Ansaldo S.V.A.5"Smotrite, eto zhe samolet dedushki!" ("Guck mal, das ist Opas Flieger!")von Martin Pohl (1:50 Smer)
1916 begannen die Konstrukteure Umberto Savoia, Rodolfo Verduzio und Celestino Rosatelli in privater Initiative die Arbeit an einem ersten italienischen Jagdflugzeugtyp. Ihre Idee überzeugte die Militärbehörden, die den Rüstungskonzern Gio. Ansaldo & Co. S.A. mit der weiteren Entwicklung beauftragten. Daraus entstand die S.V.A.-Reihe. Die Typen dieser Baureihe wurden zwar nicht primär als Jagdflugzeuge genutzt, dazu waren sie zu schwerfällig und auch die Bewaffnung war nicht optimal, aber als Wasserflugzeuge und Aufklärer wurden bis 1928 ca. 2.000 aller Typen gebaut. Die hier gezeigte S.V.A.5-Variante wurde als Fernaufklärer mit vergrößertem Tankinhalt eingesetzt. Quelle: Wikipedia
Der Bausatz aus der Smer-Schachtel stammt eigentlich von Artiplast und wurde 1975 erstmals aufgelegt (Quelle Scalemates). Das sieht man den Spritzlingen auch an. Auch die nicht vorhandenen Details beispielsweise im Cockpit zeigen deutlich, dass man was Älteres vor sich hat. Der Maßstab ist 1:50. Wie bei den etwas älteren Bausätzen so üblich, muss man also ein bisschen was selbst machen. Das war bei mir die Inneneinrichtung, die Rippen der Beplankung und die Auslassrohre des Motors.
Der Zusammenbau dieses Teils beginnt damit, dass man alle Teile von Fischhäuten befreit und den Versatz der Spritzformen ausschleift. Hat man das erledigt, baut man die Detaillierungen an und dann beginnt das Ziehen und Zerren, bis die Teile zusammenpassen. Die Passung der Rumpfhälften ist ganz ok. Auch der untere Flügel ist einfach, aber dann beginnt der Spaß, die Verstrebungen zum oberen Flügel sind in alle Richtungen verzogen und teilweise auch zu kurz.
Was die Verspannungen betrifft, so macht man die am leichtesten, wenn man sie vor der Montage des Oberflügels anbringt, insbesondere jene, die zwischen den Streben gespannt sind. Ich benutze eine sehr dünne Angelschnur, die unter Wärmeeinfluss schrumpft, so lässt sich das nach dem Anbringen des Oberflügels auch leicht „nachspannen“.
Zur Bemalung, bei einem Doppeldecker in der Regel vor dem endgültigen Zusammenbau, gibt es nicht viel zu sagen. Da mein Exemplar eine sowjetische Version darstellt, braucht es das typische Grün und Blau. Bei mir, wie immer, in Acryl und diesmal selbst gemischt. Mit Verschmutzungen habe ich mich diesmal sehr zurückgehalten, da es eine Museumsmaschine werden sollte.
Damit ist dann die Szene letztlich auch schon beschrieben: eine Ansaldo S.V.A.5 in sowjetischen Farben in einem Museum in Russland. Fotografieren ist verboten, daher werden auch keine Selfies gemacht. Die Figuren sind aus dem Architekturbedarf und auch in 1:50. Der Titel der Szene: "Smotrite, eto zhe samolet dedushki!", frei übersetzt: "Guck mal, das ist Opas Flieger!"
Als Referenzen diente wie immer das Internet. Danke für´s reinschauen! Martin Pohl Publiziert am 10. Januar 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |