2003 Pontiac Grand PrixNASCAR, #01 US Army", Jerry Nadeauvon Thomas Lutz (1:24 Revell)
Das Militär ist in den Vereinigten Staaten sehr viel mehr bei Sportveranstaltungen und Sportverbänden präsent als in Europa. In der NASCAR noch stärker wie in anderen Sportarten. In der Parade vor jedem Rennen sind Abordnungen der unterschiedlichsten Militäreinheiten dabei und kurz vor dem Start überfliegt die Air Force die Rennstrecken.
Support our Troops heißt es jedes Jahr im NASCAR Cup, die NASCAR unterstützt Veteranen und es gibt für die Rennen verbilligte Tickets (15%) für Angehörige der Truppen.
Alle Waffengattungen sind permanente oder zeitweise Hauptsponsoren für einige Teams. Army, Air Force, National Guard, Navy und extra die Marines sind Sponsoren. Dazu kommt noch das Sponsoring der Coast Guard, die im eigentlichen Sinn keine Militäreinheit ist, sondern zum Department of Homeland Security gehört.
Für das Team von MB2 Motorsports und dem Crew Chief Ryan Pemberton war die US Army im Jahr 2003 der Hauptsponsor. Der Pontiac Grand Prix wurde in dieser Saison gefahren von Jerry Nadeau (9 Rennen), Mike Wallace (7 Rennen), Mike Skinner (10 Rennen), Joe Nemechek (4 Rennen), Jason Keller (Richmond) und Boris Said (Sonoma). Die restlichen vier Rennen hatte der Wagen den Sponsor „USG Sheetrock“ einem Unternehmen für Tapeten, Farben, Trocken- und Innenausbauprodukten.
Die besten Einzelergebnisse erreichten Boris Said beim Rennen „Dodge Save Mart 350“ auf dem Infineon Raceway in Sonoma, Californien mit der Pole Position und Jerry Nadeau mit einem 4. Platz beim „Samsung Radio Shack 500“ auf dem Texas Motorspeedway in Fort Worth, Texas.
Im freien Training auf der Rennstrecke in Richmond verunglückte Jerry Nadeau sehr schwer und wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Ihm wurden kaum Überlebenschancen gegeben bei gebrochenen Rippen, Lähmung der linken Körperseite, einem Lungenkollaps und einer Schädelfraktur.
Nach seiner relativen Genesung und Rehabilitation absolvierte Jerry Nadeau im Herbst einen Fahrtest, konnte aber mit seinem linken Bein das Bremspedal nicht bedienen. Seine Karriere als Fahrer war damit beendet. In den Folgejahren hatte er Jobs als Kart Driving Instructor auf dem Lime Rock Park Speedway und als Spotter in der Busch Series.
Das Decal für den US Army Pontiac wurde von Slixx Decals angeboten, für den #01 Sponsor USG Sheetrock gab es ein Decalsheet von JWTBM.
Autos mit Charakter eben ... ... wo auch immer Modelle gebaut werden Thomas Lutz, Publiziert am 22. Juli 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |