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T-62

von Philipp Leutenegger (1:72 Ace)

T-62

Kurz zum Bausatz

ACE....mal wieder. Wer meinen Beitrag zum BTR 60 kennt, der wird schnell merken, dass ich irgendwie drauf stehe, Bausätze zu bauen, bei denen man einiges nachzubessern hat. Dieser Bausatz sprengt jedoch alle meine bisherigen Erfahrungen mit Short-run-Bausätzen. Ich habe diesen im Jahre 2008 von einer ehemaligen Freundin geschenkt bekommen - wollte sie mir damit was sagen?? Ich kaufe jedenfalls schon lange keine ACE Bausätze mehr. Auch dieser hier war nahe daran verschenkt oder weggeworfen zu werden. Ich hätte nicht daran gedacht, das aus diesem miesen Bausatz noch was schönes entstehen könnte...

T-62

Der Bau

Mann, mann, mann, wo fang ich an? Ich denke, ich beginne beim Schlimmsten. ACE scheint bei diesem Bausatz keine Qualitätskontrolle durchgeführt zu haben. Einige Laufrollen sind nicht komplett ausgegossen worden. Ich musste vier Laufrollen durch Abgießen selber herstellen. Ich nutzte hierzu die besten vier Laufrollen für die Herstellung der Silikonformen, in denen ich dann das Resin einfließen ließ. Die Leiträder waren unbrauchbar und ich goss mir (wie oben beschrieben) die Leiträder von Revells T-55 ab.

Unsauberer Guss, wohin......das Auge reichtNeue LeiträderT-62T-62T-62T-62

Unsauberer Guss, wohin...

Unsauberer Guss, wohin... 

Meine Oberwanne war nicht sauber ausgegossen und ich musste ein Motorgitter aus Plastikstreifen und Gittermaterial neu erstellen. Auch beim Turm war die Erhebung der Luke des Ladeschützen mangelhaft ausgegossen und musste neu modelliert werden.

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An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich einen Italeri T-62 im Maßstab 1:72 besitze, der ein wenig als Ersatzteillager diente. Von diesem nahm ich die Kette und ergänzte die Führungszähne von der Kette aus dem ACE Bausatz. Die Kette aus dem ACE Bausatz ist auf der Innenseite auf ROCO Minitanks Niveau. Die vielen Fischhäute bei der ACE Kette hätten es ohnehin kaum möglich gemacht, die Einzelglieder miteinander zu verbinden.

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Ich empfehle, die Details der Kanonenblendenabdeckung nachzuarbeiten (Falten der Abdeckung). Je ein Hebel der Laufradaufhängung (erste und letzte Laufrolle) wird nicht passen. Denn die Teile haben viermal die selbe Länge. Der Aufnahmepunkt ist aber (aufgrund Drehstabsfederung) auf der linken Wannenseite nicht gleich wie an der rechten Wannenseite. Hier darf man dann auch nachbessern. Allgemein habe ich viel nachgebessert mit Plastikkarte, Dremel, Nieten und Kupferdraht (Spachtelmasse war auch sehr wichtig beim Bau!).

T-62

Als Frechheit empfand ich, dass in der Bauanleitung vielerorts (!) notiert ist "MADE WITH COPPER WIRE". Kein Hinweis, wie dick der Draht sein soll. Kein Hinweis wie man es zu biegen hat. Die Skizze zu den Scheinwerferschutzbügeln hat die falsche Form! Zudem hätte man auch mit dem Kupferdraht die Kränze des Turmdrehbereiches (links und rechts an der Oberwanne) selber bauen sollen. Wie soll man etwas, was in der Realität aus Flacheisenprofilen besteht, aus Kupferdraht herstellen? (Zur Info: beim Italeri Bausatz sind diese Kränze vorhanden...). Ich wundere mich, dass ACE nicht erwähnte, dass die Kraftstofftanks auf der rechten Kettenabdeckung auch mit Kupferdraht zu verbinden sind (Kraftstoffleitungen)...

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Bemalung und Alterung

Lackiert wurde mit Tamiya XF58 (grün) und XF02 (weisse Streifen). Alles via Airbrush und nur die Detailbemalung/Alterung erfolgte per Pinsel. Gealtert wurde mit Ölfarben und flüssigen sowie pulverförmigen Pigmenten, aber dies nur sehr dezent. Das Fahrzeug stellt einen Panzer dar, welcher beim Prager Frühling zum Einsatz kam. Daher wurde nur wenig Schmutz aufgetragen und da die Fahrzeuge damals noch sehr neu waren, wurden keine markanten Kratzer aufgetragen.

T-62

Philipp Leutenegger

Publiziert am 22. Mai 2021

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