Boeing P-8A Poseidonvon Axel Theis (1:72 BPK - Big Planes Kits)
Mit der Landung der ersten Boeing P-8A Poseidon auf dem Marinefliegerhorst Nordholz bei Bremerhaven am 7. November 2025 begann eine neue Ära der deutschen Marinefliegerei. Es ist das erste von acht bei Boeing bestellten Flugzeugen, das zweite ist mittlerweile auch schon ausgeliefert. In diesem Jahr werden weitere folgen. Hauptaufgabe des neuen Musters ist die U-Boot-Aufspürung und deren eventuelle Bekämpfung. Weiterhin werden die Poseidons zur weiträumigen Seeüberwachung in der Ostsee und dem Nordatlantik eingesetzt.
Die Crew besteht aus drei Piloten und weiteren acht Besatzungsmitgliedern. Seit der Gründung der Bundeswehr in der 1950er Jahren hatte die Marine drei Vorgänger der Poseidon. Das erste Flugzeug war die Fairey Gannet, später folgte die größere Breguet Atlantic und nach deren Ausmusterung acht in den Niederlanden gebraucht gekaufte Lockheed P-3 Orion. Damit hatte man allerdings keine so glückliche Hand, hauptsächlich wegen der eingeschränkten Einsatzbereitschaft. Mit der Poseidon verfügt die Marine nun über das modernste Aufklärungs- und U-Boot-Jagdflugzeug, das heute verfügbar ist.
Nun zu meinem ModellVor ein paar Jahren hatte ich schon einmal eine P-8 gebaut, ebenfalls von BPK (Big Planes Kits) aus der Ukraine. Dies war eine Maschine der US Navy; mit den Bausatzdecals versehen. Einen Artikel darüber habe ich damals in Modellversium gebracht. Daher erspare ich mir es nun, über den Bauprozess des neuen Modells zu berichten - es hat sich da nichts Wesentliches geändert. Lediglich mit verzogenen Tragflächenteilen hatte ich bei meinem zweiten Modell zu kämpfen. Um das Problem zu lösen, habe ich Spante aus 0,5 mm starken Messingblech eingebaut.
Die Lackierung ist ebenfalls die gleiche wie beim ersten Modell. Ich habe wieder selbst abgemischte Acrylfarben von Tamiya verwendet. Besonders danken möchte ich meinem Kollegen Jost Schreiber, der mir seine selbst erstellten Decals zur Verfügung gestellt hat. Diese sind hervorragend recherchiert und gedruckt und lassen keine Fragen offen. Zusätzliche Stencil-Decals von Furball wurden ebenfalls verwendet. Auch hat er mir wieder mit seinem professionellen Rat gut geholfen. Das Aufbringen aller Decals am Modell war unproblematisch. Damit kann auf die Decals von Draw-Decal verzichtet werden, welche nicht dem aktuellen Stand entsprechen, so wie die Flugzeuge jetzt wirklich aussehen.
FazitStolz und glücklich bin ich, dieses große Modell in meine Modellvitrine stellen zu können. Die Bauzeit betrug etwa drei Monate, und ich hoffe, meine Poseidon der Bundesmarine gefällt euch. Es ist die erste ausgelieferte Maschine mit der Kennung 63+01.
Experten und solche, die noch nie ein Modell gebaut haben, möchten bitte nachsichtig sein mit Kritik. Mein Modell wird sicherlich hier und da nicht ganz authentisch sein. In erster Linie bin ich Modellbauer: gerade bei sehr neuen Luftfahrzeugen ist es oft schwierig, alles richtig zu machen. Axel Theis Publiziert am 25. Februar 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |