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Douglas A-26B-50-DL Invader

von Hans Dieter Merges (1:32 HobbyBoss)

Douglas A-26B-50-DL Invader

Zum Vorbild

Gegenüber dem Attack-Klassiker mit sechs überschweren 12,7 mm-MG in der Rumpfnase, der überwiegend im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam, handelt es sich bei diesem Typ um die späte Version mit den in zwei Reihen parallel angeordneten MGs. Im Britmodeller-Forum wurde geunkt, dass der Hersteller hier alles falsch gemacht habe, es sich jedenfalls nicht um ein WW II-Modell, und schon gar nicht um die B-Variante handle, sondern eher um das K-Modell.

Das Vorbild kam frühestens ab November 1944 auf dem europäischen Kriegsschauplatz zum Einsatz und hatte jedenfalls von der äußeren Form her dieselbe Linie, wie das hier vorgestellte Modell. Ich habe das Modell nicht auf den Millimeter genau vermessen (und habe auch keine Lust dazu), mir aber viele im Internet veröffentlichte Originalaufnahmen der späten B-Variante und des K-Modells angesehen und keine dramatischen Abweichungen zum Bausatz-Modell gefunden. Auch gibt es natürlich auch hier, wie überall im Flugzeugbau, viele Varianten und Abweichungen von einem Bau-Block zum anderen. Müßig zu diskutieren, was jetzt originaler ist!

Douglas A-26B-50-DL Invader

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Zum Modell und zum Bau

In diesem Maßstab bin ich es gewöhnt, dass (mit ganz wenigen Ausnahmen) die Formen miserabel und die Teile nie spaltfrei konzipiert sind, alles zurecht gebogen und massiv gespachtelt werden muss. Ich habe auch hier schon einmal Spachtelmasse in rauen Mengen bereit gelegt... und dann liefern die Chinesen einen Bausatz ab, bei dem alles, aber auch wirklich jedes Teil, perfekt zusammenpasst (allerdings auch mit aktuellem Formenbau 2020 – aber trotzdem keine Selbstverständlichkeit, das weiß man ja!). Nehmen wir zum Beispiel die Motorgondeln: wenn man die Gussgerate sauber entfernt und verschleift, was bei jedem Bausatz ja eine Selbstverständlichkeit sein sollte, fällt die Stift-Passung so fest und völlig spaltfrei zusammen, dass man eigentlich überhaupt nicht mehr kleben muss. Ich habe mich nach der Probepassung entschlossen, doch zu kleben und die zuvor lediglich zusammengesteckten Teile kaum mehr auseinander bekommen. Natürlich passt dann auch mit Kleber alles absolut super und spaltfrei. Solch eine Superpassung kennt man eigentlich nur vom Maßstab 1:48.

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Was HobbyBoss hier super gemacht hat, hat der Hersteller dann aber leider im Hinblick auf die Details des Modells wieder verpennt! So sind die äußeren Klappen zwar als gesonderte Teile vorgesehen und können in voll ausgefahrener Stellung dargestellt werden. Dummerweise fehlen aber die inneren Klappen, weshalb man hier wieder kräftig scratchen muss. Auch sind die für die damalige Zeit sensationellen Doppelspalt-Fowler-Flaps nicht dargestellt, was schlicht unverständlich ist, weil genau das den Charme des Modells ausmacht. Hier ist einige Zusatzarbeit gefragt. Ich habe die kleineren oberen Klappen mit Aluminium-Litoblech gebaut, wodurch sie sich recht gut biegen und in ihre gewölbte Form bringen ließen. Man kann die Aluminiumteile dann übrigens nicht unlackiert anbringen, weil sie extrem stark glänzen. Also müssen überraschenderweise auch originale Aluminium-Bleche grundiert und mit Alclad lackiert werden, damit das ein harmonisches Bild am Modell ergibt. Auch lässt sich die Cockpithaube nicht offen darstellen. Das umzusetzen ist auch nicht ganz einfach!

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Das Pitot-Rohr fehlt, die Reifen sind scheußlich, das Fahrwerk zu schwach ausgelegt. Wenn man das Modell - wie es sein sollte - vorne kräftig mit Blei beschwert (der Hersteller gibt dies übrigens in der Bauanleitung auch nicht an, was verheerend ist, wenn man nicht selber daran denkt!), ist das Modellgewicht insgesamt so hoch, dass die Fahrwerksbeine natürlich abbrechen. Ich habe es nie verstanden, warum die Hersteller die Fahrwerksbeine nicht hohl, also als Röhren herstellen und dann dem Modellbauer in der Bauanleitung schon empfehlen, einen mindestens 1 mm bis 1,5 mm starken Stahldraht einzubauen. Wenn die Beine dann während des Baus irgendwann mal abbrechen, kann man das mühsam nachholen! Schade, dass man hierauf keinen Wert gelegt hat. Nichtsdestotrotz war auch der Zusatzausbau am Ende machbar.

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Fazit

Ich würde den Bausatz allein schon wegen der fantastischen Passform empfehlen!

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Hans Dieter Merges

Publiziert am 10. Januar 2026

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