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Bell AH-1F Cobra The Flying Bulls

(Revell - Nr. 05723)

Revell - Bell AH-1F Cobra The Flying Bulls

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Hubschrauber
Katalog Nummer:05723 - Bell AH-1F Cobra The Flying Bulls
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Mai 2013
Preis:ca. 18 €
Inhalt:
  • 3 Gießäste aus schwarzem Kunststoff
  • 1 Gießast aus klarem Kunststoff
  • 1 Decalbogen
  • 1 Bauanleitung
  • 4 Acrylarben à 5 ml
  • 1 Doppelpinsel
  • 1 kleine Flasche Revell CONTACTA Professional Kleber

Besprechung:

Revell - Bell AH-1F Cobra The Flying Bulls

Die Bell AH-1 Cobra ist Amerikas legendärer Kampfhubschrauber. Für die Flying Bulls fliegt sie natürlich "nur" Einsätze auf Airshows. Sie war lange Jahre der klassische Kampfhubschrauber der US Army. Seit 1966 in zahlreichen Versionen hergestellt, erwarb sich die Bell AH-1 Cobra bereits im Vietnamkrieg einen legendären Ruf. Mit der Auslieferung der ersten Apaches trennte sich die Army schrittweise von der Cobra, nur die Marines setzen noch voll auf diesen Typ. Die Maschine der Flying Bulls ist eine AH-1 F, die in den achtziger Jahren gebaut und am Ende ihrer Dienstzeit vollständig abgewrackt und demilitarisiert wurde. Das sogar in der Mitte durchgeschnittene Überbleibsel wurde später vom amerikanischen Hubschrauberpiloten und -Sammler Chuck Aaron entdeckt und bis zum Jahr 2002 vollständig wiederaufgebaut. ln der Folge beeindruckte das Exemplar nicht nur auf zahlreichen Airshows, sondern spielte auch in TV-Serien wie "JAG - im Auftrag der Ehre" oder "Walker, Texas Ranger" mit. Natürlich immer mit Chuck Aaron am Steuer.

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2004 entdeckte Sigi "Blacky" Schwarz das Juwel für die Flying Bulls und konnten es nach langwierigen Export-Formalitäten - das Pentagon hält seine Hand schützend auch auf ehemaliges Militärgerät - endlich nach Salzburg überführen, wo es im Dezember 2005 in allen Ehren empfangen wurde. Die Bell AH-1 F der Flying Bulls besteht zum Großteil aus fabrikneuen Original-Teilen. Die Version F war die letzte Cobra, die mit nur einer Turbine gebaut wurde - und dieses Exemplar ist auch das letzte flugfähige dieser Version und überhaupt das einzige in Europa. Pilot Siegfried "Blacky" Schwarz, der für diesen Helikopter eine spezielle Ausbildung in den USA durchlaufen musste, führt das Einzelstück gekonnt auf Airshows vor. Wenn die Bell nicht fliegt, kann sie natürlich jederzeit im Hangar-7 am Salzburg Airport besichtigt werden. 

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Der Bausatz ist, wie nicht anders zu erwarten war, eine Wiederauflage des Monogram-Modells. In diesem Fall ist das aber keineswegs nachteilig, da es sich um einen soliden Bausatz mit einer guten Detaillierung und einem relativ einfachen Aufbau handelt. Wir haben euch ja bereits vor einigen Jahren die letzte Wiederauflage vorgestellt. Im Grunde wurde der Bausatz unverändert übernommen, allerdings hat man die Außenlasten teilweise entfernt, bzw. nachträglich herausgetrennt, warum auch immer. Zumindest die Raketenwerfer hätte man als Basis für den Bau der Rauchgeneratoren hernehmen können. Kurz zusammengefasst bekommt man für sein Geld eine gute Basisdetaillierung mit feinen erhabenen Gravuren und dezenten Nietenreihen, ein recht ordentlich ausgestattetes Cockpit mit erhabenen Details, Sitze mit angegossenen Gurten und wahlweise zwei Pilotenfiguren. Einige der Außendetails auf dem Rumpfrücken sind fest angegossen, was die Schleifarbeiten nicht gerade erleichtert. Die große Cockpithaube ist zwar zweiteilig ausgeführt aber nicht offen darstellbar. Der gesamte Hauptrotor besteht aus einem einzigen Bauteil, welches auf einem rudimentären Triebwerk montiert wird. Einige kleinere Sinkstellen und etwas Grat an den Teilen sind zu erkennen und müssen entfernt werden.

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Der 16x11 cm große Decalbogen ist wie gewohnt von guter Qualität. Die hochglänzende Ausführung passt nicht ganz zum späteren seidenmatten Finish. Das gesamte Flying Bulls Dekor ist als Decal vorhanden, auch die kleineren silberfarbenen Teile am Ausleger. Die Decals für das Cockpit sind ein wenig dunkel. Der Druck ist sauber und versatzfrei, auch die silbernen Elemente sehen überzeugend aus. Die roten Flächen sehen zumindest auf dem Bogen sehr (blick-)dicht aus, ob sie die schwarze Grundfarbe komplett überdecken ist allerdings fraglich. Die Bauanleitung ist wie gewohnt klar und übersichtlich gegliedert. In der Bemalungsanleitung soll das "Disco-Light" silbern bemalt werden, auf Fotos ist es, wenn überhaupt montiert, aber eher rot-metallic zu bemalen. Die beigefügten Farben sollten mengenmäßig für die Bemalung ausreichen. Der Doppel-Pinsel taugt aber nur zum Umrühren der Farben.

Revell - Bell AH-1F Cobra The Flying Bulls

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Weitere Bilder

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Bell AH-1F Cobra The Flying Bulls

 

Darstellbare Maschinen:
  • Bell TAH-1F, N11FX, The Flying Bulls, Salzburg Airport 2012
Stärken:
  • Ordentliche Detaillierung
  • Anfängertaugliches Modell
Schwächen:
  • Bis auf einige Sinkstellen und Grate keine nennenswerten, legt man das Alter der Werkzeugform zugrunde
Anwendung:
  • Einfach

Fazit:

Monograms AH-1F ist immer noch die beste Wahl für diesen Typ in diesem Maßstab, somit genau richtig für dieses Set. Der Preis von 18 Euro ist gerade noch in Ordnung.

Weitere Infos:

Referenzen:
  • Bell AH-1 Variants, Datagraph 4, Aerofax
  • AH-1 Cobra-Tank Killer, Colour Series, Osprey Publishing
  • AH-1 Cobra, Aircraft in Action No 168, Squadron Signal Publications
  • AH-1S Cobra, Lock On No 06, Verlinden
  • AH-1 Huey Cobra, Walk Around No 29, Squadron Signal Publications
Anmerkungen: Auf der Seite von Wolfgang Bredow zur AH-1 findet man einige Fotos der Flying Bulls Maschine, die beim Bau hilfreich sein könnten, ebenso auf Airliners.net.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 27. Juni 2013

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