Mitsubishi A6M2-K „Zero“Zielschlepper der japanischen Marinevon Max Hauswald (1:48 Eduard Bausätze)
Die A6M „Zero“Die Zero bzw. Zeke ist vermutlich DAS japanische Flugzeug des 2. Weltkriegs. Entwickelt Ende der 1930er Jahre als Trägerjagdflugzeug großer Reichweite für die kaiserlich japanischen Marineluftstreitkräfte, durchlief es die Kriegsjahre hindurch eine stetige Leistungssteigerung.
„Zero“ bzw. „Zero-sen“ steht übrigens für die Null aus der Modellbezeichnung „Type 0“, wobei die letzte Ziffer des Indienststellungsjahres gewählt wurde – das Jahr 2600 (nach japanischer Zeitrechnung) – was dem westlichen 1940 entspricht. Bei der A6M2-K handelt es sich um das zweisitzige Schul- und Trainingsflugzeug für die kaiserlich japanische Marine. Hierzu wurden ein paar Details vereinfacht, maßgeblich jedoch ein zweites Cockpit geschaffen.
Das ModellDas erste Produkt aus der Zero-Reihe von Eduard erschien 2021. 2025 erschien die K-Version als Profipack. Wie üblich ist der Bausatz im Segment „Profipack“ gut gefüllt mit schönen Spritzgußteilen, Decals, Masken, Ätzteilen usw.
Ich wollte definitiv eine Version mit dem „fehlenden Rumpfheck“ bauen, da diese doch am exotischsten aussah. Glücklicherweise sagte mir auch die Lackierung zu, also wurde es die „419“. Stationiert 1944 auf der Konoike Air Base in Japan. Dort wurden viele Jagdflieger auf den Zweisitzern ausgebildet. Dazu zählten auch die Trainer mit der fehlenden Heckverkleidung, um die Schleppseile für die Übungsziele anbringen zu können. Unter den Flügeln waren Behälter für die Übungsziele angebracht, wobei diese vor dem Beschuss ausgestoßen wurden und dann am Stahlseil hinter dem gelben Flugzeug hergezogen wurden. Im Kurvenflug wurde dann scharf auf diese Ziele geschossen.
Die Anleitung gibt an, dass die Maschinen mit der üblichen Bordbewaffnung ausgestattet waren. Eine kurze Recherche ergibt, dass die Maschinen zur Gewichtsreduktion häufig abgerüstet wurden. Allerdings wurden vermutlich auch wechselseitig Schießtrainings geflogen – wieder einmal eine Situation, bei der die Wirklichkeit für das explizite Flugzeug kaum zu prüfen sein wird.
LackierungDie leuchtende Farbgebung sagt mit sehr zu. Das Modell wurde schwarz grundiert und anschließend mit einer matten weißen Schicht vorbereitet. Es folgte die gewünschte gelbe Lackierung, nicht zu perfekt, gerne etwas wolkig. Darüber wurde dann mit abgedunkeltem Gelb entlang der Gravuren etwas abgedunkelt. Flächen wurden aufgehellt.
Nach den Decals – welche in sehr überschaubarer Anzahl vorhanden sind – folgte ein graues washing auf den gelben Flächen und ein hellgraues washing auf den dunklen Flächen. Es folgte eine Darstellung von Lackschäden um die Cockpits und die Bewegungsflächen. Insgesamt muss man davon ausgehen, dass gegen Kriegsende auch im Pazifik das Material knapp war und die in der Sonne geparkten Zeros nicht mehr werksfrisch aussahen.
Zum Schluss wurden die Unterflügelbehälter über Seile mit dem Heck verbunden – leider gibt die Anleitung hier nicht viel her. Es soll sich jedoch um Stahlseile handeln, welche vermutlich in dem Maßstab überdimensioniert sind.
Max Hauswald Publiziert am 10. Oktober 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |