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Sopwith Triplane

von Friedrich-Wilhelm Pipping (1:72 Kovozavody)

Sopwith Triplane

Obwohl die große Zeit der Modellbausparte "Flugzeuge WK1 in 1/72" mittlerweile vorbei ist, werden wir erfreulicherweise trotzdem gelegentlich mit Wiederauflagen der alten Kits versorgt. So hat auch Kovozavody Prostejov mit seiner Sopwith Triplane "Edition 2025" diesen Bausatz mit neuer Boxart und bisher unveröffentlichten Markierungen für zwei RNAS Flugzeuge und eine deutsche Beutemaschine erneut herausgegeben.

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Die Anzahl der Triplane Bauteile ist überschaubar und in einem einzigen Gußrahmen von 14x18 cm untergebracht.

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In meinem Fundus hatte ich noch den Decalsatz von "Avalon" (Best.Nr. 7026) aus dem ich dann für mein Modell als kleines Extra die persönliche Markierung vom Flight Sub Lt. Reg.Soar von der englischen Naval 8 Squadron ausgewählt habe. Dieser Schriftzug "Hilda" war in den bisher erschienenen Kovozavody Bausätzen auch nicht enthalten. Ein kleines Problem gab es bzgl. der Decals für die Kokarden an den Rumpfseiten, die bei Avalon einen sichelförmigen, weißen Randstreifen aufwiesen. Ersetzt habe ich sie durch einwandfreie Exemplare aus dem antiquarischen "Microscale" Bogen 720006, die nicht vergilbt waren und sich auch nach jahrzehntelanger Lagerdauer noch problemlos verarbeiten ließen.

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Weitere Infos zu diesem speziellen Triplane finden wir im Internet oder aber z.B. auch in den Publikationen "Windsock Datafile 22" , Windsock International Vol.6 Nr.4 oder im "Osprey Band 62 Tripane Aces Of World War 1".

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Grundsätzlich statte ich meine 1/72er Modelle zunächst mit drehbarem Propeller aus, der in einer Stahlwelle von einem Millimeter Durchmesser (aus dem Modelleisenbahn Zubehör) gelagert wird.

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Bei einem Bau "Out Of The Box" ergibt sich leider ein zu schmaler Flugzeugrumpf, hier wurden beide Rumpfhälften mittels einer Plastiksheet Zwischenlage an den vorgegebenen Ausschnitt im Unterflügel Bauteil angepasst. Den verbleibenden Spalt verspachteln wir anschließend.

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Die Sicherheitsgurte für den Piloten lieferte diesmal der "Airwaves" Ätzteilsatz AC7216.

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Bezüglich der anschließenden Cockpitgestaltung gehe ich immer sehr pragmatisch vor. Alles, was mit bloßem Auge nicht sichtbar ist, wird auch nicht ausgeführt. Generell habe ich allerdings eine Abneigung gegen Fotoätzteile und verwende diese nur sporadisch.

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Um bei den Rumpf-Flügelstreben, die maßgeblich für die Stabilität der Tragflächenkonstruktion zuständig sind, nach dem Ablüften des Plastikklebers unliebsame Überraschungen zu vermeiden, verstärke ich in der Regel die Fußpunkte solcher Klebestellen mit einem Metalldraht. Der wird von mir üblicherweise einer handelsüblichen Baumarkt Drahtbürste entnommen. (Vorsicht wie bei Ätzteilen!) Durch leichtes Nachbiegen kann ein aus der Form geratener Strebenwinkel ggfs. noch nachträglich dauerhaft korrigiert werden.

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Apropos korrekte Winkel, Abmessungen usw.: Vor Baubeginn skaliere ich eine Kopie eines Bauplans exakt passend zur Größe der Bauteile und drucke diese dann ein- oder zweifach aus. Alle benötigten Winkel und sonstige Abmessungen werden dann ausgeschnitten und zur Kontrolle an den kritischen Stellen am Modell gegengehalten.

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Den Spindelheber zur Trimmung des Höhenleitwerks habe ich "scratch" mit drei gezogenen Gußästen dargestellt. Überschüssiges Material kann nach dem Bemalen und Einkleben abgetrennt werden.

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Die Bemalung von Rumpf- und Flügeloberflächen wurde im ersten Schritt normal mit AK "Light Brown 11100" ausgeführt, anschließend gibt`s dann noch ein sorgfältiges, intensives "postshading" mit AK "PC12 11810".

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Auch die Unterseiten der Tragflächen erhalten einen ersten Farbauftrag mit hellerem AK "Pale Sand 11032" und dann zweitens für die Schattierung eine Farbgebung mit dem etwas dunkleren AK "Buff 11031".

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Alle Metallflächen im Motorbereich erhielten nach einer schwarzen Grundierung einen Anstrich mit AK "Aluminium 11207" und AK "Dark Aluminium 11208", je nach gewünschter Schattierung in unterschiedlichen Mischungen. Mir einem selbst angefertigten Decal (über ACT "Clear" Decalfolie) habe ich am Modell die Struktur der Original Metalloberflächen dargestellt, absichtlich in etwas vergrößertem Maßstab. Bei einer "eins zu eins" Übernahme wirkt das Muster bei Betrachtung mit dem bloßen Auge sonst nahezu nur als Grauschleier.

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Das Bausatzteil für das "Vickers" Maschinengewehr wurde an meinem Modell durch das kleine Weißmetall Kunstwerk von Mini World (Bestell Nr. A72 14) ersetzt.

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Die Sicherungsscheibe des Propellers habe ich dem älteren Ätzteilsatz "Prop Bosses" von Fotocut entnommen und das Firmenemblem auf dem Propeller kommt von LF Models (Best.Nr. 72151).

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Zur Darstellung der Verspannung hat bei meinen 1/72er Modellen bisher ausschließlich sog. CU Lackdraht mit 0,20 Millimeter Durchmesser Verwendung gefunden, der dunkel eingefärbt wird.

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Fazit:

Die allgemeine Beurteilung eines Kits ist für mich immer ein wenig problematisch. da das Endergebnis ja tatsächlich auch von der Erfahrung, dem Können und dem Zeitaufwand des jeweiligen Modellbauers abhängt. Bei meinem Triplane gab es, neben der etwas ärgerlichen Korrektur der Rumpfhälften sowie der fehlerhaften Avalon Decals für die Rumpfkokarden noch einige weitere Zusatzarbeiten. Diese lagen aber hier, wie bei WW1 Kits üblich, im normalen Rahmen und sind für mich immer sozusagen das Salz in der Suppe. Alles in allem würde ich sagen, bietet Kovozavody hier einen detaillierten Bausatz, dessen Zusammenbau zügig voran ging und der mir persönlich viel Spaß gemacht hat.

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Schließlich folgt bei meinen fertigen Modellen auf die über die gesamte Bauzeit verteilten, diversen Geduldsproben dann grundsätzlich die echt entspannende Gestaltung eines Modell Actionfotos am Computer. Ende der 70er Jahre noch mittels Kleinbildfilm, dann später digital am Rechner. Ich hoffe, daß mir zukünftig die "Künstliche Intelligenz" nicht den Spaß an der Sache nimmt, sondern mir hier echte Unterstützung bietet. Mein Triplane ist diesmal jedenfalls auf dem Foto, garantiert noch völlig ohne jegliche " KI ", ganz undramatisch und friedlich auf einer "Abendpatrouille" unterwegs.......

Sopwith Triplane

Friedrich-Wilhelm Pipping

Publiziert am 04. April 2026

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