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Spitfire Mk.IXc early version Profipack

(Eduard - Nr. 8282X)

Eduard - Spitfire Mk.IXc early version Profipack

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:8282X - Spitfire Mk.IXc early version Profipack
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Januar 2014
Preis:ca. 32 €
Inhalt:
  • 4 Gießäste aus dunkelgrauem Kunststoff
  • 1 Gießast aus klarem Kunststoff
  • 2 Decalbögen
  • 1 Platine mit zum Teil farbigen Fotoätzteilen
  • 1 Bogen mit Maskierfolie
  • 1 farbige Anleitung

Besprechung:

Eduard - Spitfire Mk.IXc early version Profipack

Gut ein halbes Jahr nachdem die Spitfire Reihe von Eduard mit einer Mk.IX late version erschienen ist, folgt nun die zweite Auflage dieses hervorragend gemachten Bausatzes in Form einer frühen Mk.IX. Grundsätzlich sind beide Bausätze identisch, die benötigten Teile sind weitestgehend schon bei der ersten Auflage dabei gewesen. Wirklich neu ist ein weiterer Gießast mit leicht geänderten Flügeln. Hauptunterschied zum "late" Flügel sind auf der Oberseite die nun breiteren Wülste der Kanonenabdeckungen und die in ihrer Form gänzlich anderen Wülste der äußeren MGs (late: oval, early: geformt wie ein Langloch). Auf der Unterseite liegt der Unterschied im fehlenden Vokes-Filter und der geringfügig geänderten Zugangsklappe für das Haupt-Kraftstoffventil.

Spitfire Mk.IXc early version ProfipackSpitfire Mk.IXc early version ProfipackNeu hinzugekommen, man beachte die breiteren Wülste.Neu an diesem Gießast sind die runden Abgasstutzen, die fehlten bei der late Version.Spitfire Mk.IXc early version ProfipackSpitfire Mk.IXc early version Profipack

Spitfire Mk.IXc early version Profipack

 

Weitere Unterschiede zur "late Version" sind die etwas anderen Teile der Motorenabdeckung, beim oberen Teil sind die Unterschiede allerdings kaum auszumachen (es ist in der Tat nur die Anzahl der Schnellverschlüsse am hinteren Ende anders, die early hatten fünf, die late sieben Stück). Etwas auffälliger sind da schon die frühen Höhenleitwerke, diese unterscheiden sich im Bereich der Enden, da sie noch von der Mk.V übernommen wurden. Das Seitenruder ist die schmale Ausführung mit der abgerundeten Oberseite. An der Flügelwurzel kommen die Teile ohne die Wülste zum Einsatz unter denen bei späten Ausführungen Platz für eine Kühlwasserleitung geschaffen wurde. Da es keinen definierten Übergang von früh nach spät gibt, sollte man in jedem Fall Originalfotos zu Rate ziehen, oft sind Merkmale beider Stadien an den einzelnen Maschinen zu finden. Da die ersten Mk.IX mehr oder weniger bereits hastig auf der Fertigungsstraße umgebaute Mk.V waren, gibt es noch weitere Besonderheiten der frühen Mk.IX, wie z.B. die durch angesetzte Bleche verlängerten Mk.V Motorenabdeckungen. 

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Soviel zu den Unterschieden in der Hardware, der Rest der Box ist weitestgehend identisch mit der late Version. Die Gießäste sind nun voll bestückt, das Heraustrennen überflüssiger Teile hat man sich geschenkt, die Restekiste wirds freuen. Gut 60 Teile sind am Ende übrig. Fotoätzteile und Maskierfolie sind zu 99% identisch, lediglich ein kleiner eckiger Rückspiegel ist der einzige Unterschied (Bauteil PE13). Für eine genauere Beschreibung der einzelnen Bereiche des Bausatzes und deren Detaillierung möchten wir auf unsere Besprechung der "late Version" verweisen.

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Kommen wir also zum Software-Paket, den Decals. Hier werden uns fünf verschiedene Optionen angeboten, vier RAF-Maschinen mit jeweils unterschiedlichen ausländischen Piloten sowie eine amerikanische Spitfire. Die Qualität der beiden Bögen ist hervorragend, der Druck absolut sauber und versatzfrei wie man auf den unten angefügten Ausschnittvergrößerungen sehen kann. Den Bogen mit den Wartungshinweisen kennen wir ja bereits aus der ersten Auflage.

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Die EN315, eine von zehn Spitfires, die von polnischen Piloten über Nordafrika geflogen wurden. Diese Einheit wurde auch das "Polish Combat Team" genannt. Ihr Staffelführer war der berühmte Pilot Stanislav Stalski, der immerhin 18 Luftsiege für sich verbuchen konnte. Die Maschine ist im Wüstentarnkleid gehalten, bestehend aus Middle Stone/Dark Earth über Azure Blue. Eine polnische Flagge sowie sechs Abschussmarkierungen zieren die Flanken der Maschine. Ein Foto der Maschine findet sich z.B. in der Zeitschrift Replic, Ausgabe 115 oder auch in Osprey's Aircraft of the Aces Nr. 5.

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EN133 flog zum ersten Mal am 16. November 1942 und flog danach ausschließlich bei der No.611 Squadron. Unter den Piloten, die diese Maschine flogen, war auch Franz Ferdinand Colloredo Mansfeld, ein Mitglied der österreichischen Oberschicht und US-Bürger. Er konnte drei bestätigte und vier wahrscheinliche Abschüsse für sich verbuchen. Die Maschine ging am 14. März bei einem Überfall auf den französischen Flugplatz Abbeville durch Fw-190 vom Jg. 26 verloren. Der Pilot, Commander James H. Slater, wurde dabei getötet. Ein Bild der Maschine findet sich auf Flickr und 1000aircraftphotos. Man beachte die abgedeckten Felgen!

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Die BS392 ist eine relativ bekannte Maschine der FAFL (Forces aériennes francaises libre) der No.340 Squadron "Île de France". Die Maschine fällt durch ihr "Donald Duck" Nose-Art natürlich besonders auf. Bernard Dupérier beauftragte das Wartungspersonal damit diese Figur aufzumalen, die auch schon einige andere von ihm geflogene Maschinen zierte. Er selbst flog diese Maschine aber nur wenige Male. BS392 durchlief während ihrer Karriere mehrere Einheiten und ging schließlich am 9. September 1944 bei einem Landeunfall verloren.

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WD-W bzw. EN354 war eine der Spitfires, welche von der USAAF über dem Mittelmeer eingesetzt wurde. Die 52nd Fighter Squadron, zu der diese Maschine gehörte, flog die Spitfire bis zum Frühjahr 1944. Die Gruppe war Teil der alliierten Streitmacht der Operation Torch über Nordafrika, welche am 8. November 1942 begann. Ein großformatiges Bild von Leonard Heltons Maschine findet man in Ventura Classic Warbids Nr.4, American Spitfire Colors & Markings Pt.2.  

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Maschine Nummer 5 ist eine der Spitfires, welche von einem Piloten aus Neuseeland geflogen wurde. Alan C. Deere flog schon bei Ausbruch des Krieges bei der RAF und kämpfte u.A. bei der Luftschlacht um England. Er war ab 1943 Führer der "Biggin Hill Wing". In dieser Position waren ihm auch persönliche Markierungen auf seiner Maschine gestattet, daher auch der Wimpel unter dem Cockpit. Ein Foto dieser Maschine befindet sich in dem Buch aus der Reihe Monografie Lotnicze Band 71, Spitfire Teil 4. 

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Darstellbare Maschinen:
  1. Spitfire Mk.IXc, EN315, Pilot S/Ldr. Stanislav Skalski, Polish Combat Team, Nordafrika, Frühjahr 1943
  2. Spitfire Mk.IXc, EN568, Pilot W/Cdr. Alan C. Deere, CO der Biggin Hill Wing, RAF Biggin Hill, Juni 1943
  3. Spitfire Mk.IXc, EN133, No. 611 Squadron, RAF Biggin Hill, Anfang 1943
  4. Spitfire Mk.IXc, EN354, Pilot 1st Lt. Leonard V. Helton, 52nd FG, 4th FS, La Sebala Airfield, Tunesien, Juni 1943
  5. Spitfire Mk.IXc, BS392, Pilot S/Ldr. Bernard Dupérier, CO der No. 340 Squadron "Île de France", RAF Biggin Hill, Frühjahr 1942
Stärken:
  • Sehr gute Detaillierung
  • Gute Ausstattung
  • Sehr gute Decals
Schwächen:
  • Keine wirklichen Schwächen
Anwendung:
  • Mittel

Fazit:

Auch die zweite Auflage der Spitfire hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Detaillierung und Originaltreue sind nach wie vor top. Etwas abgedroschen sind die Markierungsoptionen, das gab es alles schon mal irgendwie von irgendwem.

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 07. Februar 2014

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