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Tiger II

von Florian Haller (1:72 Revell)

Tiger II

Viel muss man wohl nicht mehr sagen zum Tiger II, oft auch Königstiger genannt, dem schwersten Kampfpanzer des Zweiten Weltkriegs. Mit der gewaltigen, bis zu 185 mm starken Panzerung und der langen 8,8 cm Kanone, die die Panzerung praktisch jeden alliierten Panzers durchschlagen konnte, war er ein zwar schwerfälliger, aber äußerst gefährlicher Gegner. Allerdings nur, wenn er sich von den feindlichen Bombern unbemerkt bewegen konnte, und nicht wegen Treibstoffmangel oder technischer Defekte liegen blieb, was nur allzu oft geschah. Dann war das fast 70 Tonnen schwere Ungetüm verloren, denn eine Bergung war oft unmöglich. Dennoch hinterließ der Panzer einen bleibenden Eindruck bei seinen Gegnern, auch wenn nur knapp 500 Exemplare produziert wurden und andere Typen den Großteil der Kämpfe ausfochten.

Tiger II

Das Modell ist aus dem Revell-Bausatz entstanden. Der Bausatz ist gut detailiert, passgenau und insgesamt leicht zu bauen. Ärgerlich ist die Einzelgliederkette. Sie ist zwar sehr schön, aber zu kurz. So sind Lücken fast unvermeidbar. Der obere Teil unter der Kettenabdeckung ist ein gerades Segment, als wäre die Kette bis zum Bersten gespannt, was völlig unrealistisch ist. Will man den Panzer ohne Kettenabdeckung bauen, muss man sich eine andere Kette besorgen oder bei Revell um Ersatz fragen. Es hätte nicht geschadet, ein paar Glieder mehr auf dem Spritzrahmen unterzubringen.

Die Kanone ist in Ordnung, wenn man die Mündung aufbohrt, trotzdem habe ich ein Austauschteil von RB verwendet. Bei dem relativ günstigen Preis und der guten Qualität kann man da nichts falsch machen.

Tiger II

Ich habe mich an einen der Bemalungsvorschläge der Bauanleitung gehalten, war aber der Meinung, dass zumindest dieser Panzer mit Zimmerit ausgerüstet sein musste. Ich habe die Beschichtung auf "traditionelle" Art erstellt, indem ich eine Mischung aus dünnflüssigem Plastikklebstoff und Spachtelmasse Stück für Stück aufbrachte und nach dem Antrocknen mit passenden Schrauber-Bits das Muster in die noch weiche Masse gedrückt habe. Es wirkt vielleicht etwas zu stark in dem kleinen Maßstab, aber ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Ich verwendete Tamiya Dunkelgelb (XF-60) und Revellfarben (48, 37) für die Lackierung. Die Farben wirken etwas grell, da ich auf eine Alterung verzichtet habe. Ich wollte den Panzer so darstellen, wie er in einem Museum stehen würde. Die Ketten habe ich zuerst in Stahlfarbe lackiert, dann stark verdünnte Rostfarbe aufgesprüht und schließlich die erhabenen Teile nochmal mit Stahlfarbe trockengebürstet.

Florian Haller

Publiziert am 24. February 2021

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