Lockheed F-104G StarfighterMarine, MFG 1 Anfang der 70er Jahrevon Hauke Ahrendt (1:32 Italeri)
Einsatz bei der BundesmarineDie ersten Starfighter der Ausführung F-104G wurden Mitte 1960 der Truppe zugeführt, die Gesamtstückzahl der Version F-104G betrug bei den Verbänden 586. Eine tatsächliche Erprobung dieses Baumusters gab es vor der Einführung nicht. Viele Änderungen zur Erfüllung der Anforderungen der deutschen Luftwaffe führte fortgesetzt zu Modifikationen der Ausgangsbasis, so dass die Fertigung immer weiter verzögert wurde. Denn der ursprüngliche Entwurf des Starfighters war als Tagjäger unter Schönwetter-Bedingungen konzipiert. Das Muster F-104G / RF-104G und TF-104G hat ältere Flugzeugtypen wie F-86K, F-84F und RF-84F abgelöst. Hauptnutzer war neben der Marine selbstredend die Luftwaffe, die den F-104G Starfighter in der Rolle eines Jagdflugzeuges und eines Jagdbombers einsetzte.
Zum VorbildDargestellt wird eine F-104 G des MFG 1 Mitte der 70er. Es ist einer der wenige F-104G, die ich mit den späten taktischen Kennungen versehen habe. Da mein Modell ein Flugzeug der Marine im grauen Farbkleid darstellen soll das ab ca. 1970 für die Marineflieger verwendet wurde, habe ich hier das MFG 1 gewählt, da ich schon zwei F- bzw. TF-104G des MFG 2 gezeigt habe.
Außerdem wollte ich nun die Gelegenheit nutzen, um noch die Bewaffnung mit der AS.34 Kormoran 1 darzustellen. Daher habe ich dieses Vorbild aus dem Jahr 1975 gewählt, das ich auf der hervorragenden Seite 916-Starfighter entdeckt habe. Ich denke, nirgendwo anders kann man so viele konkrete Vorbilder der F-104G der Bundesluftwaffe und -marine finden wie hier. Eine echt hervorragende Seite für Liebhaber der Starfighter. Die Vorbildmaschine gehörte nicht zu den Glücklichsten. Zunächst beim JaBoG 31 eingesetzt, machte sie 1966 eine Bruchlandung, wurde jedoch wieder instandgesetzt und Anfang 1967 an das MFG 1 ausgeliefert. 1975 ging Sie, zum Glück ohne Personenschaden, bei einer Notlandung verloren.
Das ModellDer Bau auf Basis der RF-104-Bausatzes verlief identisch wie alle meine bisherigen Starfighter, auch die typischen verwendeten Zusatzteile sind dieselben. Der MB-Schleudersitz stammt von Aires, das Cockpit stammt zum ersten Mal aus dem Bausatz. Auch die Schubdüse ist von Aires, da diese erheblich besser aussieht als die aus dem Bausatz. Mehr muss nicht unbedingt sein. Die belasteten Räder sind von Eduard.
BeladungUm wieder eine weitere Variante einer Bewaffnung darzustellen habe ich mich für diese F-104G für eine spezielle Marine-Waffe entschieden: Die AS34 Kormoran. Diese gab es füher von CMK, leider aber ohne Pylone für den Starfighter. Inzwischen waren diese aus dem Programm genommen. Auch andere Bausätze der Kormoran habe ich in 1:32 nicht gefunden. Dann habe ich in 1:32 hier diese Kormoran AS34 als 3D-Druck erstanden. Im Set kommen 2 Raketen, die jeweils aus 2 Teilen bestehen, minimale Versäuberungen stehen an. Damit hat man mal wieder eine kleine Besonderheit unter den Flügeln hängen. Decals liegen nicht bei und so muss man diese sich selber erstellen, oder ähnliche zusammensuchen. Ich hab dann eine Maßdarstellung der Kormoran bekommen und daraus ergab sich, das die Modell-Kormoran zu groß ausgefallen ist. Hmm, was nun?
Nach intensiver Suche haben ich dann in einem Modellbauladen in Helsinki den vermutlich letzten in Europa verfügbaren CMK-Bausatz Nr. 5091 entdeckt und mir schicken lassen. Der Verkäufer, der sonst nur mit Abholung agiert, war sehr rührig, so dass es zu einer Versendung nach Deutschland gekommen ist. Dabei habe ich im Vergleich festgestellt, dass die CMK-Kormoran-Raketen eine identische Größe wie der 3D-Druck-Bausatz haben. Was sollte das? Entweder sind beide Raketen in einer identischen falschen Größe gefertigt, oder die Maßangabe aus dem Netz ist falsch. Ich gehen von letzterem aus. Sei es drum, ich habe dann die CMK-Kormoran-Raketen verwendet, da diese etwas besser detailliert sind.
Leider wurde der Kormoran bei der F-104G nur in Verbindung mit einer speziellen Form des Unterflügelpylon verwendet. Den gibt es in 1:32 jedoch nicht zu kaufen. Ich habe daher zwei Pylone aus dem Bausatz für die Unterflügeltanks optisch etwas angepasst, aber nicht exakt nachgebaut und korrekt graviert. Es reicht daher gerade mal für den ersten Blick.
LackierungDie Lackierung erfolgte mit Revellfarben in Marine-Tarnschema nach Norm 76. Es gibt ein wenig Washing und minimale Gebrauchsspuren. Musste aber sein, da der einheitliche graue Lack sonst sehr langweilig ausgesehen hätte. Bei diesem Flieger sind dieselben dramatischen Probleme aufgetreten wie ich sie schon im Bericht zu meiner DB+251 schon beschrieben habe, etwas weniger ausgeprägt allerdings. Zwar ist das Modell gerettet, aber etwas unzufrieden bin ich trotzdem.
DecalsDie Markierungen stammen überwiegend aus Decalsätzen von DACO, einige sind aber auch aus dem Bausatz
Bewaffnung
Hauke Ahrendt Publiziert am 18. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |