Panzerjäger I mit 4,7cm PAKImprovisierte Panzerabwehrwaffe der deutschen Wehrmachtvon Theo Peter (1:72 verschiedene Hersteller)
Zum Original:Der Panzerjäger I war eines der ersten improvisierten Panzerabwehrfahrzeuge der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg und entstand zu Beginn des Krieges aus der Notwendigkeit heraus, schnell wirksame Panzerabwehrmittel bereitzustellen. Als Grundlage diente das veraltete Fahrgestell des leichten Panzers I Ausf. B, auf das eine erbeutete tschechische 4,7-cm-PaK (Panzerabwehrkanone) montiert wurde. Diese Bewaffnung war für die frühen Kriegsjahre ausreichend, um leichte und teilweise auch mittlere feindliche Panzer zu bekämpfen. Angetrieben wurde der Panzerjäger I von einem Maybach NL 38 TR Motor mit etwa 100 PS, was ihm eine Höchstgeschwindigkeit von rund 40 km/h auf der Straße ermöglichte. Die Besatzung bestand in der Regel aus drei Mann: Fahrer, Richtschütze und Kommandant/Ladeschütze.
Seine Entstehung war stark durch den Bedarf an mobilen Panzerabwehrlösungen während der frühen Feldzüge, insbesondere in Polen und Frankreich, geprägt. Später wurde der Panzerjäger I auch in Nordafrika und an der Ostfront eingesetzt, wo er jedoch zunehmend an seine Grenzen stieß, da die gegnerischen Panzer stärker gepanzert wurden. Aufgrund seiner offenen Bauweise war die Besatzung nur unzureichend geschützt, insbesondere gegen Artillerie und Infanteriefeuer. Als Vorgänger im engeren Sinne kann man die gezogenen Panzerabwehrkanonen sehen, die jedoch deutlich weniger mobil waren.
Nachfolger waren leistungsfähigere Jagdpanzer wie der Marder I, II und III, die bessere Bewaffnung und teilweise verbesserten Schutz boten. Bei der Truppe war der Panzerjäger I ein zweischneidiges Schwert: Einerseits wurde seine Mobilität und Feuerkraft im Vergleich zu gezogenen Geschützen geschätzt, andererseits kritisierten die Soldaten den schwachen Schutz und die begrenzte Einsatzfähigkeit gegen moderne Panzer. Insgesamt stellte er jedoch einen wichtigen Zwischenschritt in der Entwicklung spezialisierter Panzerjägerfahrzeuge dar.
Zum Bau:Als Grundlage diente der Bausatz von First to fly (hier bereits vorgestellt: Panzerkampfwagen I Ausf. B, First to Fight 1:72 von Theo Peter) und einige Teile eines Panzerjäger I Bausatzes von Italeri (hier bereits vorgestellt: Panzerjäger 1, Italeri 1:72 von Theo Peter). Die Kanone war leider nicht mehr auffindbar, daher wurde diese kurzerhand scratch aus gezogenen Gußrahmen und einigen Teilen aus der Restekiste gebaut. Bemalt wurde der Winzling mit matten Revellfarben und dem Pinsel. Die Decals stammen vom ebenfalls aus der Restekiste und dem Italeri Bausatz. Damit der Panzer sich besser ins spätere Diorama einfügt, wurde dieser ebenfalls mit "Heu und Stroh" beklebt.
Blick auf den Bausatz von Italeri, der die oberen Teile sowie die Decals spendierte Das Diorama:Die Grundplatte des Dioramas besteht aus Holz und ist ca. 20x30cm groß. Die Geländeunebenheiten wurden mit Sprühkleber und Zeitungspapier modelliert. Nachdem die Diorama-Base in Erdtönen lackiert wurde, folgte die Anbringung der Grashalme mit dem Grasmaster. Die Wege wurden mit echter, fein gesiebter Erde bestreut. Sowohl das Gras als auch die Wege wurde mit der Spraydose bearbeitet, bis alles den gewünschten Farbton hatte. Der Baum entstand aus einem echten Teil eines Astes und wurde durch Anbringung von einigen „zusätzlichen“ Ästchen weiter detailliert. Die feinen Verzweigungen entstanden aus zurechtgezupftem Moos. Am Schluss wurde alles lackiert und mit etwas Streumaterial bestreut, um die Rindenstruktur nachzuahmen. Der Zaun entstand aus einem Naturgarn, Sekundenkleber und Zahnstochern. Der Heuhaufen ist eigentlich ein Polystyrolklotz der mit langfasrigem hellen Streugras beklebt wurde und so zu einem Heuhaufen wurde.
Getarnt hinter einem Heuberg und unterstützt durch Panzergrenadiere macht der Panzerjäger Jagd auf feindliche Ziele Die Figuren:Die im Diorama eingesetzten Figuren stammen von den Herstellern Zvezda aus dem Set „1:72 German Infantry in Winter Uniform", von Plastic Soldier aus dem Set „1:72 German stowage and tank commanders“ und von Zvezda „Deutsche PAK 40 mit Besatzung 1:72“. Die Figuren waren von hervorragender Qualität. Einige Figuren wurden in der Pose geändert und an die Umgebung angepasst. Bemalt wurden die Figuren mit matten Revellfarben und dem Pinsel und anschließend mit mattem Klarlack aus der Spraydose versiegelt. Besonderes Augenmerk lag dieses Mal auf den kleinen Details der Uniformen, wie beispielsweise den Abzeichen, Wappen und auch den Knöpfen, welche mit extrem feinen Pinsel aus dem Nagellackbedarf (Nail-Art) angebracht wurden.
Die 1:72 Figuren stammen von Zvezda und von Plastic Soldier Theo Peter Publiziert am 15. Oktober 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |