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Battleship H.M.S. Duke of York

(Revell - Nr. 05105)

Revell - Battleship H.M.S. Duke of York

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Schiffe Militär WK2
Katalog Nummer:05105 - Battleship H.M.S. Duke of York
Maßstab:1:700
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2011
Preis:ca. 10 €
Inhalt:
  • 3 Gussrahmen
  • 1 Nasschiebebogen
  • 1 Flaggenbogen
  • 1 Bauanleitung

Besprechung:

Das Original

Als drittes Schiff der King George V - Klasse stellte die H.M.S. Duke of York im November 1941 in Dienst. Im Laufe ihrer Karriere diente sie mit Erfolg im Geleitdienst im Atlantik und am Nordkap, bei den Landunsgunternehmen in Afrika und im Pazifik. Besondere Aufmerksamkeit gebührt dem Schiff durch das Gefecht mit der Scharnhorst, die in ihr ihren Meister fand. 1949 wurde das Schiff aus dem Dienst entlassen und 1958 abgebrochen. 

Der Bausatz:

Für den Bausatz 05105 verwendet Revell, wie gewohnt, eine Faltschachtel im bekanntem, grau-grünem Design mit einem attraktiven Ölschinken auf der Vorderseite. Drei Gußrahmen präsentieren sich sauber verpackt in einem Polybeutel, nebst einer Bauanleitung, sowie einem kleinen Nasschiebebogen und dem obligatorischen Papierbogen mit Signalflaggen und Flaggen verschiedener seefahrender Nationen. Dass die Bündener hier nicht mit einer Neuentwicklung aufwarten, wird dem Betrachter gleich nach dem Öffnen des Polybeutels offenbar. Eine Flut von Erinnerungen aus Kindheitstagen überfällt mich. Fast kann ich Mamas Nagellackentferner riechen, mit dem ich damals meine guten Pinsel gereingt habe, wenn das gebaute Modell nach gut einer Stunde Bauzeit fix und fertig auf meinem Schreibtisch stand. ... und richtig! Der dritte Rahmen verrät uns das Erscheinungsdatum: "(c) 1980". Klar Sache: Das hier ist der Matchbox Klassiker ... und ich bin scheinbar doch zwischendurch irgendwann alt geworden.

Rahmen 1: Deck und Aufbauten
Rahmen 1: Deck und Aufbauten

Wenn ich die stolzen 31 Jahre seit dem ersten Erscheinen des Bausatzes in Betracht ziehe, bin erstmal positiv überrascht: Es gibt keine nennenswerten Fischhäute, die von ausgelatschten Formen zeugen würden. Die Bauteile sind zwar dickwandig, aber immer noch scharfkantig. Es wäre verfehlt, einen Vergleich zu heutigen State-of-the-Art-Bausätzen anzustellen. Dennoch ist die Qualität des Gusses bestechend. Und dies besonders, wenn ich so manchen Zeitgenossen aus Fernost dagegenhalte, die ebenfalls noch heute - in frischer Verpackung und neuem Namen - immer wieder auf den Markt kommen. Zu seiner Zeit war dieser Bausatz Champions League-reif, keine Frage. 

Rahmen 2: Rumpf und jede Menge Kleinteile
Rahmen 2: Rumpf und jede Menge Kleinteile

Der Bausatz ist in den Maßen weitgehend stimmig. Es gibt ein paar kleinere Sinkstellen an dickeren Bauteilen, aber die sind gar nicht mal so schlimm. 

Es wurde nicht mit Kleinteilen gegeizt, auch wenn längst nicht alles so fein und klein ist, wie man es sich heute wünschen würde.

Rahmen 3: Bodenplatte, Aufbauten und Türme
Rahmen 3: Bodenplatte, Aufbauten und Türme

Umetikettierung: Kein Fall für Sherlock Holmes
Umetikettierung: Kein Fall für Sherlock Holmes

Bei den Plattformen der Aufbauten ist Vorsicht geboten, denn da gibt es ein paar Abweichungen vom Original. Wer ein originalgetreues Abbild der DOY bauen will, sollte noch einmal Pläne und Fotos zu Rate ziehen. Wie es scheint, ist der Bausatz ein Amalgam aus verschiedenen Schiffen der Klasse. Dies ist in Anbetracht des Alters des Designs nicht ungewöhnlich.

Auf der Rückseite der Wasserlinienplatte finden sich - nur mäßig unleserlich gemacht - die Angaben zum alten Hersteller. Auch wenn es das Foto nicht recht zeigt: Man brauch nicht viel Fantasie, um "Matchbox" erkennen zu können.

White Ensign und Flaggen-Bogen
White Ensign und Flaggen-Bogen

Der Nassschiebebogen ist versatzfrei auf ausreichend dünnem Film gedruckt und weist keinen Gilb auf. Der Flaggenbogen ist bedingt durch die Papierdicke und die "wehende" Darstellung kaum verwendar, zumindest, wenn die Flaggen am Modell echt wirken sollen.

Übersichtlich und aufgeräumt: Die Bauanleitung
Übersichtlich und aufgeräumt: Die Bauanleitung

Alles ein Frage des Make-Ups: Die Bemalungsanleitung
Alles ein Frage des Make-Ups: Die Bemalungsanleitung

Die Bauanleitung gehört wie immer zum Besten, was man auf dem Markt finden kann. Alles ist mit viel Platz, übersichtlich und deutlich gekenntzeichnet. Da sollten keine Fragen offen bleiben. Eine sehr positive Überraschung ist das sehr präziese wiedergegebene Tarnschema der DOY für die Jahre 1941-42. Die Farbangaben sind, wie üblich, nur in Revell Farben und -gemischen angegeben.

Neue Bausätze gehorchen heute anderen Anforderungen. Bei der Duke of York von Revell handelt es sich aber - wie erwähnt - um einen Bausatzveteranen in Wiederauflage. Ein direkter Vergleich mit aktuellen Produktionen verbietet sich daher. Für seine Zeit war der Bausatz mit seinen vielen kleinen Details mit Sicherheit ein Hingucker und ist auch heute für Einsteiger in das Hobby ein guter Startpunkt, um sich grundsätzliche Fertigkeiten anzueignen. ... oder man baut das Ding nochmal in all der Naivität der Kindheitstage. 

Darstellbare Einheiten:

H.M.S Duke of York, ca. 1942

Stärken:
  • Günstiger Preis 
  • Populärer Maßstab
  • Hoher Nostalgiefaktor 
  • Sehr gut wiedergegebenes Tarnschmema in der Bemalungsanleitung  
Schwächen:
  • Diverse kleine Ungenauigkeiten in den Plattformaufbauten 
  • 20mm AA Bewaffnung fehlt gänzlich 
  • Dicke Schanzkleider
  • Gusstechnik nicht auf der Höhe der Zeit 
Anwendung:

Für Anfänger und Nostalgiker

Fazit:

Ein Bausatz-Veteran der alten Schule. Vergleiche mit Bausätzen neuester Technik verbieten sich. Beim gegebenen Ladenpreis für Einsteiger und Nostalgiker auf jeden Fall empfehlenwert.

Weitere Infos:

Referenzen:

Diese Besprechung stammt von Guido Hopp - 20. Januar 2012

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