Junkers G 24ba (See)K-SALC, Aero O/Yvon Rainer Kijak (1:72 Revell)
Es ist nicht unbedingt von Vorteil, wenn die Modellbaukästen zu lange im Schrank schlummern. So hatte ich mit dem Baukasten der Ju G 24 echtes Pech, als ich ihn öffnete und mit dem Bau begann. Der Rumpf und die Tragflächen waren ja noch ok, doch für einen Schwimmer hatte man ein falsches Unterteil beigelegt. Ersatz war nicht zu bekommen, so blieb mir nichts anderes übrig, als das Teil selbst nachzubauen. Da das Oberteil vorhanden war, musste ich aus Sheet die Seitenteile neu anfertigen und einkleben. Ich habe aber einige Rippen eingefügt, damit die Konstruktion an Steife gewinnt. Am Ende habe ich noch ein Schwimmerunterteil von einer Ju 52 angebracht und alles verschliffen und verspachtelt wo es noch nötig war. Im Nachhinein ist kein Unterschied zu sehen und die schwarze Farbe kaschiert alles.
Ansonsten lief der Bau gut vonstatten und dieses Modell der 2. Bauserie fehlte noch in der Sammlung. Von dem originalen finnischen Flugzeug habe ich auch gute Bilder im Netz gefunden. Als konsequente Weiterentwicklung der bewährten F 13 wurde die dreimotorige G 24 ab 1925 zu einem bestimmenden Faktor im europäischen Luftverkehr. Die Luft Hansa hatte nicht weniger als 28 G 24 in ihrer Flotte. Darüber hinaus fand sie Verwendung bei Fluggesellschaften in vielen Ländern Europas, so auch in Finnland. Hier, im Land der tausend Seen war natürlich ein Flugzeug mit Schwimmern gefragt.
Die Baumuster der Junkers G 24-Familie waren sehr umfangreich und unterschieden sich hauptsächlich in der Motorenwahl oder Anpassungen an den Kundenwünschen. Mehr dazu kann im Netz nachgelesen werden.
Die dargestellte Maschine ist die WN 919, G 24ba (See), K-SALC der Aero O/Y "Suomi", wie sie am 3. Juni 1926 ausgesehen hat. Aero O/Y, am 1. November 1923 gegründet, ist der Vorläufer der heutigen Finnair. Als sechstälteste noch operierende Fluggesellschaft der Welt startete sie 1924 mit Junkers F 13-Wasserflugzeugen den Betrieb zwischen Helsinki und Tallinn. Der IATA-Code "AY" steht noch immer für Aero Osake-yhtiö, bevor die Gesellschaft 1968 offiziell zu Finnair wurde.
Rainer Kijak Publiziert am 14. April 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |