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Fw 190A-9

(Eduard - Nr. 8187)

Eduard - Fw 190A-9

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:8187 - Fw 190A-9
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:September 2012
Preis:ca. 25 €
Inhalt:
  • 6 Spritzlinge
  • 1 Spritzling aus Klarsichtmaterial
  • Abziehbilder für 5 Vorbilder auf zwei Bögen
  • Bauanleitung
  • 1 Platinen Ätzteile
  • Lackiermasken vorgestanzt

Besprechung:

Eduard - Fw 190A-9

Als letzte der Fw 190 A-Baureihen wurde im Herbst 1944 mit der Fertigung der Fw 190 A-9 begonnen, die im Unterschied zur Fw 190 A-8 ausschließlich mit dem leistungsgesteigerten BMW 801 TU/TS Triebwerk ausgerüstet werden sollte.

Der Unterschied zur Vorgängerversion A-8 wird im Allgemeinen an der Verwendung der Holzluftschraube (wesentlich breitere Blätter) und am gewölbten Kabinendach festgemacht. Beides sind allerdings nur wenig zuverlässige Indizien.

Die Planung zur Fw 190 A-9 sah für die neuen Triebwerke grundsätzlich Holzluftschrauben vor, doch sind je nach Lieferlage auch weiterhin Metalluftschrauben verwendet worden. Beispielsweise wurde 1996 das Wrack der Fw 190 A-9, WNr. 560024, mit der Lt. Hans Grapenthin vom Stab I./JG 11 seit dem 15. Februar 1945 als vermisst galt, aus dem Schloßsee bei Alt-Zeschdorf geborgen. Die Maschine war mit einem BMW 801 TS-l Triebwerk und VDM-Metalluftschraube ausgerüstet. Umgekehrt sind Fw 190 A-8 ab ca. Mitte 1944 mit Holzluftschrauben ausgerüstet worden.

Die gewölbte Schiebehaube inkl. dem umgestalteten und verstärkten Kopfpanzer "Furchenzieher" (O-Ton Focke Wulf) ist das Ergebnis einer Forderung der mit Fw 190 ausgerüsteten Schlachtgeschwader nach einem verbesserten Überschlagschutz. So erhielten auch Fw 190 A-8 ab Herbst 1944 verstärkt das "Buckeldach" (O-Ton Luftwaffe).

Ein stärkeres Indiz für die Unterscheidung der beiden Versionen ist das Lüfterrad der Zwangskühlung. Im Unterschied zum BMW 801 D-2 Motor sollten die neuen TU/TS-Triebwerke ein anderes Lüfterrad mit 14 statt der bisher verwendeten zwölf Blätter erhalten. Weitere äußerlich nicht sichtbare Veränderungen gegenüber der Fw 190 A-8 waren ein größerer Schmierstoffkühler sowie eine stärkere Panzerung von Motorölkühler und –behalter.

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Fw 190A-9

Fw 190A-9

 

Wie im Original, so auch im Modell...

Eduard bringt nun die finale Version der Fw-190 A als separaten Bausatz auf den Markt.

Überraschungen bleiben aus. Die Teile sind alle schon aus den vorherigen Ausgaben bekannt. Alle sichtbaren Unterschiede sind berücksichtigt. Es bleibt dem Modellbauer überlassen, ob er sein Modell mit der Darstellung der Metall- oder Holzluftschraube versieht, beide Möglichkeiten bietet der Bausatz. Auch in der Frage der Kabinehaube kann man wählen, ob man das Buckeldach oder die gerade Ausführung verwendet. Das Lüfterrad ist ebenfalls sowohl in der 12-Blatt, als in der 14-Blatt Ausführung vorhanden.

Der hausinterne Eduard-Standard bezüglich der Bauanleitung kommt auch bei diesem Bausatz zum Tragen, vollfarbig gedruckt, klare und verständliche Skizzen der einzelnen Montageschritte und mit Bemalungsanleitung in Form farbiger Vierseitenrisse.

Die Decals sind leicht glänzend, satt in der Farbe, sehr genau im Ausdruck und wurden dieses Mal von Eduard produziert.

Darstellbare Maschinen:

  • W.Nr. 206000 III./KG(J)27, Wels am Wagram, Österreich, Mai 1945
  • W.Nr. 490044 II./JG 301, Bad Langensalza, Mai 1945
  • W.Nr. 205998, Stab III./SG 10, Salzburg, Österreich, Mai 1945
  • W.Nr. 750114 13./JG 54, 1944/1945
  • W.Nr. II./JG 301, Mai 1945
Fw 190A-9Fw 190A-9

Fw 190A-9

 

Die Fw 190 Bausätze aller Varianten von Eduard dürfen nachwievor als beste Fw 190 Bausätze im Maßstab 1:48 betrachtet werden. Die Formtreue, Detailfülle und vor allem die Genauigkeit in der Darstellung versionsspezifischer Merkmale werden von keinem Bausatz eines anderen Herstellers erreicht. Kleinere geometrische Mängel stellen die zu schmalen Räder, das zu flache Buckeldach, der etwas zu breite Panzerring und die viel zu breite Vorderkante der Seitenleitwerksflosse dar.

Die Ausstattung der Bausätze ist sehr umfangreich, umfasst bereits Photoätzteile und Lackierschablonen. Andere Hersteller folgen inzwischen diesem Trend, und statten ihre Bausätze ebenfalls zunehmend reichhaltiger aus.

Fazit:

Mit diesem Bausatz schließt Eduard die Varianten der strenmotorgetriebenen Fw 190 ab. Die Spritzgussteile sind aus den bereits erschienenen Bausätzen bekannt, dennoch ist eine Nachbildung aller versionsspezifischen Merkmale der Version A-9 möglich, da alle nötigen Teile von vornherein berücksichtigt worden. Die Auswahl der Markierungsmöglichkeiten ist wiedereinmal vielfältig und wird durch die hervorragend gedruckten Decals unterstützt. Der Bausatz folgt in seiner Ausstattung dem bekannten, hohen Eduard-Standard: Photoätzteile, Maskierschablonen und vollfarbige Bauanleitung.

Weitere Infos:

Referenzen:

"Focke Wulf Jagdflugzeug", Peter Rodeike, ISBN 3923457448

Anmerkungen:

Ich bin gespannt, ob sich Eduard doch noch hinreißen lässt, und die frühen Versionen (A-0 bis A-4) hinterherschiebt. Die Spritzlinge werden uns aber mit Sicherheit zukünftig noch in dieser oder jenen limitierten Ausgabe begegnen.

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Kai Röther - 18. Oktober 2012

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