Vertol H-21C „fliegende Banane“von Axel Theis (1:72 Italeri)
Die junge Bundeswehr beschaffte ab dem Jahr 1957 insgesamt 32 Transporthubschrauber des Typs H-21 C Shawnee des U.S. amerikanischen Herstellers Vertol. Davon erhielt die Luftwaffe sechs Maschinen, die übrigen wurden bei den Heeresfliegern eingesetzt. Mein Modell flog beim Heeresfliegerbataillon 300 im rheinland-pfälzischen Mendig im Jahr 1968. Der letzte Flug einer H-21 fand Ende Dezember 1972 statt.
Mein Modell ist das Zweite dieses Hubschraubertyps. Das erste gebaute Modell hatte ich vor vielen Jahren an einen Sammler verkauft, was ich kurze Zeit danach bereut habe. Vor drei Monaten hatte ich die Idee, ein neues Modell der „Banane“ zu bauen. Ich hatte noch vier so genannte „Test-Shots“ von Revell im Regal liegen, welche mir ein Vereinskollege vor vielen Jahren geschenkt hatte.
Revell hatte damals die Italeri Formen zeitweise übernommen und die H-21 als Bundeswehrmaschinen mit eigener Verpackung und eigenen Decals sowie Bauanleitung herausgebracht. Einige Teile davon waren gebrochen sowie nicht ganz ausgegossen. Ein Fotoätzsatz von Eduard hat mir ein anderes Vereinsmittglied ebenfalls abgegeben. Die verwendeten Decals stammen von einem Ha-Hen Bogen sowie aus der Restekiste.
Wegen den zum Teil sehr winzigen Metallteilen von Eduard und den zusätzlichen Teilen in Eigenherstellung, gestaltete sich der Bau allerdings sehr zeitaufwändig und handwerklich schwierig. Die Cockpitverglasung passte sehr schlecht an den Rumpf. Da musste mit Flüssigspachtel gearbeitet sowie das komplette Glasteil angepasst werden, das heißt überschliffen und aufwändig poliert werden. Die am Modell nicht stimmigen Führungsschienen für die seitlichen zu öffnenden Fenster am Cockpit, habe ich durch neue Teile aus Plastiksheet ersetzt. Auch die Antennen sowie die Außenrückspiegel, haben viel Geduld von mir abverlangt. Die Streben der Spiegel entstanden aus dünnen gezogenen Gussästen. Die Bügel an denen die Spiegel selbst befestigt sind, habe ich aus dünnem Kupferdraht hergestellt. Das Anbringen der Kabinenfensterrahmen aus Messing, war ebenfalls eine Herausforderung, ohne die Scheiben zu verunreinigen.
Die ebenfalls aus Fotoätzteilen entstandenen Triebwerksteile sowie die im hinteren, inneren Heckbereich befindlichen Fotoätzteile, sieht man am fertigen Model kaum noch. Die Seile sowie die restlichen Teile für den Außentransport von Lasten unter der Maschine, sind in Scratchbau entstanden, die Seile aus dünnen gezogenen Gussästen. Für solche Transporte waren die außen befindlichen Spiegel sehr von Nutzen.
Lackiert habe ich mein Modell mit selbst abgemischten Acrylfarben von Tamiya, für den Tarnanstrich in Gelboliv. Weiterhin kamen noch Farben von Vallejo, Ammo of Mig, Revell und A-Stand zur Anwendung. Eine dezente Alterung sowie eine Versiegelung mit Ammo of Mig Seidenmatt, waren die Abschlussarbeiten. Ich hoffe mein Modell gefällt. Axel Theis Publiziert am 09. Oktober 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |