellbare Maschinen:
  • AIDAdiva
  • AIDAbella
  • AIDAluna
Stärken:
  • toll umgesetzt
  • super detailliert
  • umfangreiche Bauanleitung
  • schönes Decalblatt
Schwächen:
  • produktionsbedingt sind einige wenige Bereiche des Schiffs nicht ganz authentisch

Fazit:

Hervorragender Bausatz, nicht nur für Kreuzfahrtverückte oder Schiffsenthusiasten, der sicherlich nicht unbedingt geeignet ist für den Einsteiger. Wenn sich der Modellbaueinsteiger diesen Bausatz gönnt, benötigt er auf alle Fälle eine ordentliche Portion Geduld und Durchhaltevermögen. Das fertige Modell allerdings wird ein toller Hingucker auf Ausstellungen sein, welches sicherlich den einen oder anderen fotografischen "Abschuss"  bewirken wird.

Weitere Infos:

Referenzen: www.aida.de

Diese Besprechung stammt von Martin Kohring - 13. Januar 2012

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