Red Ball Expressvon Carsten Görnhardt (1:35 Italeri)
„Red Ball Express“ war der Codename für eine der größten logistischen Operationen des Zweiten Weltkrieges. Er bestand aus einer Flotte von ca. 6.000 Lastkraftwagen und Anhänger, die über 500.000 Tonnen Munition, Nahrung, Nachschubgüter und Kraftstoff zwischen dem 25.8. und 16.11.1944 zu den alliierten Armeen an die westeuropäischen Front lieferten. Über eine Distanz von etwa 250 km wurde von den Depots bis zur Front eine Einbahnstraßenschleife aufgebaut. Er startete mit 67 Lkw-Kompanien, die innerhalb von drei Tagen auf 132 Kompanien anwuchs. Jeder, der nicht für den direkten Fronteinsatz vorgesehen war und einen Lkw-Führerschein besaß, wurde eingeteilt und Männer, die noch nie einen Lkw gefahren hatten, bekamen eine einstündige Einweisung. Die Fahrer konnten zur Sicherheit nachts das normale Fahrlicht statt der Reflektoren benutzen. Jeder Lkw war mit einen roten runden Schild am Kühler gekennzeichnet. Quelle: Wikipedia
Wieder einmal erweckte ich zwei schon mal vor langer Zeit gebaute Modelle zu neuem Leben. Die beiden gefielen mir einfach nicht mehr, wie so einige andere Modelle aus meiner Anfangszeit des Modellbaus. Als ich ein Bericht über den „Red Ball Express“ gelesen hatte, wollte ich den Truck genauso darstellen. Zuerst musste ich die beiden - soweit es ging - demontieren und entlacken. Und dann begann der Neuaufbau.
Da die Strecke des „Red Ball Express“ auch sehr schlammig war, bauten viele Fahrer zusätzliche Räder an die Vorderachse. Wenn nicht genügend vorhanden waren, wurden auch von der Hinterachse Räder auf die Vorderachse montiert. Bei meinem Modell war es sicher auch von Vorteil, da ja auch der Bergekran zum Heben von Lasten vorne an der Stoßstange angebaut werden konnte. Umbauarbeiten am GMC
Ladegut/Ladefläche:
Umbauarbeiten am Water Buffalo Trailer
Außerdem:
Um den GMC mit Trailer richtig in Szene zu setzen, wollte ich das passende Gelände dazu darstellen. Für die Straße nahm ich ein Styroporplatte, die ich mit einen Gemisch aus Quarzsand und Acrylpaste bestrich, sowie den Straßenrand formte. Die Umrandung war ein angepasster Bilderrahmen. Als die Masse halbtrocken war, formte ich mit alten Modellreifen die Fahrzeugspuren. Die Bäume bestehen aus getrockneten Wurzeln. Das Laub/Blätter liefern uns jährlich zwei Birken, die in unserer Nähe stehen. Die Vignette, Figuren und Fahrzeuge habe ich mit Farben von Vallejo sowie Pigmenten von Mig und Vallejo bearbeitet. Zum Darstellen der nassen Fahrspuren, Pfützen und der nassen Reifen verwendete ich Windows Color/Kristallklar, von MIG Engine Fuel & Oil und Wet Effects Damp Earth. Das Hinweisschild fand ich im Internet und druckte es mir selber auf Decalpapier. Den Rahmen baute ich aus verschieden Holzstäbchen und Platten. Solche Schilder sollten den Fahrern zeigen, wie viele Tonnen am Tag transportiert wurden. Es stand 1944 in Nordfrankreich bei Alencon.
Ob es genau solch einen GMC mit Trailer beim „Red Ball Express“ gab, kann ich nicht beweisen. Denkbar wäre es schon, da es viele ähnliche Trucks gab. Carsten Görnhardt, Publiziert am 10. Februar 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |