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LKW der US Army in Deutschland

Fahrzeug Profile 59

 - LKW der US Army in Deutschland

Zusammenfassung:

Autor:Peter Blume
Verlag:Unitec-Medienvertrieb
ISBN:ohne
Erscheinungsjahr:2014
Sprache:Deutsch
Inhalt:
  • 52 Seiten mit zahlreichen Abbildungen in Farbe und Schwarz-Weiß
Preis:11,80 Euro

Besprechung:

Die 59. Ausgabe der Fahrzeug Profile könnte man durchaus als eine Art Fortsetzung der mehrteiligen Reihe über die Fahrzeuge der US Army in Europa in den 1980er Jahren sehen. Es behandelt nämlich einen Teil der dort aufgeführten Fahrzeuge. Genauer gesagt dreht sich dieses Mal alles um die LKW der US Army in ihren verschiedenen Erscheinungsformen. Jeder Fahrzeugklasse ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Einem kurzen einführenden Textteil folgt ein mehr oder weniger umfangreicher Bildteil mit überwiegend unveröffentlichtem Bildmaterial. Die Aufteilung des Heftes erfolgt nach steigender Gewichtsklasse. Den Anfang macht daher der berühmte 0,25t 4x4 M151 Ford Mutt Jeep, den man durchaus als den am häufigsten vertretenen Typ in der US Army bezeichnen kann. Eingeführt wurde er bereits kurz vor Ausbruch des Vietnamkrieges Anfang der 1960er Jahre. Gut 100.000 Fahrzeuge wurden bis 1980 gebaut und in verschiedensten Ausführungen bei den Streitkräften in aller Welt eingesetzt, darunter als Führungsfahrzeug, Funkwagen, Sanitätsfahrzeug oder als Waffenträger. Mitte der 1980er Jahre wurden der M151 und seine Abarten durch den heute noch eingesetzten HMMWV ersetzt.

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Weiter geht’s mit der 1,25t Klasse. Hierzu zählen der 6x6 M561 Gama Goat, der 4x4 M880 von Dodge sowie die 4x4 Commercial Utility Cargo Vehicles (CUCV) und natürlich der bereits oben erwähnte M998 HMMWV (Hummer). Die M561 Gama Goat gehörten zu den sogenannten Gelenkfahrzeugen. Ihre Karrosserie war zweigeteilt und über ein massives Gelenk miteinander verbunden. Im Falle des M561 waren im vorderen Teil der Antrieb und die Fahrerkabine untergebracht und im hinteren Teil der „Frachtraum“. Aufgrund der speziellen Konstruktion der Achs- und Radaufhängung besaßen die Gama Goat eine hervorragende Geländegängigkeit, allerdings war der Wartungsaufwand unverhältnismäßig hoch, so dass die Einsatzdauer nur sehr kurz war. Die M880 und sein Nachfolgemodell CUCV waren zwei typische Vertreter der amerikanischen Pickups der 1970er und 1980er Jahre. Beide Typen wurden in großen Stückzahlen bei der US Army für alle möglichen Aufgaben eingesetzt. Auch diese leichten LKW wurden durch den M998 ersetzt.

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Der M998 ist seit 1987 Jahre DAS Standardfahrzeug in dieser Gewichtklasse bei der US Army. Das Einsatzspektrum ist sehr vielfältig, was ja auch das Ziel seiner Entwicklung war, nämlich die Vereinheitlichung von Material. Der HMMWV wird als Cargo Troop Carrier, Armament Carrier, TOW Missile Carrier, Ambulance Carrier, Shelter Carrier und als Up-Armor HMMWV eingesetzt. Das gut 2,3t schwere Fahrzeug hat sich seither in zahlreichen Konflikten überall auf der Welt als sehr robust und zuverlässig erwiesen.

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Die nächsthöhere Klasse bilden die 2,5t 6x6 LKW der Baureihe M35. Die Entwicklung der M35 Serie begann bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. In den darauffolgenden Jahrzehnten bildete der M35 mit seinen zahlreichen Varianten das Rückgrat der Flotte von leichten LKW bei der US Army. Neben dem klassischen Pritschenaufbau (M35/M36) gab es Fahrzeuge mit Kofferaufbau (M109/M292), Tankfahrzeuge (M49/M50), Sattelzugmaschinen (M48), Kipper (M342) und Kranwagen (M60/M108). Derzeit befinden sich nur noch bei Reserveeinheiten einige M35 im Einsatz, im aktiven Dienst wurden sie durch neuere Modelle ersetzt.

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Die großen Brüder des M35 bilden die LKW der 5t Klasse der Baureihen M54, M809 und M939. Die M54 wurden wie der M35 schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt. Neben den üblichen Versionen und Aufbauten (Pritsche/Plane, Kipper, Container, Tankwagen usw.) gab es den M54 auch als Transporter für Pipelines, Brückenteile und als Basisfahrzeug für das Honest John Waffensystem. Die zweite Generation der 5t LKW, der M809, wurde ab 1970 bei der Truppe eingeführt. Die Änderungen gegenüber den M54 waren aber vergleichsweise minimal, verfügten sie doch über die gleichen Fahrgestelle, Aufbauten und Bereifung. Über 38.000 Fahrzeuge wurden gebaut und erst Mitte der 1990er Jahre wurden sie durch die 3. Generation, den M939 ersetzt. Der M939 wurde ab 1982 in Serie gebaut. Wie bei seinen Vorgängern existieren über zehn verschiedene Versionen und Aufbauten. Äußerlich erkennbar sind die Fahrzeuge an dem vergrößerten Führerhaus und der langen, nach vorne aufklappbaren Motorhaube. Im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen erhielten die Fahrzeuge ABS, neue, leichtere Motoren und teilweise einen Crew Protection Kit zum Schutz der Besatzung.

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Die M977 bilden die Klasse der 10t 8x8 LKW, vergleichbar mit den deutschen MAN 10t. Sie lösten die bis dahin eingesetzten M520 Goer, ein 8t Gelenkfahrzeug der Fa. Catapillar, ab. Die von Oskosh gebauten Fahrzeuge wurden ab Ende 1982 in die Truppe eingeführt und befinden sich auch heute noch in unterschiedlichsten Versionen im Einsatz. Der intensive Gebrauch der Fahrzeuge unter anderem im Golfkrieg machte eine zwischenzeitliche Werksüberholung erforderlich. Die neuesten Fahrzeuge diese Gattung verfügen über Paletten-Ladesysteme und Wechselpritschen (1074/75 und M1120).

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Die Zugmaschinen der Klasse M915 basieren auf der zivilen Centaur-Familie. Die Fahrzeuge werden in der Ausführung 6x4 (M915), 6x6 (M916) und 8x6 (M919/920) eingesetzt. Die M915 dienen als Zugfahrzeuge für herkömmliche Sattelauflieger. Die 8x6 Fahrgestelle werden für den Transport von schwerem Gerät und für Pionierfahrzeuge mit Muldenkipperaufsatz oder als Betonmischer verwendet. Das HETS Schwerlasttransportsystem (ähnlich dem deutschen SLT), bestehend aus der Zugmaschine M1070 und dem zugehörigen Auflieger M1000, dient vorwiegend zum Transport des M1 Abrams Kampfpanzers. Über 2500 Systeme wurden für die US Army beschafft und ab 1994 der Truppe zugeführt. Das mit einem 500PS starkem Dieselmotor ausgestattete Fahrzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h, die maximale Nutzlast liegt bei 63.500 kg.

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Im Zuge der Vereinheitlichung des eingesetzten Materials wurde Mitte der 1990er Jahre die „Family of Medium Tactical Vehicles“ (FMTV) eingeführt. Sie sollen die Fahzeuge der 2,5t und 5t Klasse ersetzen. Neben den zwei Hauptbaureihen, dem 2,5t Light Medium Tactical Vehicle (LMTV) und dem 5t Medium Tactical Vehicle (MTV), existieren gut 14 Unterversionen, die alle auf demselben Fahrgestell aufbauen. Die in Leichtbauweise gefertigten LMTV und MTV haben 85% aller Bauteile gemeinsam, was die Wirtschaftlichkeit und Ersatzteilversorgung erheblich verbessert.

Stärken:

  • Viele zum Teil unveröffentlichte Aufnahmen
  • Kurzer knapper Überblick über die jeweilige Fahrzeuggattung

Schwächen:

  • Keine ersichtlichen

Fazit:

Wer sich einen Überblick über die LKW der US Army in Deutschland verschaffen will liegt hier richtig. Zwar fehlt es insgesamt etwas an Tiefe, aber die Bilder entschädigen etwas dafür, da sie die Fahrzeuge in ihrer "natürlichen Umgebung" zeigen.

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Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 03. April 2014

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