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Mitsubishi A6M2 „Zero“

Leutnant Nobou Miyatake, Japan 1945

von Max Hauswald (1:48 Eduard)

Mitsubishi A6M2 „Zero“

Die A6M „Zero“

Die Zero bzw. Zeke ist vermutlich DAS japanische Flugzeug des Zweiten Weltkriegs. Entwickelt Ende der 1930er Jahre als Trägerjagdflugzeug großer Reichweite für die kaiserliche japanischen Marineluftstreitkräfte, durchlief es die Kriegsjahre hindurch eine stetige Leistungssteigerung.

Mitsubishi A6M2 „Zero“

„Zero“ bzw. „Zero-sen“ steht übrigens für die Null aus der Modellbezeichnung „Type 0“, wobei die letzte Ziffer des Indienststellungsjahres gewählt wurde – das Jahr 2600 (nach japanischer Zeitrechnung) – was dem westlichen Jahr 1940 entspricht.

Mitsubishi A6M2 „Zero“

Das Modell:

Eduard kündigte 2021 an, dass ein neuer Bausatz der A6M-Serie in der Pipeline steckt. Für mich ist jeder neue Bausatz dieses Herstellers ein Grund zur Freude! Auf Grund der zu erwartenden/bekannten Qualität der modernen Eduard-Kits kann man hier definitiv auch als thematisch anders beheimateter Bastler sorglos zuschlagen und bei absolutem Bastelvergnügen den Horizont erweitern.

Mitsubishi A6M2 „Zero“

Ich entschied mich im Januar 2022 für das nagelneue „ProfiPack“, welches es für ca. 30 Euro gibt. Meiner Meinung nach bietet kein anderer Hersteller vergleichbare Qualität für einen sehr angemessenen Preis: perfekte Passgenauigkeit, atemberaubende Details in Spritzguss, Spitzen-Ätzteile, passgenaue Masken, erstklassige Decals (mit ablösbarer Versiegelungsschicht) und eine übersichtliche und informative Anleitung. Tatsächlich fallen mir nur Superlativen ein.

Mitsubishi A6M2 „Zero“

Vorbild und Lackierung

Da ich gerne Modelle mit gewissem historischem Hintergrund baue, schwankte ich bei der Auswahl des Vorbildes zwischen der Darstellung eines Pearl Harbor-Angreifers und der hier gewählten Version einer sogenannten Kamikaze-Maschine.

Mitsubishi A6M2 „Zero“

Die Selbstopferungseinsätze der jungen, japanischen Kamikaze-Piloten sind heute untrennbar mit der Wahrnehmung des Zweiten Weltkrieges verbunden. Neben dem Erbringen des ultimativen Opfers für die eigene Nation sorgte auch die Erkenntnis über die „neue Taktik“ der Japaner bei den alliierten Schiffsbesatzungen für extreme nervliche Belastung – wie umgehen mit einem Gegner, der nur noch ein einziges Ziel verfolgt?

Mitsubishi A6M2 „Zero“

Der 24jährige Leutnant Nobou Miyatake flog die „Ke-113“ am 6. April 1945 beim letzten Einsatz seines Lebens gegen alliierte Schiffe vor Okinawa. Mit ihm opferten weitere elf japanische Piloten der Einheit an diesem Tag ihr Leben in der Hoffnung, eine Kriegswende für Kaiser und Nation herbeizuführen.

Mitsubishi A6M2 „Zero“

Klassisch sind die Zekes einfarbig in „grau“ lackiert (ein interessanter Beitrag über die Farbe findet sich übrigens im Eduard-Info 01/2022, kostenlos auf eduard.com verfügbar). Die dargestellte Maschine ist auf der Oberseite glücklicherweise grün und daher etwas ansprechender für meine Augen. Gerade große, einfarbige Flächen bedürfen gewisser Aufmerksamkeit, um diese zum Leben zu erwecken: pre- und post-shading mit der Airbrush, ein washing in Dunkelgrau und ein paar kleine Abnutzungsspuren. Zusammen mit den großen, roten Nationalkokarden ein Hingucker in der Vitrine.

Ich freue mich auf weitere Versionen mit interessanten Lackierungen der A6M-Serie!

Mitsubishi A6M2 „Zero“

Max Hauswald

Publiziert am 25. March 2022

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