2017 Ford F-150 RaptorEasy-click aufgewertetvon Jens Lohse (1:25 Revell)
Der 2017er Ford F-150 Raptor ist eine Sonderserie im High-Performence-Bereich, er verfügt über einen 450 PS starken V6-Turbomotor und ist besonders für Offroad-Einsätze geeignet. Der Bausatz 07848 von Revell in der roten Ausführung stammt aus einem Sonderverkauf und kam für wenig Geld in meinen Bestand. Mein Plan war es einmal auszutesten, was man aus solchem Kit mit nur 18 Teilen plus Decals und Stickern herausholen kann ohne weitere Teile zu verwenden.
Der Haupteil der Arbeit entfiel natürlich auf die sehr gute Karosserie, nach der Versäuberung der Formennähte wurde alles mit 600er Schleifleinen feucht angeschliffen. So wurde auch die Bedruckung der Radläufe entfernt. Nach der Reinigung bekam die Karosserie eine Grundierung mit Revell 43. Weiter ging es mit der Endlackierung mit dem alten Metallic-Farbton 392 von Revell. Nach einer Trockenzeit von vier Tagen kamen die Decals auf die hinteren Kotflügel und am nächsten Tag wurde die Karosserie mit Humbrol-Klarlack versiegelt. Nach einer weiteren Trockenzeit von vier Tagen ging es an die Detailbemalung der Karosserie, alle Fensterdichtungen wurden mit einem Edding 140S, B-Säulen und Luftschlitze auf den vorderen Kotflügeln mit Revell 302 bemalt. Jetzt ging es erst einmal mit der Bodengruppe weiter, sie wurde wie auch die Innenraumwanne, Felgen, Kühlergrill, Ansaugstutzen und hinterer Einsatz in der Heckklappe mit der Airbrush mit Revell 302 lackiert. Auf Vorbildfotos findet man oft schwarze und dunkelgraue Teile in Kombination montiert, so erhielt auch mein Modell diese Kombi aus Revell 302 und abgedunkeltem 378. Alle Lackierungen in diesem Dunkelgrau wurden mit dem Pinsel ohne Abkleben ausgeführt.
Nach der Lackierung der Innenraumwanne in Revell 302 folgte eine Detailbemalung. Die orangen Decals für die Sitzflanken wurden nicht verwendet, hier kam Humbrol RAL 2000 zum Einsatz. Später wurden die Sitze noch mit mattem Klarlack bemalt. Auch das Armaturenbrett erhielt eine Detailbemalung mit den Farbtönen Revell 43 und Humbrol 27002. Die mit angegossene Ladefläche wurde wieder mit abgedunkeltem Revell 378 bemalt. Jetzt fehlte noch die Bemalung der Felgen, sie habe ich mit Humbrol 27002 eingefärbt. Die Reifen wurden auf die Felgen gesetzt und das Profil mit Pigmenten verschmutzt. Für die Typenschilder auf dem Heckklappeneinsatz verwendete ich Humbrol 11. Mit dem Versuch, die Decals sauber auf die Rückleuchten zu bekommen bin ich leider gescheitert. Aufgrund der vorhandenen Form bildeten sich trotz der Verwendung von Decal-Soft Falten und so wurden sie nur mit roter Glasmalfarbe bemalt - nicht optimal, aber besser als ein knittriges Decal.
Die Endmontage der fertigen Bauteile wurde in der vorgegebenen Reihenfolge erledigt, alle Verbindungen wurden mit einem Tropfen Klebstoff gesichert. Letztendlich erhielt das Modell doch noch einige Details die nicht im Kit vorhanden waren in Form von Scheibenwischern aus der Restekiste und zwei Auspuffendrohre aus Evergreen-Profilen. Weitere Bilder
FazitTrotz der Tatsache, das es sich bei diesem Modell um einen Snap-Kit handelt der mit nur wenigen Teilen daherkommt überzeugt die Karosserie, die bedruckte Verglasung und der Decalbogen. Auch die Innenraumteile sind ausreichend und mit einer Detaillackierung aufwertbar. Schwachpunkt des Kits ist die Bodenplatte ohne jedes Detail bis auf den Ölwannenschutz. Mit einer besseren Bodenplatte könnte Revell den Kit leicht aufwerten und einer breiteren Kundschaft schmackhaft machen. Für Modellbauer, die den Kit selbst verbessern möchten gibt es im Netz 3D-gedruckte Achsteile und Reifen. Jens Lohse Publiziert am 14. Januar 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |