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Eurocopter EC135 The Flying Bulls

(Revell - Nr. 05724)

Revell - Eurocopter EC135 The Flying Bulls

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Hubschrauber
Katalog Nummer:05724 - Eurocopter EC135 The Flying Bulls
Maßstab:1:32
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Mai 2013
Preis:ca. 25 €
Inhalt:
  • 2 Spritzlinge aus silberfarbenem Kunststoff
  • je 1 Spritzling aus hellgrauem, weißem und ockerfarbenem Kunststoff
  • 1 Spritzling aus klarem Kunststoff
  • 1 Decalbogen
  • 1 Bauanleitung
  • 5 Acrylarben à 5 ml
  • 1 Doppelpinsel
  • 1 kleine Flasche Revell CONTACTA Professional Kleber

Besprechung:

Revell - Eurocopter EC135 The Flying Bulls

Der leichte zweimotoriger Vielzweck-Hubschrauber EC 135 entstand als erste gemeinsame Entwicklung der deutschen Daimler-Chrysler Aerospace und der französischen Aerospatiale für die zivile Luftfahrt. Der Fluggerätehersteller Messerschmidt-Bölkow-Blohm (MBB) begann in den 1980ger Jahren mit der Weiterentwicklung des sehr erfolgreichen BO105 mit dem Ziel, die Kabine zu vergrößern und die allgemeinen Leistungsparameter anzuheben. Der anfänglich als Demonstrationsmodell für neue Technologien gebaute Prototyp BO108 wurde von MBB 1994 in den Firmenverbund Eurocopter mit eingebracht. Der Erstflug des BO108A1 am 15. Februar 1994 erfolgte noch auf dem MBB-Werksgelände in Ottobrunn. Ausgestattet mit einer Fly-by-Wire-Steuerung und dem neuen gelenk und lagerlosen Hauptrotor, der die störenden und materialermüdenden Vibrationen des Rotorkopfes auf ein Minimum reduziert sowie agil und deutlich leiser arbeitet als herkömmliche Konstruktionen, entsprach die Maschine dem jüngsten Stand der Luftfahrt- und Werkstofftechnologie. Die Rotorgelenke konnten durch den Einsatz verwindungsfähiger GFK-Blätter eingespart werden. Der Rumpf bestand zum größten Teil aus CFK. Bei Eurocopter sah man für einen auf dem B0 108 basierenden Helikopter gute Marktchancen und führte den Entwurf als EC135 bis zur Marktreife weiter. Die französische Aerospatiale steuerte den neuen Fenestron-Heckrotor bei, der nochmals eine deutliche Geräuschreduzierung und einen Sicherheitsgewinn versprach, da freistehende rotierende Teile entfielen. Bei der Markteinführung 1996 rüstete man zunächst die Version EC135P1 mit kanadischen Pratt & Whitney-Turbinen und den EC135T1 mit Turbomeca-Fabrikaten aus. Beide Versionen wurden in großen Stückzahlen verkauft.

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Eurocopter EC135 The Flying Bulls

 

Als deutlich wurde, dass eine stärkere Motorisierung dem EC 135 zu einem noch größeren Erfolg verhelfen könnte, begann Eurocopter ab 2002 mit der Fertigung von zwei weiteren Versionen EC135P2 und EC135T2. Seit 2006 werden nur noch die Versionen P2i mit Pratt & Whitney PW206B2 und T2i mit Turbomeca Arrius 2B2 produziert. Der EC 135 kann in jeder Version mit Einzel- oder Doppelsteuer ausgerüstet werden. Die vollautomatische elektronische Triebwerkssteuerung (FADEC) nach dem neuesten Stand der Technik gewährleistet maximale Leistung und Sicherheit sowie optimalen Kraftstoffverbrauch. Die optimalen Notleistungswerte der Turbinen bei Ausfall eines der Triebwerke bedeuten ein zusätzliches Plus an Sicherheit. Abgesehen von seinem Einsatz für den Personen- und Frachttransport wird er auch bei der Polizei und für Business- oder Offshoreflüge genutzt. Der EC135 gilt derzeit als der kostengünstigste und leiseste Hubschrauber seiner Klasse. Zusätzliche Ausstattungs-Optionen sind ein digitales Glascockpit, Notschwimmer für Übersee-Einsätze, eine externe Seilwinde, Fixtausysteme, Wetterradar („Radarnase"), Außenrückspiegel, Wire Strike Protection System ("Cable Cut"), FLIR Hochleistungs-Scheinwerfer (SX 16), externe Lautsprecher und digitale Kartenlesegeräte. Diese Optionen bieten dem Kunden die Möglichkeit, den Hubschrauber individuell auf die geplanten Einsatzbereiche abzustimmen. Seit April 2006 verstärkt ein in edlem Blau-Silber lackiertes Exemplar dieses Hubschraubers auch die Flotte der Flying Bulls. Die Maschine ist unter anderem mit der vollautomatischen Triebwerkssteuerung FADEC ausgestattet, die in allen Flugphasen die optimale Triebwerksleistung zur Verfügung stellt und damit die Arbeit des Piloten deutlich erleichtert.

Quelle: Revell

Revell - Eurocopter EC135 The Flying Bulls

Wie praktisch, dass die Flying Bulls aus Österreich auch einen EC-135 in ihrer Flotte betreiben, somit konnte auch dieser schon etwas betagten und angestaubten Bausatzform neues Leben eingehaucht werden. Revell hat aus dem schier unerschöpflichen Reservoir unterschiedlicher Varianten dieses Hubschraubers ein Ensemble für eine "ganz normale" VIP Maschine zusammengestellt. Von den angegebenen knapp über 200 Einzelteilen werden gerade einmal 122 benötigt, der Rest wandert gleich in die Ersatzteilekiste. Aufmachung und Austattung des Bausatzes bezüglich der vorhandenen bzw. nicht vorhandenen Details haben wir euch ja schon bei der Besprechung der Rettungshubschrauber-Ausführung vorgestellt. Wie auch schon bei früheren Auflagen bemängelt ist die Gussqualität weniger berauschend, es gibt sehr viel Grat und Fischhäute zu entfernen, manchmal derart viel, dass bei kleinen Bauteilen mehr Haut als Bauteil vorhanden ist. Rühmliche Ausnahme bildet der Gießast mit der Aufschrift "Police Meck-Po/Bavaria", hier ist alles in Ordnung.

Revell - Eurocopter EC135 The Flying Bulls

Die VIP-Ausführung des EC-135 ist im Inneren sehr aufgeräumt und sauber, es gibt also nicht allzu viele markante Details. Daher ist das, was im Bausatz für diesen Bereich angeboten wird, völlig ausreichend. Die Türen kann man von Haus aus ohnehin nicht geöffnet bauen, das Einzige, was man verbessern könnte, wäre die Gurte an den Sitzen neu anzufertigen und etwas plastischer zu verlegen. Die hinteren Scheiben sind beim Original dunkel getönt, was die Sichtbarkeit des Innenraums weiter einschränkt (die Bauanleitung ignoriert diesen Umstand allerdings). Das Pilotenabteil ist mit allen nötigen Details ausgestattet, die Instrumente sind jedoch nach wie vor nur als Decal vorhanden. Bei den Sitzen sieht man die Gestelle beim Original nicht, da diese mit einem Bezug abgedeckt sind (gilt warscheinlich auch für die Passagiersitze). Im Außenbereich fehlen ein paar Kleinigkeiten an Details, wie z.B. der kleine Scheinwerfer und die Zweiblatt-Antenne am Bug, ein weiterer Handgriff in der Nähe des Rotorkopfes, ein Lufteinlauf vor den Kufen, ein Detektor (?) vor dem Triebwerks-Lufteinlauf und so weiter. Am Besten orientiert man sich da an Vorbildfotos, vieles wurde sicherlich nachgerüstet bzw. den Erfordernissen angepasst. Etwas lieblos gestaltet sind die diversen Gitter an den Rumpfseiten, ein wenig mehr Tiefe könnte hier nichts schaden.

Revell - Eurocopter EC135 The Flying Bulls

Ein echter Schwachpunkt bei diesem Bausatz sind die Klarsichtteile. Zumindest beim vorliegenden Exemplar sind die Teile mit Kratzern, Schrammen und Schlieren übersät. Man kann das zwar durch vorsichtiges Polieren etwas abmildern, so ganz perfekt wie es sich für 1:32 gehören würde wird man es nicht hinbekommen. Wie bereits erwähnt sind die hinteren Fenster nicht getönt und bedürfen entsprechender Behandlung mit Tamiya Smoke oder ähnlichem. Die Decals sind dieses Mal auch eher durchwachsen, während die einfarbigen Elemente ganz ok sind gibt es bei den mehrfarbigen Decals einen doch sichtbaren Versatz im Druck. Der Druck ist auch nicht so scharf wie man sonst bei Revell gewohnt ist. Die Schriftzüge der Wartungshinweise sind mehr Striche als Texte und sehen eher spielzeughaft aus. Man könnte darüber hinwegsehen, wenn wir uns im Maßstab 1:72 befänden und die Lackierung diese Decals nicht noch betonen würde. In 1:32 sollte da heutzutage mehr drin sein. Die Anleitung ist wie gewohnt klar und übersichtlich gegliedert. Die im Plan angegebenen 15g sind eher optimistisch, ein wenig mehr schadet nicht. Die beiliegenden Farben sind sehr knapp bemessen, ob man mit den 5 ml Klarlack auskommt ist fraglich. Der Doppelpinsel ist bei diesem Modell ein Witz, da würde man sich angesichts der Größe ja totmalen, zum Umrühren der Farben reicht er aber.   

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Eurocopter EC135 The Flying Bulls

 

Revell - Eurocopter EC135 The Flying Bulls

Darstellbare Maschinen:
  • EC-135 'OE-FXB' The Flying Bulls, Salzburg Airport 2013
Stärken:
  • Ordentliche Detaillierung
  • Viel Nachschub für die Ersatzteilekiste
  • Sehr ansprechendes Outfit
Schwächen:
  • Viel Grat und Fischhäute
  • Fehlende Details am Rumpf
  • Klarsichtteile von sehr mäßiger Qualität
Anwendung:
  • Mittel

Fazit:

Die Lackierung steht dem EC135 sehr gut, ein schöner Farbtupfer im heimischen Hangar. Trotz einiger Schwächen ein empfehlenswerter Bausatz. Dem einfachen Zusammenbau steht aber einiges an Vorarbeit entgegen. Als Geschenk für einen Anfänger deswegen nicht unbedingt geeignet.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 17. Juni 2013

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