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Boeing 757-300

D-ABOI, Condor

von Marco Coldewey (1:144 Zvezda)

Boeing 757-300

Infos zum Original

Die um 7,1 m verlängerte Boeing 757-300 ist das längste Schmalrumpfflugzeug mit zwei Triebwerken, sie wurde primär für den Chartermarkt entwickelt. 1999 übernahm die deutsche Condor als Erstkunde dieses Muster, als kostengünstigen Ersatz für Douglas DC-10 auf den typischen Urlaubsrouten wie zu den kanarischen Inseln. Vor der vorgezogenen Ausmusterung erhielten noch vier Maschinen das 2022 eingeführte neue Streifendesign. Mit Abschluss des Jahres 2025 wurde dann alle Maschinen ausgemustert und durch moderne und effizientere Airbus A321 Neo ersetzt.

Boeing 757-300

Infos zum Bausatz

Nach langem Warten und Hoffen brachte Zvezda im Jahr 2021 endlich die Boeing 757-200 auf den Markt, überfällig und vielen lang ersehnt. Ein Jahr später kam dann die gestreckte -300 dazu. Dabei unterscheidet sich der neue Bausatz nur durch das Hinzufügen der neuen Rumpfhälften und den Tailbumper. Der Kit kommt mit einigen Optionen: ohne oder mit Winglets (dass die Scimitar Winglets nicht berücksichtigt wurden, kann man verschmerzen), zwei Räder-Varianten für das Hauptfahrwerk und Triebwerke von Rolls-Royce sowie Pratt & Whitney. Die Höhenrunder haben keine Befestigungszapfen, sondern werden über das komplette Profil in den Rumpf eingefügt. Ein mehrteiliges Cockpit und eine Satcom-Antenne runden die Plastikteile ab. Gespart hat man leider etwas an den Details der Decals, was aber auch der Prototypenbemalung geschuldet sein kann. Trotz einiger Kritikpunkte ist es ein Bausatz in gewohnt guter Zvezda-Qualität.

Boeing 757-300

Infos zum Bau

Aus Spotting-Sicht habe ich die drohende Ausmusterung der 757 bei Condor etwas verschlafen. Die Chance, die neulackierten Maschinen im nahen Hamburg aufzunehmen, habe ich mir entgehen lassen; frei nach dem Motto „Irgendwann wird das schon werden“. Kein Wunder, seitdem ich fotografiere, waren Condor-Boeing 757 allgegenwärtig. Erst bei einem sehr spontanen Trip nach Düsseldorf habe ich D-ABOI in den blauen Farben aufgenommen, es sollte die einzige bleiben.

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Schon beim Bearbeiten der Bilder machte ich mir Gedanken, ob ich es wagen sollte, mich mit dieser recht anspruchsvollen Bemalung auseinanderzusetzen. Dafür sprach zudem, dass ich schon länger eine Zvezda 757 bauen wollte, mich aber nie auf eine finale Bemalung festlegen konnte. Am Ende waren dann die Gedanken „Wenn du die Lackierung hinbekommst, wird es klasse aussehen“ maßgeblich für meine Entscheidung, diese Herausforderung anzunehmen.

Boeing 757-300

Der Bau war recht einfach gemacht, wie schon oben erwähnt, baut sich dieser Zvezda-Kit fast von selbst. Nachdem fast alle Lackierschritte abgeschlossen waren, ging es an die Streifen, welche ich zuletzt in Blau lackierte. Das hieß im Klartext: 15 weiße Streifen mit einer Breite von 12 mm abkleben, oder auch: 30-mal exakt und parallel um den ganzen Rumpf arbeiten. Bei den geraden Rumpfsegmenten war dies einfach, einfach 2 x 6 mm Tamiya Tape auf Stoß setzten. Die Schwierigkeiten kamen dann im Bereich der Nase, des Flügelkastens und vor allem beim Heck. Mit Pausen habe ich mir einen ganzen Tag Zeit gelassen, nur nicht stressen, es soll am Ende ordentlich aussehen. Beim Abziehen der Maskierung kristallisierte sich dann heraus: „Das ist was geworden“. Tatsächlich fand ich nur ganz kleine Stellen, die ich bemängeln konnte, ich hätte nie gedacht, dass die ganze Nummer so reibungslos abläuft. Die Winglets wurden in Blau lackiert und mit weißen Decals versehen.

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Die Decals kommen von Draw Decal, die Kennung der gewünschten Maschine D-ABOI ist jedoch in schwarz gedruckt, was ich anfänglich für einen Fehler hielt, erst bei der späteren Recherche stellte ich jedoch fest, dass die Kennung ursprünglich tatsächlich Schwarz und nicht Weiß war. Das war jedoch kein Problem, da ich die in Weiß gedruckte Kennung D-ABOL mit einer kleinen Änderung übernehmen konnte. Zum Glück gab es bei dem Bogen von Draw auch einige fehlende Details, die restlichen habe ich mir meinem Fundus zusammengesucht. Für die Fenster und Landescheinwerfer griff ich, wie so häufig, auf Authentic Airliner Decals zurück.

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Die Höhenruder ließen sich überraschend gut einsetzen, ich hatte dieses System erst ein wenig sekeptisch beäugt, bin aber am Ende begeistert, weil man hier eine deutlich stabilere Lösung hat als die kleinen Pins wie beispielsweise bei den 737 Bausätzen.

Auch ein Detailset von Metallic Details kam zum Einsatz, neben Ätzteilen gibt es dazu 3D-gedruckte Reifen und Felgen. Die restlichen Details entstanden, wie gewohnt, in Eigenregie.

Weitere Bilder

Boeing 757-300Boeing 757-300Boeing 757-300Boeing 757-300Boeing 757-300Boeing 757-300Foto: Marco Coldewey

Boeing 757-300

 

Marco Coldewey,
www.mc84.de

Publiziert am 16. Februar 2026

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