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Doxford Standard Motorship

Frachtschiff aus den 1930er Jahren

von Thomas Sperling (1:700 Jim Shirley production)

Doxford Standard Motorship

Geschichte

Das Doxford Standard Motorship wurde Anfang der 30er Jahre von der britischen Schiffswerft William Doxford & Sons entwickelt und ab 1934 bis 1945 in zwei Baureihen mit über 100 Stück gebaut. Es war das erste Serien-Trampschiff, das mit einem Verbrennungsmotor und nicht mit einer Dampfmaschine ausgerüstet war. Die Überlegungen dabei waren, dass ein Verbrennungsmotor bei einer besseren Leistung mit ca. 9 Tonnen Betriebsstoff am Tag auskam, ein Kohlen-Tramper mit einer Dampfmaschine dagegen ca. 40 Tonnen Kohle pro Tag verbrauchte. Eine Bevorratung für Rundreisen war dadurch einfacher.

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Ein entsprechender Dreizylinder-Dieselmotor für die Schiffe wurde von den Konstrukteuren der Werft entwickelt. Dieser erbrachte eine Leistung von 1.800 PS und das Schiff erreichte damit eine Geschwindigkeit von 10 Knoten. Ab 1939 wurde ein verbesserter Dieselmotor  mit einer Leistung von 2.500 PS eingebaut, womit eine Höchstgeschwindigkeit von 12 Knoten erreicht werden konnte. Bei der Entwicklung des Schiffstyps wurde großer Wert darauf gelegt, dass das Schiff auf der Werft mit dem vorhandenen Werkzeug zu bauen war und die Maschinen einfach zu bedienen und zur Not zu reparieren waren. Die positiven Erfahrungen mit diesem Schiffstyp veranlassten viele Reeder, selbst die, die noch mit der traditionellen Trampschifffahrt verbunden waren, diesen Schiffstyp zu verwenden.

Doxford Standard Motorship

Auch die Britische Marine setzte Doxford-Standardschiffe ein. Viele Schiffe fuhren wegen ihrer Robustheit und Zuverlässigkeit noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1960er Jahre. Die letzten Schiffe wurden 1970 in Asien abgebrochen.

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Technische Daten

  • Länge: 128 m
  • Breite: 16,5 m
  • Seitenhöhe 10,6 m
  • Tiefgang: 8,7 m

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Der Bausatz

Bei dem Bausatz handelt es sich um einen frühen Resin-Bausatz der Firma Jim Shirley Productions von 1997. Er beinhaltet den Rumpf, die Beiboote, Aufbauten, Schornstein sowie Davits. Winden und Poller sind alle schon am Rumpf angegossen. 

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"DUXFORD" - dort ist man eher für die Fliegerei zuständig, das muss ein Verschreiber des amerikanischen Bausatzherstellers sein! Die Werft hieß sicher DOXFORD!

Die Bauanleitung besteht aus rudimentären Fotos des Modells mit Pfeilen für die Positionen der einzelnen Resin-Teile.

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Der Rumpf selber war leider viel zu flach. So tief lag kein Doxford-Standardship im Wasser. Ich habe den Rumpf entsprechen mit Platten erhöht. Die wenigen Bilder, die man von diesem Schifftyp findet, zeigen immer, dass die Schiffe sehr weit aus dem Wasser ragten. Niedergänge, Relings und Teile der Aufbauten wurden von mir mit Ätzteilen ergänzt und die Masten und Ladebäume aus Messingmasten von BMK gebaut. Bemalt habe ich das Modell mit Vallejo Farben.

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Leider gibt es diesen Bausatz nur noch sehr selten und es hat sich auch noch kein Hersteller gefunden, der diesen Schiffstyp als Bausatz neu auflegen würde. Als prägender Schiffstyp aus der Zeit der Tramp- und Linienschifffahrt würden sich bestimmt einige Schiffsmodellbauer über einen entsprechenden Bausatz freuen.

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Quellen:

  • Internet, Wikipedia
  • Ships in Focus Record 1 (gedruckt, erschienen 1996)

Thomas Sperling

Publiziert am 27. November 2023

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