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Höhenjäger Focke Wulf Ta 152 H-1

Wehrmacht unterstützt die Luftwaffe beim Schutz der Grünen 9

von Theo Peter (1:72 Revell)

Höhenjäger Focke Wulf Ta 152 H-1

Ta 152 ist eine Weiterentwicklung der Focke-Wulf Dora, die noch einen Reihenmotor besaß. Besonders benötigt wurden in den letzten Kriegsmonaten Höhenjäger mit Druckkabinen, da auch die gegnerischen Bomberverbände mit diesen Kabinen ausgerüstet waren. Die Ta 152 ist das einzige deutsche Flugzeug mit Kolbenmotor, welches in diesen Höhen operieren konnte. Im Gegensatz zu den neuen extrem teuren und Material aufwendigen neuen Düsenflugzeugen der Firma Messerschmitt und Heinkel, konnten für die Ta 152 alte Focke Wulf FW 190 verwendet werden. Diese wurden mit neuen Druckkabinen, neuen Flügeln, und neuen Motoren ausgerüstet.

Höhenjäger Focke Wulf Ta 152 H-1

Die Motorenleistung konnte in großen Höhen durch einspritzen von Stickoxid enorm (ca. 400 PS in 9,8 km Höhe!) gesteigert werden. Bewaffnet war die Ta 152 mit einer Maschinenkanone MK 108 (30mm) und zwei Maschinengewehren MG 151/20 (20mm). Die Maschinen konnten aber nicht mehr kriegsentscheiden eingesetzt werden, da die Maschinen zu spät bzw. in zu geringen Stückzahlen an die Luftwaffe ausgeliefert wurden. Die hier gezeigte Maschine stellt die "Grüne Neun" des Stab Jagdgeschwader JG301 dar, die im April 1945 in Deutschland im Einsatz war.

Quelle: Revell Bauanleitung und Verpackung

Höhenjäger Focke Wulf Ta 152 H-1

Gebaut wurde das Flugzeug größtenteils aus der Box. Die Passgenauigkeit und Qualität der Teile ist in Ordnung, was man von der Detaillierung nicht behaupten kann. So besitzt das Cockpit weder ein Instrumentenbrett noch sonst irgendwelche Instrumente außer des Sitzes. Die Klarsichtteile liegen schlierenfrei bei. Einige Stellen mussten daher gespachtelt werden. Da das Flugzeug auf der Erde und nicht im Flug dargestellt werden sollte, wurden die Reifen etwas abgeflacht, um den Gewichtsdruck auf den Reifen darzustellen.

Höhenjäger Focke Wulf Ta 152 H-1

Ebenfalls wurden mit dünnem Draht Bremsleitungen an den Radaufhängungen angedeutet. Die Reifenschächte wurden mit Alufolie (die zuvor, durch Übertragen der Struktur einer groben Raspel/Feile ein Riffelblechmuster erhalten hat) beklebt. Bemalt wurde der Flieger mit matten Revellfarben und dem Pinsel. Nach Anbringung der Decals (sehr gute Qualität) erfolgte eine Alterung mit Revellfarben und dem Pinsel (Trockenmalverfahren).

Höhenjäger Focke Wulf Ta 152 H-1

Das Diorama soll eine Szene im bereits fast eingenommenen Deutschland zeigen, bei der einige Wehrmachtsoldaten eine neu an die Luftwaffe ausgelieferte Focke Wulf Ta 152 H-1 bewachen sollten. Die Wehrmachtsoldaten sind von der Front abgezogen worden, um die Luftwaffenstützpunkte zumindest gegen feindlich Infanterie und wenn möglich gegen feindliche Artillerie zu verteidigen. Doch da die Männer vom Fronteinsatz sehr ausgehungert und ermüdet waren, nutzten sie die Chance für ein kleines Schläfchen und eine kleine Mahlzeit.

Höhenjäger Focke Wulf Ta 152 H-1

Höhenjäger Focke Wulf Ta 152 H-1

Der Luftwaffensoldat versucht die rastenden Wehrmachtkameraden zu ermutigen wachsam zu sein. Die Dioramagrundplatte dürfte euch bereits aus zahlreichen anderen Dioramen bekannt sein und wird deshalb nicht weiter beschrieben. Das Sd.Kfz. 2 Kettenkrad stammt von Academy und wurde bereits auf MV vorgestellt. Die Soldaten stammen von Preiser und Airfix. Fässer, Waffen, Munition, Tische, Flugzeugteile, Leitern, Schweißgeräte, Flaschen, Kisten, Werkzeuge und Holzböcke stammen aus der Restekiste. Die Ölflecken unter dem Flugzeug wurden mit schwarzer Farbe auf den Kartonplatten angedeutet.

Höhenjäger Focke Wulf Ta 152 H-1

Höhenjäger Focke Wulf Ta 152 H-1

Auch wenn der Bausatz nicht mehr heutigen Anforderungen an Detaillierung und Qualität entspricht, macht das Modell, richtig in Szene gesetzt, eine sehr gute Figur. Sodass der sehr preiswerte Bausatz mit gutem Gewissen auch Modellbauneulingen empfohlen werden kann und sich optimal für den Einstieg in dieses Hobby bietet. Ich hoffe es gefällt.

Höhenjäger Focke Wulf Ta 152 H-1

Theo Peter

Publiziert am 09. September 2013

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