MiG-21PFMFluggeschwader 129 in Pula, 1980er Jahrevon Nenad Kostic (1:48 Academy)
Kurze historische Vorgeschichte:
Die Mig-21 war das Hauptkampfflugzeug der jugoslawischen Luftstreitkräfte, mit Ausnahme der Mig-29, welche erst ab 1987 mit einem Geschwader einsatzbereit zur Verfügung stand. Es wurden alle drei Generationen der Mig-21 geflogen, wobei die Zweite mit der Mig-21PFM und die Dritte mit der Mig-21bis am meisten vertreten waren. Vor allem war die auffällig silberne Mig-21PFM ein sehr weit verbreitetes Muster innerhalb der jugoslawischen Luftwaffe, so dass neben Željava bei Bihac und Batajnica bei Beograd, auch der drittgrößte Luftwaffenstützpunkt bei Pula mit diesem Muster hauptsächlich belegt war.
Der Luftwaffenstützpunkt in Pula fungierte neben Zemunik bei Zadar und Golubovci bei Titograd (dem heutigen Podgorica), zum Großteil auch als fortgeschrittene Ausbildungsstelle für zukünftige Piloten von Überschalljägern. Das sogenannte jugoslawische Äquivalent zu Top Gun.
Der Bau:
Aber genug zu den ehemaligen militärischen Fakten, denn der Bausatz soll ja im Mittelpunkt stehen. Ein sehr guter Freund und begeisterter Sammler jugoslawischer Militärgeschichte hat mich vor zwei Jahren gebeten, ihm eine Mig-21PFM zu bauen. Als große Herausforderung fiel meine erste Wahl auf den Academy-Bausatz aus den 1990-ern. Sicherlich, der Eduard Bausatz stand auch zur Verfügung, aber ich wollte aus dem alten Academy Bausatz etwas ganz Besonderes machen.
Gebaut wurde der Bausatz „out of the Box“. Lediglich das Pitot-Staurohr wurde von mir selbst angefertigt, mittels einer Kanüle (Spritze) und Federstahldraht. Die benötigten Hoheitsabzeichen kamen von Lift Here Decals aus Serbien. Lackiert wurde mit AK Extreme Metal „Aluminium White“ (für den Grundton). Für das Triebwerk, außen wie innen, kamen auch Farben von AK Extreme Metal zum Einsatz. Leichte Farbmodulationen und Verwitterung der Alu-Grundfarbe wurden nachträglich mit Vallejo Metal Color „Duraluminium“ und „Dark Aluminium“ durchgeführt. Ganz einfach, mit einem Stück Schwamm und einem feinen Pinsel. Zusätzliche Schlieren am Flugzeug, sowie Hitzeunterschiede am Triebwerksauslass wurden mit günstigen Lidschatten aus dem Drogeriemarkt nachgeahmt.
Viel Spaß mit den Bildern, und ich verspreche, es kommen demnächst regelmäßiger vermehrt neue Beiträge von mir. Nenad Kostic Publiziert am 09. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |