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Tug Boat 1

Schiff mit verschiedenen Alterungstechniken

von Dave Roehrle

Warnung: Bei allen unseren Tipps & Tricks immer an die Sicherheit denken und wenn möglich erst an einem Probestück ausprobieren.


Einleitung:

Vor einigen Jahren kam ich auf die Idee des Baus von "Davetown", einem Großdiorama. Da ich weder den Platz noch die finanziellen Mittel habe, um diesen großen Plan in einem Zug durchzuführen, entschied ich, eine Reihe kleiner Dioramen zu bauen, die ich schließlich zu einem großen Diorama zusammenfügen könnte. Mein ursprünglicher Plan war, beim Bau soviel wie möglich scratch herzustellen, um ein einzigartiges Aussehen zu erreichen. Der HO Maßstab schien die logische Wahl zu sein, da soviel Zubehör auf dem Markt vorhanden ist und ich in diesem Maßstab gern arbeite, um einen großen Bereich auf kleinem Raum darstellen zu können. Bei der Suche im Internet fand ich Abbildungen einer Anlegestelle des Tugboat bei Staten Island, New York. Ich dachte, daß ein Diorama mit einigen der teilweise gesunkenen Tugboats eine Bereicherung zu meiner Stadt sein würde. Eine Suche nach vorhandenen Tugboat Bausätzen im HO Maßstab gestaltete sich recht schwierig. Die vorhandenen Bausätze waren entweder zu teuer oder es mangelte an Details. Ich entschied mich für Lindberg Bausätze, die ich auf Ebay zu wirklich guten Preisen erstand. SCHLEPPER # 1. Einer der Bausätze, die ich auf erstand, war teilweise gebaut und teilweise bemalt. Andere Teile waren gebrochen, oder fehlten. Ich entschied, mit diesem zu beginnen, weil ich einige Sachen ändern wollte, und bestimmte Techniken ausprobieren wollte.

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Das Vermessen des Bausatzes mit einem Messchieber ergab, daß seine Länge ungefähr 85 Fuß beträgt, was für Ostküsten Tugboats typisch ist. Die Luken maßen wenig über 5 Fuß und der Mann, welcher dem Bausatz beiliegt, maß umgerechnet ungefähr 8 Fuß. So ist der Maßstab nicht genau HO. Die Positionierung des Decks und der Kabine zusammen mit einer HO Figur zeigte mir, daß die Boote okay aussehen würden, wenn sie in der rechten Weise in Position gebracht würden.

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Ich begann damit, indem ich die Teile über Nacht in den Gefrierschrank legte, dann sorgfältig demontierte und neu passend verklebte. Ich ging daran das Deck aufzuarbeiten, um die Luken zu öffnen, dazu benutzte ich einen dreieckigen geformten Stichel, den ich aus einer Klaviersaite herstellte.

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Um die marode Struktur des Decks herzustellen, benutzte ich erst grobes Sandpapier einer Fußbodenschleifmaschine und eine Drahtbürste. Ich zog das grobe Sandpapier von Steven ausgehend zum Heck, um tiefe Riefen, wie in altem verwittertem Holz darzustellen. Die extremeren Verwitterungen entstanden, indem ich seitlich eine x-Acto Säge über die Flächen zog. Danach benutzte ich eine weiche Drahtbürste, um alle kleinen Fasern des Plastiks zu entfernen.

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Nachdem die Kabine zusammen geklebt war, schnitt ich die Türen aus und machte noch andere Vorarbeiten. Mit der Spritzpistole legte ich eine Schicht der Floquil Grundierung auf alles Innere und Außen. Nachdem die Grundierung getrocknet war, bemalte ich alle hölzernen Teile mit "Aged Driftwood" vom Doktor Bens.

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Auf die ganzen Metallteile sprühte ich eine erste Schicht Farbe, diese war Floquil Roof-Brown.

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Dann schattierte ich die Teile, die Farben waren Floquil Rust und Floquil Weathered Black.

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Nun wurden die oberen und unteren Bereiche mit Floquil Boxcar-Red eingenebelt.

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Da mir die Farbe zu gleichmäßig erschien, überarbeitete ich einige Bereiche mit Floquil "Weathered Black".

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Ich wollte die Kabine in einem leuchtenden Farbton haben, also verwendete ich Barnyard Red, das ich mit einem Pinsel in einer zufälligen Art und Weise auftrug. Die Bereiche um die Mitte der Kabine und einige andere Stellen wurden bewußt ausgespart, um den Eindruck von abgetragener Farbe zu erreichen. Nachdem die Farbe ungefähr 24 Stunden lang getrocknet war, benutzte ich eine weiche Drahtbürste in einer Abwärtsbewegung, um die Farbe teilweise abzutragen, um ihr ein ungleichmäßiges verwittertes Aussehen zu geben.

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Als das Deck mit den meisten Teilen zusammengebaut war, machte ich ein Washing aus verdünntem Schwarz und Rust. Schon wissend, wie ich das Boot später positionieren würde, zur Seite geneigt, ließ ich sie in diese Richtung laufen.

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Ich ersetzte die Aufgänge und Handläufe mit scratch gebauten Teilen. Die Aufgänge, die dem Bausatz für HO Maßstab beiliegen, hatten die Stufen zu weit auseinander, also fügte ich eine Stufe hinzu. Dann baute ich die Kabine und das Ruderhaus zusammen. Ich benutzte Testors Flugzeug-Scheibenkleber, um die Öffnungen und das Azetat für die vorderen Fenster einzukleben.

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Als das Boot komplett zusammengebaut war, benutzte ich unterschiedliche Farbtöne der schwarzen Farbe und des Rosttons, um Details hervorzuheben und sichtbare Klebestellen zu kaschieren.

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Dieses Boot zu bauen war mit nur einigen scratch gebauten Teilen und wenigen Änderungen ziemlich einfach. Die Effekte des Weathering und der Farbe gaben ihm genau das Aussehen, das ich erreichen wollte.

Dave Roehrle,
Übersetzung: L.Jurrat

Publiziert am 01. Dezember 2007

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