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Letov S-231

auf republikanischer Seite (FARE) im Spanischen Bürgerkrieg

von Martin Pohl (1:72 Kopro)

Letov S-231

Das Muster Letov Š-31 ist ein einmotoriger einsitziger Doppeldecker, der als Jagdflugzeug entwickelt wurde. Der Erstflug fand im Jahre 1929 statt. Der Typ wurde in den Letov-Werken in Letnany bei Prag in der Tschechoslowakei hergestellt. Die Maschine wurde komplett aus Metall gefertigt. Die Tragflächen waren verspannt und mit je einem N-Stiel auf beiden Seiten verstrebt. Ebenfalls mit zwei N-Stielen wurden sie im Bereich des Rumpfes befestigt. Der Motor trieb eine zweiflügelige Luftschraube aus Holz an, die ebenfalls von Letov gefertigt war. Varianten der Maschinen wurden im Spanischen Bürgerkrieg bis 1938 eingesetzt.

Letov S-231

Bei der Letov Š-231 wurde die Aerodynamik wesentlich verbessert. Die Maschinen erhielten ein geändertes Flügelprofil und der Sternmotor wurde mit einem Townend-Ring versehen. Als Motor wurde der Bristol Mercury gewählt. Der Erstflug dieser Variante fand am 17. März 1933 statt. Der Typ wurde noch 1934 in den Truppendienst überführt, in dem sie sich jedoch nur knapp zwei Jahre halten konnten.

Letov S-231

1936 wurden sieben Maschinen, in Kisten verpackt, nach Spanien geschickt, um von den Republikanern (FARE, Fuerzas Aéreas de la República Española) im Spanischen Bürgerkrieg eingesetzt zu werden. Aufgrund fehlender technischer Unterlagen ergaben sich jedoch Schwierigkeiten beim Zusammenbau und beim Einsatz. Vier wurden bei Startunfällen zerstört, die anderen drei aber noch zu Kampfeinsätzen herangezogen. 1937 wurden weitere zehn Maschinen nach Spanien gebracht. Diese bewährten sich aufgrund der bereits gemachten Erfahrungen mit der ersten Lieferung gut. Insgesamt zeigte sich jedoch, dass die Doppeldecker-Jagdflugzeuge gegenüber Maschinen wie der Polikarpow I-16 oder den noch moderneren Messerschmitt Bf 109 und Hawker Hurricane bereits veraltet waren.

Quelle: Wikipedia

Letov S-231

Der Bausatz, den ich mir hier vorgenommen habe, stammt von KP aus dem Jahre 1986. Dem Alter entsprechend muss man sich auf einige Säuberungsarbeiten einstellen. Die Formen waren wohl nicht die besten, letztlich habe ich aber schon wesentlich schlechtere gesehen.

Letov S-231

Nach diesen anfänglichen Schleifarbeiten folgte der Zusammenbau dann mit den sich immer wieder wiederholenden Tätigkeiten, Aufbau des spärlichen Cockpits, Detaillierung des Cockpits mit zusätzlichen Teilen entweder scratch oder aus der Restekiste; Bemalen des Cockpits; Einbau des Cockpits; Zusammenbau der Rumpfteile; Anbau der unteren Flügel und des Höhenruders. Und danach … verspachteln und wieder schleifen, unter Umständen auch mehrmals wiederholend.

Letov S-231

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Letov S-231

Wirklich spannend finde ich bei den alten fliegenden Kisten in der Hauptsache die Art und Weise, wie man die Streben zwischen den Flügeln symmetrisch einbaut. Ich habe für mich da einen Weg gefunden, würde aber jetzt nicht behaupten, dass das der Weisheit letzter Schluss wäre. Zuerst werden die äußeren Streben mit Hilfe einer Schablone in Position gebracht und verklebt, danach der obere Flügel aufgelegt, ausgerichtet und fixiert. Und schließlich werden die inneren Streben entsprechend der Markierungen an Rumpf und oberem Flügel an den Rumpf geklebt. Sobald das alles getrocknet ist, wird der obere Flügel wieder abgenommen und das Bemalen beginnt, zuerst mit einem Überzug mit Primer, bei mir von Createx.

Letov S-231

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Letov S-231

Ich habe mich für eine Letov in Diensten der FARE, also der spanischen Republikaner, entschieden, weil das etwas Farbe ins Spiel bringt. Die Unterseite wird hellblau und der Rest wird mit einem dunkleren Grün mit Tendenz zu Oliv besprüht. Farbangaben gibt der Bausatz nicht her, nur die farbig gedruckten Vierseiten-Ansichten auf der Schachtelrückseite. Ich habe das Grün und das Blau gemischt. Sobald das trocken war, wurden die Bereiche für die roten Markierungen abgeklebt und nach einer weißen Grundierung in RAL 3000 gespritzt. Ähnlich wurde auch die Fahne am Seitenruder aufgespritzt, erst weiß, dann gelb, dann oben rot und unten lila mit den entsprechenden Maskierungen natürlich. Schließlich wurden noch die beiden Decals angebracht.

Letov S-231

Danach habe ich dann die Bohrungen für die Verspannungen gesetzt und schließlich der obere Flügel aufgesetzt und eingeklebt. Die Verspannungen wurden mit extrem dünner Angelschnur ausgeführt. Diese Angelschnur – ich nutze Dino Ultra – hat den Vorteil, dass man sie unter Einsatz warmer Luft „nachspannen“ kann. Dafür muss man sie „bemalen“, wenn man die Verspannungen z.B. in dunkel haben will.

Letov S-231

Nach einem dünnen Überzug mit seidenmatten Klarlack bekam die Kleine noch ein leichtes Washing mit verdünnten Ölfarben und schließlich einen Schutzüberzug mit mattem Klarlack.

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Meiner Gewohnheit folgend habe ich dem Modell noch eine kleine Base mit zwei Figuren spendiert und ein neues Mitglied kann in der Vitrine begrüßt werden.

Als Referenzen diente wie immer das Internet.

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Danke für´s reinschauen!

Martin Pohl

Publiziert am 12. Februar 2026

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