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Grumman F-14A Tomcat

VF-1 Wolfpack

von Alexander Breunig (1:32 Revell)

Grumman F-14A Tomcat

Diese spezielle Tomcat ist mir lieb und teuer gewesen. Ich habe das Original einige Male live erleben dürfen und hatte einige sehr hautnahe Kontakte mit diesem Vogel während eines Austausches, als ich noch beim Militär war, bis sie im Jahr 2000 schließlich ausgemustert wurde. 158627 war die erste operationelle Tomcat, die im Frühsommer 1973 an die Flotte geliefert wurde, und die 28. gebaute F-14. Ich habe viel über ihre ersten Jahre von dem Piloten erfahren, der sie 1973 von den Grumman-Werken nach Miramar überführt hat. Mit diesem Vogel unternahm die VF-1 auch die ersten Phoenix-Schüsse im operativen Flottenbetrieb und sie war auch Teil der ersten Tomcat-Cruise auf der Enterprise 1974/75 während der Evakuierung Saigons.

Grumman F-14A Tomcat

Ich wollte sie gerne genau während dieser ersten Phase ihres Dienstlebens darstellen, also als eine frühe Block 50 Version der Tomcat, was aber sehr viele Umbauten erforderte. Als ich sie gebaut habe, gab es keine Decals für diese Maschine, also hieß es auch hier erneut Selbermachen! Die Basis war erneut der gute alte Revellbausatz mit all seinen Macken und Eigenheiten. Der Revellbausatz ist recht rudimentär, aber sehr formschön und akkurat und so prima für einen Umbau geeignet.

Grumman F-14A Tomcat

Es waren diverse Umbauten nötig, um eine frühe Alpha-Version der Tomcat darzustellen. Neben den Gravurarbeiten und dem Einfügen der ganzen Nietenreihen wurden Triebwerke aus einem Tamiyabausatz eingearbeitet und vorher zu den frühen TF30-F412 Versionen umgebaut. Die Verstärkungen an Finne und Rumpf wurden abgeschliffen, da diese an frühen Tomcats noch nicht vorhanden waren. Die Gitter des Abzugs der Bordkanone wurden umgebaut und das Cockpit wurde auf frühen Alpha-Standard verändert. Die Piloten haben frühe HGU-33 Helme mit den schönen Wolfpack Markings erhalten.

Grumman F-14A Tomcat

Das Heck der Tomcat wurde mit Scratchteilen zu einem frühen Boattail umgebaut. Da ich Wichita-101 während der Workup-Phase kurz vor der ersten Tomcat-Cruise auf der Enterprise 1974/75 bauen wollte, also gegen Ende 1973, habe ich die dialektischen Panels am Tail belassen. Diese wurden erst während der Einsatzfahrt und kurz danach abgenommen.

Grumman F-14A Tomcat

Was ich überhaupt nicht ausstehen kann, sind diese hässlichen Löcher zwischen den Wingsealbags und der Wingbox, wenn die Flügel vorgeschwenkt sind. Tamiya hat zwei unterschiedlich geformte Sets Sealbags dem Bausatz beigefügt, aber dann muss man sich entscheiden, entweder die Löcher zu ertragen, oder die Flügel fest in der vorgeschwenkten Position zu belassen. Trumpeter hat nun auch Gummiteile beigefügt, aber die funktionieren nicht ordentlich. Als ich damals das Modell 2008 angefangen habe, hatte ich versucht mit Schaumstoff das Problem für mich zu lösen. Das hat mich nun aber nicht mehr wirklich zufrieden gestellt. Nunmehr habe ich sie gegen neu geformte Schaumstoffteile umhüllt mit Gummi von einem Fahrradschlauch ersetzt, und das kommt nun auch an das Original heran. So bleiben die Flügel schwenkbar und ich muss trotzdem diese ollen Löcher nicht ertragen.

Grumman F-14A Tomcat

Das Modell hat auch bewegliche Glove Vane-Vorflügel aus Styroplastik erhalten. Die Abwurftanks haben das für frühe Versionen typische spitze Ende mit den kleinen Winglets erhalten. Es gibt nicht viele Belege, dass die frühen Tomcats mit den Tanks geflogen sind, da diese nur im äußersten Bedarfsfall eingesetzt wurden, aufgrund von Problemen, welche die Winglets beim Abwurf verursachten, aber ich habe einige gute Fotos, die Wichita-101 und ihre Staffelschwestern mit Tanks zeigen.

Grumman F-14A Tomcat

Das Windshield der Tomcat zeigte aufgrund der unterschiedlichen Härtung bei direktem Lichteinfall einen eigenwilligen Reflektionseffekt. Diesen wollte ich gerne imitieren. Ich habe dazu zwei unterschiedliche Lagen grünlich gefärbte Folie verwendet, die ähnlich der Härtungslinien mit Future beschichtet wurden. Damit habe ich ansatzweise diesen Effekt nachahmen können.

Zu guter Letzt hat Wichita-101 den überarbeiteten Nosepod mit dem alten runden IRST-Sensor bekommen. Den hatten die Originale nur kurze Zeit, weil der nicht wirklich funktionierte und erst viel später im Double-Chinpod der Delta-Version wieder integriert wurde. Es mag ineffektiv gewesen sein, aber wenigstens sah es cool aus.

So, alles in allem bin ich zumindest fürs erste Mal wieder recht zufrieden. Na ja....fürs erste!

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Grumman F-14A Tomcat

 

Alexander Breunig

Publiziert am 21. August 2014

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