Unimog S404 mit Pritsche offenDas Fahrzeug gehört der 3./PzBtl 21 der PzGrenBrig 2, 1. PzGrenDiv an.von Hauke Ahrendt (1:35 Revell)
Zum VorbildDer Unimog S 404 wurde zwischen beschafft, in der Mehrzahl mit Pritsche oder Kofferaufbau (Funk, San und Universal). Durch die hohe Stückzahl bei der Bundeswehr und den langen Einsatzzeitraum sollten die meisten das Fahrzeug noch persönlich kennen. Als Pritschenwagen wurden sie als Versorgungsfahrzeuge in allen Truppengattungen eingesetzt, weiterhin bis zur Einführung der M113 als Transportfahrzeug der PzGrenBtl (mot.), bei Luftlandeverbänden und Jägern wurden sie erst mit dem Unimog 2t ersetzt.
Wegen der außergewöhnlichen Geländegängigkeit des Unimog 404 war dieser Lkw in der Lage, den Gefechtsverbänden auch bis zur Frontlinie zu folgen. Der Antrieb war ein 60 kW-2,2 l Benzin-Vergasermotor, der auf Anraten amerikanischer Berater gewählt wurde. Hier wurde das typisch amerikanische Prinzip der Benzinmotorisierung vorgezogen. Erst später setzte sich bei der BW die Philosophie durch, dass, wo immer möglich, Diesel-Aggregate zu bevorzugen sind. Vor allem Funkkoffer-Fahrzeuge wurden später noch in Flecktarn lackiert.
Das ModellDas Modell zeigt ein Fahrzeug Unimog S404 mit Pritschenaufbau. Die Fahrzeugbasis ist von Revell, der baugleich mit dem von ICM ist. Hier gibt es nichts zu meckern, Alle Bauteile sind ohne sichtbare Sinkstellen, scharfkantig und passgenau. Auch sind die Angüsse nicht übermäßig und ein Trennen vom Spritzast ist gefahrlos auch für Kleinteile. Grundsätzlich gibt es für alle Unimog S404 von AK, ICM und Revell nur folgende Kritikpunkte:
Das Modell ist problemlos zu bauen, die Bauanleitung ist eindeutig, und die Teileflut wurde auf das Sinnvolle beschränkt. Anders als bei den Modellen der Kofferversionen (San, Funk, Universal) sind hier leider keine Seitenfenster für die Fahrerkabine enthalten.
Die Räder des Unimog wurden durch 3D-gedruckte Räder von FC ersetzt. Diese haben ein wunderbares Profil in belasteter Form und sind makellos gedruckt. Anders als bei DEF ist bei den Reifen mit NATO-Profil kein Reserverad dabei. Insgesamt sehen die Räder von DEF etwas besser aus als die von FC.
Von FC ist auch die für frühe Fahrzeuge typische Außensitzbank auf der Pritsche als Kennzeichen früherer Fahrzeuge, und auch die beiden genau passenden Fahrer-/Beifahrerfiguren sind von FC. Es ist übrigens korrekt, dass auf frühen Uniformen noch keine Deutschlandflagge aufgenäht war. Die Sitze stammen von Black Dog, da man sie in diesem Fall ohne Verdeck gut sehen kann.
LackierungAirbrush mit Revell 42 Gelboliv, unter Beimengung von etwas 57 Grau und wenig 88 Ocker.
DecalsDie Decals stammen aus dem Bausatz.
Hauke Ahrendt Publiziert am 24. September 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |