Du bist hier: Home > Galerie > Flugzeuge Militär Modern > Douglas A-4G Skyhawk

Douglas A-4G Skyhawk

Royal Australian Navy, #887, HMAS Melbourne

von Max Hauswald (1:48 Hasegawa)

Douglas A-4G Skyhawk

Vorwort

Bei der australischen Marine (Royal Australian Navy) wurde 1955 die HMAS Melbourne in Dienst gestellt. Der Flugzeugträger ist die „Resteverwertung“ eines eigentlichen Royal Navy-Trägers, der bereits 1943 auf Kiel gelegt wurde und nach Kriegsende erst einmal nicht weitergebaut wurde. Man entschied sich anschließend für den Weiterbau und eine Modernisierung mit abgewinkeltem Flugdeck und allgemeiner Vergrößerung zur Aufnahme von jetgetriebenen Flugzeugen – so dauert es relativ lange, bis dieser erst zehn Jahre nach Kriegsende in Dienst gestellt werden konnte.

Douglas A-4G Skyhawk

Anfangs wurden De Havilland Sea Venom und Fairey Gannets von der Melbourne aus eingesetzt. Ab 1967 lösten neue A-4G Skyhawks die bisherigen Jets ab und mussten alle Aufgaben, außer der U-Jagd, übernehmen.

Douglas A-4G Skyhawk

Mit der Außerdienststellung der Melbourne im Jahr 1982 wurden auch die Skyhawks überflüssig, da die australische Marine über keinen Flugzeugträger mehr im Inventar verfügte. Daher wurden die Maschinen 1984 an Neuseeland abgegeben. Im Anschluss wanderte ein Teil der verbliebenen Maschinen an das Unternehmen „Draken International“ und dienten als Zieldarstellungsflugzeuge.

Douglas A-4G Skyhawk

Douglas A-4G Skyhawk

Das Modell

Es handelt sich um das „ganz normale“ A-4E/F Modell, was sich sehr anbietet, da die A-4G Australiens eigentlich eine A-4F Skyhawk ist: reduziert um den bekannten „Buckel“. Nachgerüstet wurde ein Quickboost-Sitz mit schönem Gurtzeug – sieht einfach besser aus!

Die Antennenkonfiguration kann man Vorbild-Fotos entnehmen – zum Glück ist alles im Bausatz enthalten. Wichtig ist, dass der „Buckel“ der A-4F-Version nicht installiert wird.

Douglas A-4G Skyhawk

Da die Skyhawks für die australische Marine DAS Mehrzweckkampfflugzeug der Flotte war, hatte man alle vier Unterflügelpunkte zur Aufnahme von AIM-9 Sidewinder modifiziert – die A-4 der US Navy tragen diese nur zum Selbstschutz an den äußeren Aufhängungspunkten – bei den Australiern war die Skyhawk mit vier Sidewindern der „Jäger“ der Flotte. Für ein Flugzeug ohne Luft-Luft-Radar eine wirklich abenteuerliche Aufgabe…

Douglas A-4G Skyhawk

Da Hasegawa bekanntlich kaum Außenlasten beilegt, freut man sich nur über den Außentank. Die beiden Sidewinder und zwei Mk.82 Bomben mussten somit der Restekiste entnommen werden. Falls man die „legendäre“ Version mit vier AIM-9 bauen möchte, muss man bedenken, dass dem Bausatz nur zwei Launcher beiliegen!

Douglas A-4G Skyhawk

Lackierung und Alterung

Zu Beginn ihres Dienstes bei der RAN flogen die Känguru-Skyhawks mit der „normalen“ weiß/hellgrauen Lackierung der US Navy. Erst um das Jahr 1979 herum wurde das spätere grau/graue-Tarnmuster auflackiert. Die Decals entstammen dem tollen Armycast-Decalbogen „Skyhawk in the World“.

Douglas A-4G Skyhawk

Und ja, die Kängurus auf den Tragflächen sind tatsächlich so anzuordnen… hier sollte man auf jeden Fall das Vorbild betrachten. Auch spannend, dass im Internet Bilder von Modellen mit dem geraden Betankungsausleger existieren, eine kurze Recherche zeigt, dass diese bei den australischen Maschinen niemals installiert waren.

Douglas A-4G Skyhawk

Am Ende wurden - wie immer - die Gravuren mit einem Washing bedacht. Wieder ein Exot fertig…

Douglas A-4G Skyhawk

Max Hauswald

Publiziert am 03. Februar 2026

Du bist hier: Home > Galerie > Flugzeuge Militär Modern > Douglas A-4G Skyhawk

© 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links